«

»

Rovar / Smoke – Digital-Review

Zur Band Rovar und ihrem Album "Smoke" lesen wir bei Noisolution unter anderem:
»[…] Die erste EP des Trios erschien 2019. Es folgte das erste Studioalbum "Miles" mit elf Songs. Experimentell, aber ohne Schnickschnack, zeigt auch die letzte EP "Spotlight" (2023) der drei, wie man verschiedenste musikalische Einflüsse zu mitreißenden Stücken verschmelzen lassen kann. Live schaffen Rovar, bestehend aus Luca Mewes (Gitarre und Gesang), Bennet Fuchs (Schlagzeug) und Paul Ulrich (Bass), eine magische Atmosphäre. Ihre Shows leben von ihrem symbiotischen Zusammenspiel und ihrer unbändigen Energie auf der Bühne. […]«
"Smoke" wurde »[…] aufgenommen in Eigenregie und auf Tape, in den eigenen vier Wänden. […]«
Bei einer Gesamtspielzeit von knapp über ein einundvierzig Minuten bleibt ausreichend Zeit, um die Musik des Trios einzuschätzen.

Druck, Druck, Druck.
Die Power sowie der Drive der Rovar-Musik ist allerdings nicht als Alleinstellungsmerkmal des Trios aus dem Münsterland anzusehen.
Die Gruppe weiß sehr wohl in ihren Rock herrlich melodische Phasen einzufügen.
So kommt es sozusagen automatisch zu Gelegenheit, durchzuatmen.

Für die fantastische Kombination aus knallhartem Rock und melodischen Teilen steht zum Beispiel das Titelstück "Smoke" Pate. Fast schon großformatig, mit einem sich erhebenden Gesang ist diese Nummer ein echtes Highlight auf dieser Scheibe.

"Walls" geht da noch einem Schritt weiter in Richtung Eingängigkeit, auch wenn Luca Mewes auf seiner E-Gitarre Riffs en masse aufbietet. Geht es in die relaxten Teile, ist echt tolle Melodie angesagt. Der Gesang überzeugt in aufgebrachter Shouter-Manier, wie auch Sehnsucht reflektierend.

Genießt die Sommersonne. Mit seinem Groove treffen bei "Summer Day" wärmende Lichtstrahlen auf die Haut. Bei der von Schlagzeuger Bennet Fuchs, der auf zwei Stücken auch singt, servierten Rhythmik kommt die Fußwippe in Action. Ein Highlight!
Der Paul Ulrich-Bass wummert knarzig und eröffnet das erste Lied mit dem Titel "Come Over". Bei dem zupackenden Rock, der auch hier schon von wunderschönen ruhigeren Phasen aufgelockert wird, hält bei den Leuten vor den Lautsprechern die gute Laune Einzug. Luca Mewes ist auch ein Könner, was fetzige Sechssaiter-Soli angeht. Da ist man nicht nur dabei, sondern state pede mittendrin.

Wie bei anderen Tracks beinhaltet auch "Voices" Teile mit Handbremsen-Charakter. Die Rovar-Mixtur haut rein und fasziniert durch zurückhaltende Abschnitte. Diese Nummer ist ein weiterer Beleg für Luca Mewes' klasse Alleingänge. Außerdem hat dieses Lied ein super arrangiertes Ende.
"Who I Am" schießt fast den Vogel der Highlights ab. Straighter Rock geht abermals eine erfolgreiche Allianz mit dezent gehaltenen Stufen ein.
"Ask Myself" ist dann definitiv der Primus inter pares. Dieser Track schraubt sich zu einer Glanznummer empor.
"Leipzig" bildet den Schlusspunkt. Mit einer feinen Drum-Solo von Bennet Fuchs sowie einigen Spoken Words und natürlich Gesang, hier mit Effekten versehen, ist diese Komposition verdammt sphärisch ausgefallen. Super Ende!

"Smoke" von Rovar ist ein Album, das durch den persönlichen Rock-Charakter des Trios glänzt.
"Smoke" von Rovar ist ein Album, das durch ein buntes Spektrum an Musik überzeugt.


Line-up Rovar:

Luca Mewes (vocals, guitar)
Paul Ulrich (bass)
Bennet Fuchs (drums, vocals)

Tracklist "Smoke":

  1. Come Over
  2. Afraid
  3. Smoke
  4. Walls
  5. Summer Day
  6. Voices
  7. Who Am I
  8. Ask Myself
  9. Leipzig

Gesamtspielzeit: 41:04, Erscheinungsjahr: 2025

Über den Autor

Joachim 'Joe' Brookes

Genres: Blues, Blues Rock, Alternative Music, Space Rock, Psychedelic Music, Stoner Rock, Jazz ...
Über mich
Meine Seite Im Archiv
Mail: joachim(at)rocktimes.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>