Suecide High-Frontmann Renaud Mayeur ist ein vielbeschäftigter Künstler, zu dem und Suecide High Noisolution unter anderem schreibt:
»[…] Renaud Mayeur schreibt seit mehr als zwanzig Jahren Songs, nimmt sie auf und tourt mit renommierten belgischen Bands wie Hulk, La Muerte und Triggerfinger. Zusätzlich eröffnete das Komponieren von Filmmusik neue Horizonte und veranlasste ihn, sich mit klassischer, elektronischer und traditioneller Musik auseinanderzusetzen, während er gleichzeitig seine Herangehensweise an das Songwriting grundlegend neu gestaltete. Auf diesem Weg arbeitet er mit JJ Burnel (The Starnglers) zusammen und stand gemeinsam mit Captain Sensible (The Damned) auf der Bühne. Dann stoppte ihn eine unerwartete Diagnose: ein inoperabler Hirntumor. Entgegen aller Erwartungen stabilisierte sich sein Zustand wieder – und schließlich schrumpfte der Tumor sogar. Diese Erfahrung stärkte seine Enschlossenheit, Songs mit Ehrlichkeit, Klarheit und Zielstrebigkeit zu schreiben und er gründete mit alten Freunden Suecide High. […]«
"Chaos Has Its Charm" ist das Debütalbum von Suecide High.
Dieses Quartett serviert uns zwölf Songs, die es in sich haben und unsere Trommelfelle ordentlich in Schwingungen versetzen.
Suecide High lässt in den 42:19 Minuten Gesamtspielzeit ein wahres Festival sehr unterschiedlicher Eindrücke vom Stapel.
»[…] Schwarzer Humor, scharfsinnige Beobachtungen, […] Widerstandskraft, […] Angst, Manipulation und Desillusionierung […]« prägen die Texte.
Die Combo Suecide High ist ein Experte, was hinlangende Riffs und Power angeht.
"Chaos Has Its Charm" schwimmt auf einer Welle der Freude. Irgendwie kann man gar nicht genug bekommen von dem Reichtum an Riff-Abwechslung und rhythmischer Variationen.
Passend zum dynamischen Treiben kommt Renaud Mayeurs Gesang, bei Bedarf auch phasenweise verfremdet, richtig gut rüber. Der Frontmann nähert sich zeitweise auch düster-bedrohlichen Spoken Words.
In dem Dutzend Kompositionen zündet man ein Feuerwerk nach dem anderen.
Die ganze Angelegenheit wird von hinlangenden E-Gitarren-Soli überzogen und bei der wohltemperierten Energie sorgen Intermezzi der ruhigeren Art für Momente des Durchatmens.
Bei aller Härte setzt Suecide High aber auch auf Melodien, die einen dazu veranlassen, mitzusummen.
Bemerkenswert ist darüber hinaus, wie gut sich Bassist Fabrice Giancinto sowie Schlagzeuger Charly Cornez auch im Gesamtsound des Albums präsentieren. Hier und da hat der Bassmann Gelegenheit, sein Können auf den dicken Saiten ganz besonders in den Vordergrund zu stellen.
Das Hörangebot reicht von Heavy Rock, der sich auf beeindruckende Art auch dem Stoner Rock annähert und vorzüglich in ihn eintaucht, über den Alternative Rock bis hin zu Teilen, in denen die Psychedelic mit Wah Wah-Pedal-Action das Sagen hat.
Rock’n’Roll à la Suecide High steht ebenfalls auf der Tagesordnung.
Diese Musik muss man einfach gut finden.
Zieht man das musikalische Verständnis der Formation in Betracht, dann gibt es neben den besagten relaxten Breaks nur einen Song, den man in der Abteilung Ballade verorten kann. Dabei handelt es sich um das abschließende "The Hard Way". Dafür begleitet die akustische Gitarre den in Richtung Spoken Words gehenden Gesang. Die E-Gitarre sorgt für gefühlvolle Blitzlichter, Percussion-Sounds eskortieren die Vocals und Keyboard-Einschübe verfeinern den Track.
"Chaos Has Its Charm" von Suecide High ist mit seinen zwölf Songs ein Ticket für beste Rock-Unterhaltung.
"Chaos Has Its Charm" von Suecide High zündet vom ersten Song an und lässt in seiner positiven Wirkung nicht nach.
Line-up Suecide High:
Renaud Mayeur (guitar, keyboards, percussions, vocals)
Stéphane Panozzo (guitars)
Fabrice Giancinto (bass)
Charly Cornez (drums)
Tracklist "Chaos Has Its Charm":
- Suecide High
- Feel The Flames
- I’m A Miracle
- Thousand Years
- Chaos Has Its Charm
- Darkness Falls
- Let The People Ride On
- Devastating Man
- Man Of Principle
- Somewhere Else
- Nowhere Home
- The Hard Way
Gesamtspielzeit: 42:19, Erscheinungsjahr: 2026



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