Eine Harfe im Jazz.
Stina Hellberg Agback, eine schwedische Künstlerin macht es möglich.
Stina Hellberg Agback verwirklicht ihre Musik in mehreren Projekten.
Dazu gehören Shinken Shobu, Stina Hellberg Agback Trio, Namna, in dem sie auch Synthesizer spielt, Sha3k, Hexabit, Stina Hellberg Agback/Jonas Isaksson, Alice, John Och Jag sowie Trilobit.
Mit dem Ensemble Shinken Shobu brachte sie Ende Mai 2025 das Album "Sou Makuri" auf den Markt.
Aus der englischen Sprache frei übersetzt kommt der Bandname aus der japanischen Sprache und bedeutet frei übersetzt ein 'Duell mit scharfen Schwertern'. Der Albumtitel reflektiert Stina Hellberg Agbacks Wunsch, alle Facetten ihrer Musik auf einem Album zusammenzubringen.
»[…] Hellberg Agback describes the album as a 'playground for the players' […]« und die expressiven Möglichkeiten instrumentaler Musik.
Shinken Shobus "Sou Makuri" enthält komplett von Stina Hellberg Agback komponierte Lieder und insgesamt gesehen kann man fast allen Songs einen experimentellen Charakter zuschreiben.
Teilweise reichen die Hör-Erlebnisse an eine Herausforderung heran. Neben wunderschön-entspannten Phasen gibt es Teile auf dem Album, die die Nervenenden der Leute vor den Lautsprechern in ganz besonderer Weise triggern. Da ist zeitweise Geduld oder ein abermaliges Hören angesagt bis sich die Song-Knospen zu einer vollen Blüte entwickelt haben. Manchmal geschieht dies in einer Art Zeitraffer abgespielte Aufnahme.
Aus einer klanglichen-provokanten Einleitung mündet die Nummer "21:an" in ein ziemlich harmonisches Band-Miteinander.
Die Violinistin Eva Lindal setzt sich mit ihrer Vielfalt und expressiven Tonfolgen ganz besonders in Szene und dazu wird sie von der Rhythmus-Fraktion dezent begleitet. Schon bei diesem ersten Track wird mehr als deutlich, dass die herausragende musikalische Leistung in dem gemeinsamen Agieren der Formation liegt. Die Harfenistin Stina Hellberg Agback integriert sich, lässt ihren Bandmitgliedern viel Raum zur Entfaltung.
"Swag" mäandert zwischen Wohltat und groovendem Jazz in Kombination mit wunderschön artikulierten Horn-Klängen. Schlagzeuger Jon Fält gib der Szenerie durch das Streichen mit den Jazzbesen über die Felle eine entspannte Stimmung. Dabei entfalten die anderen Leute eine ganz besondere Dynamik der Unruhe. "Swag" ist einerseits ein pulsierendes Stück Modern Jazz, das seine Faszination andererseits durch relaxte Teile erhält.
"Karioka" ist ein »[…] live at Katalin, Uppsala on October 9th, 2024 […]« aufgenommenes Lied, indem der Jazz kaum Grenzen kennt, denn die expressive Stärke im Ausdruck dieser Nummer ist unglaublich. Ein mittendrin befindlicher melodischer Teil wird durch ein extremes Maß an heftig improvisiertem Jazz konterkariert.
Das abschließende "Leva Om Sitt Liv (Live Your Life Again)" soll als Zeichen dafür stehen, wie sehr Stina Hellberg Agbacks Harfen-Sounds zu ihrem ausdrucksstarken Jazz passen. Ihre Fantasien drücken Sanftmut sowie furiose Emotionen aus.
"Sou Makuri" von Shinken Shobu öffnet beim Hören Räume der sinnlichen Wohltat und Klang-Kaskaden der Herausforderung.
"Sou Makuri" von Shinken Shobu ist Jazz, in dem sich Emotionen in aller Ausgiebigkeit sowohl expressionistisch wie auch in musikalische Bilder der Einkehr ausdrücken.
Line-up Shinken Shobu:
Stina Hellberg Agback (harp)
Eva Lindal (violin)
Alberto Pinton (woodwinds)
Filip Augustsson (double bass)
Jon Fält (drums)
Tracklist "Sou Makuri":
- 21:an
- Swag
- Plutten
- Svåra
- Frock
- Tretaktaren
- Sockiplast
- Karioka
- Leva Om Sitt Liv (Live Your Life Again)
Gesamtspielzeit: 58:00, Erscheinungsjahr: 2025


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