Nachdem die Band Apewards 2023 das Album Akrasia auf den Markt brachte, gibt es nun einen Nachfolger mit dem Titel "Liminal Choices".
Bei Noisolution lesen wir dazu unter anderem:
»[…] "Liminal Choices" ist ein Album, in dem die einzelnen Songs miteinander verbunden sind und gleichzeitig individuelle Geschichten erzählen. Die Lieder beschäftigen sich mit universellen Emotionen und Erfahrungen, die viele Menschen nachvollziehen können. Themen wie das Gefühl der Entfremdung, der Wunsch nach Veränderung, das Feiern von Erfolgen sowie das Scheitern auf dem Weg zur Selbstfindung stehen im Mittelpunkt. Der Begriff 'liminal' beschreibt einen Schwellenzustand, den Übergang von einem Zustand in den nächsten, den Moment zwischen den Stühlen. In diesen Momenten der Unsicherheit und des Wandels treffen wir Entscheidungen, die unser weiteres Leben maßgeblich beeinflussen. […]«
Apewards präsentieren auf der vorliegenden Platte eine Musik mit ordentlichem Druck und einer klasse Dynamik.
Entgegen dem Song "Hesitation" ist die instrumentale Eröffnung "The Call" kurz und geradezu luftig arrangiert.
"Hesitation" ist da aus einem ganz anderen Rock-Holz geschnitzt. Eine bockstarke Nummer kommt da auf die Leute vor den Lautsprechern zu. Volle Pulle Rock der beeindruckenden Art. Apewards wollen es wissen. Sie bringen die Nervenenden in klasse Vibrations und man hat seine Freude an der Abwechslung in diesem Track, besonders während eines ruhigeren Intermezzos mit Bass-Variationen und einem fetzigen Nico Gehle-E-Gitarren-Solo.
Kontrast ist angesagt, wenn das Trio "A Standing Apart" aufruft.
Apewards widmen sich balladesken Momenten in Form und fokussieren ihre Fähigkeiten auf den Blues, den sie mit einer selbstverständlichen Überzeugungskraft servieren. Wie es oft beim Slow Blues der Fall ist, erhebt sich Nico Gehle in seinem Alleingang in höhere Sphären, begleitet von einem tollen Frank Eckerle-Drumming. Bassmann Lukas Plümpe ist die weitere treibende Kraft und er ist es, den wir hier und da bei anderen Nummern auch im Vordergrund wahrnehmen.
"Splendour Of Waves" ist auf dem Album eine Zwischenstation der bemerkenswerten Art, denn wir lauschen beinahe andächtig den faszinierenden Läufen auf der akustischen Gitarre.
Noch feiner kommt das Outro "Melancholia" daher. Was hier auf der akustischen Gitarre mit Fingerpicking geboten wird, ist ganz hohes Niveau zeitloser Instrumentalmusik. Dieses Lied würde auf jeder Singer/Songwriter-Platte seinen berechtigten Platz einnehmen.
Apewards mögen, wie bereits erwähnt, auch den Zwölftakter.
So ist "Red Mountains" eine höchst emotionale Blues-Ballade. Ein Hammer, diese Nummer! Die Dynamik pendelt zwischen einer Langsamkeit vor dem Nullpunkt und Spitzen, die einem fast den Atem rauben. Angereichert mit verdammt viel hochokanigen Fretboard-Fahrten und gefühlvoller Saitenkultur ist dieses Stück ein Highlight der Überraschungen.
Mit "Becoming" biegt das Trio abermals auf die Überholspur des Highway ab. Klasse Riff-Rock. Apewards bieten uns ganz allgemein Rock-Musik mit einer tollen Abwechslung.
Dieses relaxte Intermezzo in "Thorns Of Passage" ist der Gänsehaut-Kontrast zum tonnenschweren Rock in dem Track mit furiosem Ende.
"Liminal Choices" von den Apewards zündet stante pede.
"Liminal Choices" von den Apewards ist abwechslungsreich und mit einem eigenständigen Blick in den Rückspiegel versehen.
Das Album ist als CD, LP (red vinyl) und als Download erhältlich.
Bleibt gesund und nehmt euch zur Ablenkung Zeit für gute Musik.
Line-up Apewards:
Nico Gehle (vocals, guitar)
Lukas Plümpe (bass, vocals)
Frank Eckerle (drums, synthesizers)
Tracklist "Liminal Choices":
- The Call
- Hesitation
- Thorns Of Passage
- Toxic Trait
- Ashes
- A Standing Apart
- Splendour Of Waves
- Machines In
- Becoming
- Homeward Bound
- Red Mountains
- Melancholia
Gesamtspielzeit: 41:36, Erscheinungsjahr: 2025



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