Bei Tribeqa handelt es sich um ein Afro-Soul-Jazz-Global Groove-Quartett aus Nantes, "Sumu" ist ihr viertes Album. Die soeben genannte Bezeichnung lässt darauf schließen, das wir sehr vielseitige und vielschichtige Musik erwarten dürfen. Denn es verschmelzen wie selbstverständlich Einflüsse aus Europa, Westafrika und den USA.
Gleich von Beginn an wird man jedoch zunächst durch die afrikanischen Instrumente und den Rhythmus in diese Musik eingesogen auf eine Reise nach Afrika. Ja, das ist wirklich sehr mitreißend, und dazu kommt noch, dass man hier offensichtlich angestrebt hat, eine besondere Fusion zu erzeugen, einerseits die folkloristisch stark ausgeprägten Elemente und andererseits die Einbeziehung moderner Bearbeitungen, unter anderem verwendet man Synthesizer.
Doch ist das letztlich nicht Alles, denn bereits beim zweiten Song wird gerapt! Wir hören den dänischen Rapper Blacc El, der seine Ursprünge in Uganda/Lesotho hat. Somit geraten wir in einen absolut mitreißenden und lebendigen Strudel vitalen Sounds, bei dem sich Afro-Soul und Hip-Hop die Hand geben. Insgesamt werden verschiedene Sprachen bemüht bei der Songgestaltung, wir hören Französisch, Englisch, Spanisch und die westafrikanische Mande-Sprache Dioula.
Und so bietet eigentlich jeder neue Song neue Eindrücke, die jedoch, gesamtheitlich betrachtet, eine dichte Einheit ergeben. "Dembele" klingt wiederum sehr afrikanisch, und eine Flöte stellt sich programmierten Sounds entgegen, und gesanglich sind wir mitten in Afrika, der Rhythmus wird noch durch den Gitarrensound unterstützt. Und das ist alles unglaublich 'elastisch' und bewegt sich rhythmisch elegant dermaßen stark, dass man unweigerlich das Bedürfnis verspürt, die müden alten Knochen noch einmal in Bewegung setzen zu wollen.
So ist die Musik auf "Sumu" eines der nicht so häufigen Beispiele dafür, wie man natürliche und programmierte Rhythmen unter einen Hut bringen kann. Und das geschieht auf hervorragend harmonische Weise, dieses Miteinander, das sehr viele Wärme und Menschlichkeit ausstrahlt. Die Musiker verstehen es, diese verschiedenen Elemente auf elegante, präzise und gleichzeitig natürliche Art und Weise darzubieten.
Insofern schwingen durch die zehn Songs dieser Veröffentlichung solche Begriffe von Kollektivität, Gemeinsamkeit, Zusammenhalt, kreative Schaffenskraft mit, Alles, was letztlich den Körper als auch die Seele in eine wohlige Stimmung versetzen kann. Mitgeholfen haben dabei einige nicht gerade unbekannte Künstler, wie Magic Malik, der Jazz-Flötist, ein weiterer Rapper mit Mr. J.Mereiros, sowie einige Musiker aus einer bekannten Griot-Familie.
Line-up Tribeqa:
QUENTIN Josselin (balafons chromatiques, vibraphone, Moog, choeurs, percussions, compositions)
ARNOUX Etienne (guitares, co-compositions)
OHEIX Malou (chant, Moog)
OUVRARD Julien (batterie)
plus guests
Tracklist "Sumu":
- Sumu (4:25)
- Artist (3:19)
- Dembele (5:30)
- Respire (3:14)
- Grand Bassam (4:13)
- Family (3:25)
- Secteur 22 (3:25)
- Kouma (4:40)
- Life (3:57)
- Wayo (5:44)
Gesamtspielzeit: 41:56, Erscheinungsjahr: 2025



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