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Bros. Landreth / Dog Ear – Digital-Review

Was The Bros. Landreth unter anderem über das Album "Dog Ear" sagen, lesen wir bei networking Media:
»[…] Die Songs drehten sich immer wieder um das Thema Zuflucht – ein Leuchtturm, eine Küste, das Eselsohr ("dog ear") im Buch […]Es sind kleine Gebete, wer wir für unsere Kinder sein wollen, und hoffnungsvolle Ideen, wer sie für ihre eigenen Communities werden könnten. […]«
Aus der Pressemitteilung von networking Media: »[…] Der Großteil des Albums wurde nach einigen gescheiterten Startversuchen innerhalb von 5 Tagen aufgenommen. Sie kamen zusammen, sprachen über die schwierigen Dinge, die sie besprechen mussten. Sie umarmten sich, sie weinten, sie waren offen und ehrlich. Dann gingen sie gemeinsam ins Studio und nahmen ein fantastisches Album auf. […] Dieses Album strahlt mehr Freude, Hoffnung und Familienzusammenhalt aus! […]«

Wie aus den Zitaten hervorgeht, ist "Dog Ear" ein sehr persönliches Album.
"Dog Ear" beginnt mit einem Highlight, denn in "Sunrise, Sunset" hören wir nur Joey Landreth, der sich zu seinem klasse Gesang ausschließlich auf der Gitarre begleitet. Melodische Sechssaiter-Klänge treffen auf eine sehnsüchtige Stimme von Joey Landreth. Ein ausgezeichneter Start mit einem feinen Blues-Feeling.

Als Gast ist Bonnie Raitt mit von der Partie.
Sie singt bei "Half Mood Eyes" mit im Chor. Auch dieses – in den Blues getunktes – Stück gefällt uns. Die Zwölftakter-Atmosphäre wir durch klasse Slide-Sounds verstärkt. Noch ein Highlight auf "Dog Ear".
Es ist Zeit für ein Duett. In "Knuckles" ist Bonnie Raitt dann mit ihrer Stimme mehr im Vordergrund und neben der Gänsehaut bei dieser herzzerreißenden Ballade, schleicht sich dieser Track tief unter die Haut. Trotz der entspannten Stimmung ist "Knuckles" voller Spannung. Roman Clarke streicht mit den Jazzbesen über die Felle und Glenn Patscha knüpft einen wunderschönen Hammond-B3-Keyboard-Teppich.

Eine weitere Sängerin bereichert das Album.
Es ist die Kanadierin Begonia, die wir im abschließenden "Strange Dear" hören. Joey Landreth spielt Piano und abermals haben wir es mit einer Ballade zu tun. Einkehr ist angesagt und im Refrain ergänzt Begonias Stimme den Gesang auf wunderschöne Art. Auch hier handelt es sich um ein Highlight. Bei den Gast-Sängerinnen hat man genau die richtige Wahl getroffen.

Nun war bisher nur von ruhigen bis geradezu andächtigen Momenten auf dem Album die Rede.
Bei "I’ll Drive" stecken die Bros. Landreth das Feld der rockenden Roots Music ab. Wow! Slide Gitarre und eine vom Wah Wah-Pedal getriebene E-Gitarre geben sich hier eine Stelldichein. Roman Clarke ist der antreibende Motor und diese Wah Wah-Einlagen verpassen der Nummer einen funky Charakter. Ein knackiges E-Gitarren-Solo macht seine Runden. Super!
"Let Me Down Easy" beginnt sphärisch-verhalten mit Streicher-Klängen von Ben Plotnick (Violine, Viola) sowie Kaitlyn Raitz (Cello) und mündet in eine herrlich groovende Nummer mit einem kleinen Anteil von rockender Atmosphäre. An dieser Stelle muss Tasten-Gast Glenn Patscha erwähnt werden. Beeindruckend, wie er bei den Stücken in ganz unterschiedlichen Varianten bezaubernde Stimmungen kreiert.
"Wide Awake And Dreaming" darf man ebenfalls zu den Liedern zählen, die von einem rockenden Ambiente geprägt werden. Hier sind es wieder die Slide-Sounds und der großformatigen Refrain, die anziehende wirken.

"Dog Ear" von Bros. Landreth ist einerseits in den ruhigen-erzählenden Aspekten stets melodisch wie ein sanfter Wind, der die herbstliche Blätter zum Rascheln bringen und anderseits ein Album mit rockenden Momenten, in denen die Slide-Gitarre eine vornehmliche Rolle spielt.
"Dog Ear" von Bros. Landreth ist ein  Album der Spitzenklasse.


Line-up Bros. Landreth:

Joey Landreth (vocals – #1-11, guitars – #1-10, piano – #11)
Dave Landreth (vocals, – #2-11, bass 2-11, acoustic guitar – #6)
Roman Clarke (vocals – #2-10, drums – #2-10)

With additional performances by:
Bonnie Raitt (vocals – #8, backing vocals – #5)
Begonia (vocals – #11)
Glenn Patscha (keyboards – #2-11)
Joseph Lorge /(tambourine – #4)
Murray Pulver (additional guitars – #5,8,9)
Ben Plotnick (violin, viola, string arrangment – #9)
Kaitlyn Raitz (cello – #9)

Tracklist "Dog Ear":

  1. Sunrise, Sunset
  2. I’ll Drive
  3. Half Of Me
  4. Vicent
  5. Half Mood Eyes
  6. Tumbing Wild
  7. Dog Ear
  8. Knuckles
  9. Let Me Down Easy
  10. Wide Awake And Dreaming
  11. Strange Dear

Gesamtspielzeit: 38:24, Erscheinungsjahr: 2025

Über den Autor

Joachim 'Joe' Brookes

Genres: Blues, Blues Rock, Alternative Music, Space Rock, Psychedelic Music, Stoner Rock, Jazz ...
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