Bei Spidergawd hat die Album-Zählerei ein Ende.
Zumindest für die nach VII folgende Veröffentlichung "From Eight To Infinity".
Absicht oder nicht. Zwischen "VII" und "From Eight To Infinity" existiert zumindest eine Verbindung durch die Zahlenfolge Sieben und Acht.
Die liegende Acht ist das Symbol für Infinity (Unendlichkeit).
Der Albumtitel wird auch als "From 8 To ∞" dargestellt.
Wie dem auch sein, Noisolution schreibt zum aktuellen Album unter anderem:
»[…] Spidergawd sind klassischer Heavy Rock mit gigantischem Melodieverständnis, das teils poppige Züge annimmt. Twin-Gitarren zelebrieren dieses Melodieverständnis exzessiv, duellieren sich und feuern es an und alles steht auf einem solide klassischen NWOBHM Fundament. […] Natürlich bleiben die wichtigsten Referenzen wie Thin Lizzy und Motörhead offensichtlich. Aber während "VII" sich ein wenig an 80er-Jahre-Bands wie Rush, Adrian Smith und Boston anlehnen konnte, ist "From Eight to Infinity" in seinen Referenzen eher bei AC/DC und Cheap Trick auf der einen Seite und Metallica und Black Sabbath auf der anderen. […] Per Borten – Kopf der Band und Hauptsongwriter und Texter – hatte im Winter 24/25 eine persönlich schwierige Phase, geprägt von Krankheit und Verletzungen, was die Texte des Albums persönlicher und ehrlicher werden ließ. […]«
Auf Spidergawd ist Verlass.
Was die Band um den Frontmann Per Borten anpackt, hat musikalisch Hand und Fuß.
Auch ihr achtes Album macht einfach Spaß.
Durchhänger sind auf "From Eight To Infinity" Fehlanzeige.
Was sich zwischen dem ersten Track "The Grand Slam" sowie "Winter Song" abspielt, sind einfach spannende Augenblick, Songs, die einen Wiedererkennungswert haben und über eine starke Haftwirkung verfügen.
Ist der Opener einer der Songs auf der vorliegenden Platte, die mit hohen Rock-Qualitäten aufwarten kann, geht es beim letzten Track anders zu. Ja, es rockt, die Gitarren-Riffs sind etwas tiefer gelegt und insgesamt haben wir es hier mit einer wunderschönen Power-Ballade im Stadion-Format zu tun. Da sieht man vor dem geistigen Auge förmlich die Handy-Taschenlampen glühen und auch jetzt sind die Vocals so etwas von überzeugend. Ausgestattet mit einem himmlischen Sechssaiter-Solo erleben wir Spidergawd in Bestform. Richtung ruhigeres Ende dominieren die Gitarren-Klänge. Highlight!
"200 Miles High" setzt die nächsten Ausrufezeichen.
Hochgeschwindigkeit ist angesagt und man darf diesen Track als einen höchst überzeugenden Rocker auf großen Bühnen ansehen. Fetzige Stimmung macht die Runde und dann passt der Backing-Chor auch noch in den perfekt sitzenden Rock-Schuh. Super!
Auch "The Hunter" passt mit seinem Rock’n’Roll meisterhaft ins Album-Getriebe mit seinen acht Songs. Im Verlauf verpasst die Combo dem Track auch noch eine Tempoverschärfung, in der sich zu vehement riffenden Gitarren ein Sechssaiter-Alleingang in den Himmel der Glückseligkeit propellert.
"The Ghost Of Eirik Raude" verorten wir ebenfalls in der Rubrik der abgehenden Rock-Nummern. Ein ums andere Mal verzücken uns die variantenreichen Gitarren-Soli.
"From Eight To Infinity" von Spidergawd ist Rock auf ganz hohem Niveau.
"From Eight To Infinity" von Spidergawd ist eine vielseitig Reise durch die Rock-Musik und macht von Beginn bis Ende einfach Laune.
Line-up Spidergawd:
Per Borten (guitar, vocals)
Brynjar Takle Ohr (guitar, vocals)
Hallvard Gaardløs (bass, vocals)
Kenneth Kapstad (drums)
Rolf Martin Snustad (bariton saxophone)
Tracklist "From Eight To Infinity":
- The Grand Slam
- Revolution
- One In A Million
- Confirmation
- 200 Miles High
- The Hunter
- The Ghost Of Eirik Raude
- Winter Song
Gesamtspielzeit: 40:25, Erscheinungsjahr: 2025



Neueste Kommentare