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Dana Fuchs / Live In Denmark – Digital-Review

Aus der Pressemitteilung von Ruf Records.
"Live In Denmark" wurde »[…] in einer einzigen, unvergesslichen Nacht im Godset in Kolding, Dänemark, aufgenommen. […] Aufgenommen ohne Overdubs oder Nachbearbeitung – nur mit Gesang, Gitarren, Bass und Schlagzeug – ist Live In Denmark eine furchtlose Momentaufnahme von Fuchs in ihrer verletzlichsten und kraftvollsten Form. […]«
Dana Fuchs meint:
»[…] Letzten Herbst bin ich für eine kleine Tour nach Dänemark gefahren, und mein Label Ruf Records und mein Manager haben beschlossen, dass wir dort ein Live-Album aufnehmen sollten. Mein vorheriges Album, Borrowed Time, wurde aufgrund der Pandemie nicht ausreichend beworben, und dies schien mir eine Chance zu sein, das wieder gut zu machen. […]Wir hatten nur EINE Nacht Zeit, um es aufzunehmen. Kein Sicherheitsnetz, keine zweite Chance, keine Nachbesserungen in der Postproduktion. Nur meine Stimme, Gitarre, Bass und Schlagzeug und wenig Zeit für den Mix. Ich war, gelinde gesagt, skeptisch. […]«

Die zehn Songs reflektierten die Power einer Dana Fuchs mit einer bemerkenswerten rauen und emotionalen Tiefe.
Ein super rockenden Opener mit dem Titel "Double Down On Wrong", einem ruhigen Beginn und rauem Gesang der Bandleaderin sorgt state pede für Stimmung in den heimischen vier Wänden. Die Mitmusiker sind voll auf der Höhe und das E-Gitarren-Solo mit Sound-Effekt ausgestattet, ist von einer nicht von der Hand zu weisenden Hingabe geprägt. Klasse kommt der relaxte Part rüber. Er stellt die von überschwänglichen Gefühlen geprägte Stimme beeindruckend in den Vordergrund. Gleich zu Beginn ein Highlight.

Eine Spielzeit von 7:15 Minuten macht neugierig auf "Curtain Close".
Piero Perelli trommelt einen stetigen Beat und schon erfüllen neben einem treibenden Tempo zwischendrin balladeske Phasen die Szenerie. Klasse, wie man gefühlvoll den Klassiker "Ain’t No Love In The Heart Of The City", auch bekannt von Whitesnake, integriert. Toll!
Nicht viel kürzer ist "Home Is Where The Hatred Is" mit seinen 6:49 Minuten. Mehr als bei "Curtain Close" wird die Geschwindigkeit runtergeschraubt ohne an Intensität nachzulassen. Ein federleichter Funk durchzieht die Nummer. Feine Sechssaiter-Sounds sorgen für anhaltende Freude. Piero Perelli ist mit seinen Drumstick auch auf den Trommelkanten unterwegs.

Ganz allgemein muss man Dana Fuchs und ihrer Band großen Respekt zollen, dass bei diesem Gig alles glatt über die Bühne ging.

Ein weiterer Höhepunkt erwartet uns mit "Blue Mist Road".
Dieser Slow Blues ist gepaart mit klasse Melodien und an dieser Stelle sei ein letztes Mal darauf hingewiesen, über welch eine tolle Blues-Stimme Dana Fuchs verfügt. Bei ansteigender Dynamik gibt es eine nächste Fretboard-Fahrt, die auch einen Wah Wah-Pedal-Einsatz integriert. Dafür gibt es mit Recht Szenenapplaus vom Publikum. Aus meiner Sicht ist "Nothing You Own" die ultimative Ballade von "Live In Denmark". Die Gitarren-Soli sind allesamt Feinkost.

Riffs, Riffs und nochmals Riffs. Hammer! Dieses "Hard Road" steigert die Freude der Leute vor den Lautsprechern und jetzt ist es an der Zeit den guten Chorgesang von Gitarrist Jon Diamond lobend zu erwähnen. Ein prächtiger Blues-Rocker, in dem Bassist Kevin Mackall seinem Tieftöner die Sporen gibt. Dann ist da noch der zeitlose "Superman". »[…] The house is on fire […]« singt die Protagonistin und ja, symbolisch kann man die Stimmung des mitklatschenden Publikums so beschreiben. Ein Song mit Fußwippen-Groove und einer gesanglich zeitweise zügellosen Dana Fuchs. Das Stück endet beeindruckend.

Wow! Da erschrickt man schon ein wenig, wenn Dana Fuchs am Anfang von "Sympathy For The Devil" – nur begleitet von Drummer Piero Perelli – dreimal ins Mikro schreit. Die The Rolling Stones-Nummer mit individueller Prägung und einem sehr stimmungsvollen Abschluss einer tollen Dana Fuchs-Live-Platte, die über die gesamte Spielzeit von 56:49 Minuten voll überzeugt.

"Live In Denmark" von Dana Fuchs ist beste Blues-/Blues Rock-Kost.
"Live In Denmark" von Dana Fuchs macht richtig Laune und ihre Skepsis vor diesem Auftritt wird durch die Tracks förmlich vaporisiert.


Line-up Dana Fuchs:

Dana Fuchs (vocals, acoustic guitar, cajón, tambourine)
Jon Diamond (guitar, backing vocals)
Kevin Mackall (bass)
Piero Perelli (drums)

Tracklist "Live In Denmark":

  1. Double Down On Wrong (05:59)
  2. Hard Road (04:59)
  3. Blue Mist Road (06:39)
  4. Superman (05:25)
  5. Nothing You Own (06:08)
  6. Home Is Where The Hatred Is (06:49)
  7. Borrowed Time (03:28)
  8. Battle Lines (04:41)
  9. Curtain Close (07:15)
  10. Sympathy For The Devil (05:26)

Gesamtspielzeit: 56:49, Erscheinungsjahr: 2026

Über den Autor

Joachim 'Joe' Brookes

Genres: Blues, Blues Rock, Alternative Music, Space Rock, Psychedelic Music, Stoner Rock, Jazz ...
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