Kurz vor seinem 72. Geburtstag ist der frühere Basser der Scorpions, Francis Buchholz, seinem Krebsleiden erlegen.
»Mit tiefer Trauer und schwerem Herzen teilen wir mit, dass unser geliebter Francis gestern nach einem stillen Kampf gegen den Krebs verstorben ist. Er ist friedlich, umgeben von Liebe, von uns gegangen«, so die Worte seiner Frau in den sozialen Medien.
Es wäre viel zu kurz gesprungen, den Bassisten lediglich als ehemaliges Mitglied der Scorpions zu bezeichnen, denn Francis hatte vor den Scorpions eine Band. Diese Band, Dawn Road, war quasi wie ein Herzschrittmacher für die Scorpions, die 1973 ’nur' noch aus Klaus Meine und Rudolf Schenker bestanden. Durch die Fusion mit Dawn Road kamen Francis Buchholz, Drummer Jürgen Rosenthal, Keyboarder Achim Kirschning sowie Uli Jon Roth ins Line-up und das Hannoveraner Spinnentier konnte wieder laufen.
Der Rest ist Geschichte.
Ende der 1970er gründete Francis Buchholz eine Tontechnikfirma und war für viele Künstler eine gute Adresse. Sein Name war natürlich bekannt, denn Plattenverkäufe im zweistelligen Millionenbereich und mehr als 50 Gold und Platin-Preise sind eine Hausnummer.
An weiteren Auszeichnungen seien mit dem Echo, dem Bravo Otto und dem Word Music Award nur mal drei Exemplare genannt. Francis war bis zu seinem Rückzug 1992 ins Privatleben, auch Geschäftsführer der Scorpions GmbH.
Privatleben bedeutete aber nicht Rasenmähen und Zeitung lesen. Er schrieb ein Lehrbuch für Bassisten, war als Berater, Manager und Verleger tätig.
Später war er auch wieder musikalisch unterwegs; unter anderem mit Uli Jon Roth, Michael Schenker, Hermann Rarebell, Doogie White, Wayne Findley oder Claus Lessman.
Francis Buchholz spielte den Bass zu den Zeiten, die für den Schreiber dieser Zeilen die musikalisch besten der Scorpions waren.
R.I.P. Francis



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