Anger Is Energy hat einen Nachfolger bekommen.
Anger MGMT. aus Winterthur brachte Ende April 2026 "Anger Is Eternal" auf den Markt.
Aus der Pressemitteilung bei Noisolution geht unter anderem hervor:
»[…] Es sind sicher die Zeiten, die Kunst und Kultur wieder zu wütenden Aussagen treiben. Anger MGMT gehören zu den Bands, die etwas sagen wollen. Die Inhalte für genauso wertvoll ansehen, wie die Musik. Eine Band, die sich positioniert, die unruhig auf der Stelle tritt und politisch aktiv ist. […] Hier wird Musik als Ventil genutzt, um Wut in etwas Kreatives umzuwandeln. Zeitgemäß, hart, ruppig mit Kanten und doch eingängig mit einem leicht melancholischen Wave-Schatten überzogen. Postpunk, Punk, Grunge, Garagerock… […] Frontmann und Sänger Nik Petronijevic singt dabei viel über eigene Erfahrungen mit seiner Angsterkrankung, über Suizid Gedanken und das latente Gefühl, nicht dazuzugehören. Trotz all diesen dunklen Themen gibt das Album auch Halt, Hoffnung und soll positive Energien freisetzen, Wut in Energie auflösen. Nik leidet bereits seit seiner Kindheit an einer ausgeprägten Angsterkrankung und Depressionen. […] Die drei Mitglieder der Band sind aber auch keine Unbekannten in ihrer Szene und haben Erfahrungen in anderen Bands gesammelt (check out: The Shattered Mind Machine). […]«
Wer "Anger Is Energy" kennt, wird sich auch über "Anger Is Eternal" mit seinen neuen Wendungen freuen.
Anger MGMT. ist eine der wenigen Bands, dessen musikalische Schärfe, gebettet im Post Punk, Garage Rock oder Grunge, unverkennbar eine deutliche Handschrift des Schweizer Trios trägt.
Gut an der Veröffentlichung, die auch als LP erscheint, ist, dass man dem Digipak ein Booklet mit allen aussagekräftigen Texten beigefügt hat.
Anger MGMT. sorgte für Alarm in den vier heimischen Wänden.
Ohne eine Hauch von Zweifel geht hier die Post ab. Schon belegt durch den ersten Song "I Thought I’d Started To Make Progress Again". Mit fuzzig-flirrende Gitarren geht es in die Vollen. Einige Breaks geben Gelegenheit zum Luft holen. Diese Nummer, deren Dynamik durch einen hypnotischen Dominik Juncker-Rhythmus akzentuiert wird, ist ein Stück, das einen Hoffnung auf mehr solcher Power-Lieder macht.
Nicht ganz so aufwühlend, aber immer noch voller Energie, geht es weiter mit "Torch The Lies", in dem man ein gutes E-Gitarren-Solo untergebracht hat. Ja, Anger MGMT. weiß, wo der Hammer hängt und "Under My Skin" verdeutlicht, wie variantenreich Nik Petronijevic singen kann. Die ersten drei Nummern zeugen nicht nur von einem klasse Songwriting, sondern unterstreichen auch, wie ausgesprochen gut es die Combo beherrscht, die Leute vor den Lautsprechern bei Laune zu halten. Die Hooklines passen perfekt und man spürt förmlich, dass sich dieses Trio sozusagen blind versteht.
In "Cut The Rot" ist der Bubonix-Mann Thorsten Polomski mit von der Partie.
1:02 Minuten Punk aus der Vollgas-Abteilung, auch wenn es ein kurzes Break gibt. Ein Hinhörer voller Ausbegehren.
Der folgende Track setzt mit einer sehr ausgewogenen Dynamik ein weiteres Ausrufezeichen und auch "Echoes" ist ein Song mit mächtigem Drive und wie gemacht zum Tanzen oder Fuß wippen.
"Anger Is Eternal" schließt mit "Buzz". War es gerade noch Tanzen, ist jetzt Mitsingen angesagt. Leicht verfremdete Vocals verpassen dem Stück eine etwas psychedelische Note und dieses ruhige Intermezzo mit aufbegehrenden Gitarren ist ein Volltreffer.
Ein Volltreffer ist auch das komplette Album von Anger MGMT.
Die elf Stücke unterstreichen, dass das Trio einen deutliche Schritt zu einer eigenen Identität gemacht hat.
Line-up Anger MGMT.:
Nik Petronijevic (guitar, vocals)
Dominik Juncker (drums)
Simon Hirzel (bass, backing vocals)
With:
Thorsten Polomski (#6)
Tracklist "Anger Is Eternal":
- I Thought I’d Started To Make Progress Again
- Torch The Lies
- Under My Skin
- Trace The Tracks
- In This Body
- Cut The Rot (feat. Thorsten Polomski)
- Keep Trying
- Anything Ahead
- Echoes
- No Future No Past
- Buzz
Gesamtspielzeit: 34:00, Erscheinungsjahr: 2026



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