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Patrik Jansson Band / Different Shades Of Blue – CD-Review

Im Herbst 2022 erschien Patrik Janssons Solo-Album Game Changer.
Okay, der schwedische Musiker ist bei "Game Changer" nicht nur Sänger, sondern auch mit ungemein vielen Instrumenten am Start.
Dennoch wirken bei einigen Songs Gäste mit.
Unter anderem ist es Saxofonist Tommy Schneller.
Aus der Rezension:
»[…] "Game Changer" wird zweigleisig erfolgreich sein.
Einerseits bleiben ihm seine Fans treu und andererseits werden ihm wegen dieser Scheibe neue Anhänger gewiss sein. […]«

"Different Shades Of Blue" ist die Sommer 2026-Veröffentlichung und wurde abermals mit Gästen und dieses Mal mit einer Band eingespielt.
Das vorliegende Album erscheint laut Label Sneaky Foot Records als CD, LP oder Streaming.
Aufgenommen in den Shack Studios bringen es die acht Tracks auf eine Gesamtspielzeit von 38:48 Minuten.
Diese Zeitspanne schaffen andere Bands mit einer EP.

"Different Shades Of Blue" offenbart Patrik Janssons Stärke als Songwriter.
Die acht Nummern spannen ein großes Dach über den Blues des Schweden.
Beim Blues Rock lässt es die Patrik Jansson Band krachen.
Die Balladen sind beeindruckende Einzelstücke großformatiger Emotionen.
Neben dem Bandvorsteher steht Tastenmann Robin Hillgren bei vielen Tracks ebenfalls im Fokus der Aufmerksamkeit.
Harper Jesper Larssons Mitwirken ist ausnahmslos von bemerkemswerter Hingabe.
Saxofonist Stephen Spencer, Yahlmar Olofsson-Tuisku (Posaune) sowie Trompeter Erik Forsberg formieren sich zu einer klasse Brass-Section.

Der Album-Start mit dem Titel "What’s Up?" und einem schön-groovenden Shuffle von Trommler Daniel Sohlberg ist ein Track ohne Text. Dafür gibt es ein erstes von Klangeffekten sowie Wah Wah-Pedal-Action begleitetes Gitarren-Solo und oberdrauf auch noch einen klasse Stephen Spencer-Alleingang. Ein Opener wie gemacht für weitere Kompositionen.

Bei "Different Shades Of Blue" spielen Balladen eine nicht unerhebliche Rolle.
"Love Is A Gamble" ist der erste Track, bei dem die Drehzahl auf Balladen-Niveau heruntergeschraubt wird. Slow Blues mit Gänsehaut-Faktor. Der Frontmann singt mit einer klasse Stimme und gerade hier, bei der verlangsamten Art des Zwölftakters zeigt Patrik Jansson, welch exzeptionelles Sechssaiter-Feeling er hat. In einem Atemzug darf Robin Hillgren genannt werden. Sein Solo klingt nach Hammond-Orgel.
Auch "Love And War" sowie "Lullaby For Deci" sortieren sich bei den Liedern aus der verkehrsberuhigten Zone ein. Patrik Jansson lässt seine E-Gitarre im Wiegenlied herrlich sanft sowie melodiös klingen. Für die Begleitung nimmt sich Robin Hillgren zurück und Daniel Sohlberg ist sehr dezent unterwegs, berührt mit den Drumsticks nur die Kante einer Trommel. Wie das erste Stück ist der Album-Abschluss ein Instrumental, das die Platte in einer sehr relaxten Stimmung abschließt. Ein Lied zum Träumen.

Selbstredend ruft die Patrik Jansson Band auch die rockenden Varianten des Blues auf den Plan.
Dazu zählt das bereits weiter oben gelistete "What’s Up?". In Funk-Auslage kommt "Gold Digger" daher. Die ganze Gruppe befindet sich im Funk-Modus, besonders gekennzeichnet durch Daniel Sohlbergs Drumming und Robin Hillgren verschärft den positiven Eindruck dieser Nummer.
Zwölftakter aus Chicago, der Windy City des Blues, gefällig? Den bedient man mit "Keep Me Satisfied". Patrik Janssons Solis sind einfach Hinhörer und verbreiten ein ums andere Mal gute Laune.
Noch mehr Chicago-Stimmung bietet "Joline", aufgeladen mit Harp, Brass-Section und einem weiteren Wah Wah-Pedal-Solo. Highlight!
Bei etwas zurück genommenem Tempo zählt "Know Where To Go" dennoch zu den flotteren Songs der Veröffentlichung. Und macht auch Laune.

"Different Shades Of Blue" von der Patrik Jansson Band ist eine kurzweilige und facettenreich Veröffentlichung.
"Different Shades Of Blue" von der Patrik Jansson Band ist eine Empfehlung.


Line-up Patrik Jansson Band:

Patrik Jansson (vocals, guitar, percussion)
Robin Hillgren (organ, keyboards, backing vocals)
Thomas Andersson (bass)
Daniel Sohlberg (drums)

Additional Musicians:
Jesper Larsson (harmonica)
Stephen Spencer (saxophone)
Yahlmar Olofsson-Tuisku (trombone)
Erik Forsberg (trumpet)

Tracklist "Different Shades Of Blue":

  1. What’s Up?
  2. Gold Digger
  3. Keep Me Satisfied
  4. Know Where To Go
  5. Love Is A Gamble
  6. Joline
  7. Love And War
  8. Lullaby For Deci

Gesamtspielzeit: 38:48, Erscheinungsjahr: 2026

Über den Autor

Joachim 'Joe' Brookes

Genres: Blues, Blues Rock, Alternative Music, Space Rock, Psychedelic Music, Stoner Rock, Jazz ...
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