Am 16. November 2025 gastierte das Duo Dede Priest & Johnny Clark in De Brauerij, Kranenburg-Niel.
Aus der Konzertankündigung der Location geht unter anderem hervor: »[…] Dede Priest & Johnny Clark haben sich durch jahrelanges unermüdliches Touren und die konsequente Veröffentlichung von Original-Roots-Musik einen internationalen Namen gemacht. Genreübergreifend haben sie einen einzigartigen und wiedererkennbaren Sound entwickelt, der Rock, Soul, Blues, Gospel, Folk und Country miteinander verbindet. […] Sie sind dafür bekannt, dass sie mit ihrer kompletten Band abrocken, aber sie präsentieren ihre Songs auch im Duo – unplugged Stil, wobei sie immer noch ihren unverkennbaren Sound kombinieren, aber in einem kleineren, intimeren Rahmen. […]«
2021 brachten Dede Priest & Johnny Clark’s Outlaws das Album When Birds Were Snakes auf den Markt und 2024 folgte "Best Pieces".
Man durfte gespannt sein, was Dede Priest & Johnny Clark zu bieten hatten. Das Duo sorgte auf jeden Fall für eine famose Stimmung in der gemütlichen Location in Kranenbrug-Niel.
Mittlerweile ist das XXL-Wohnzimmer bei der niederländischen Grenze – ganz in der Nähe von Nijmegen – ein angesagtes Ziel für tolle Konzerte in einem sehr persönlichen Rahmen.
Mit dem klasse Kontakt zum Publikum und natürlich auch musikalisch waren Dede Priest & Johnny Clark die Quelle für Begeisterung, die sich am Ende der neunzig Minuten in Standing Ovations äußerte.
Lieder aus "When Birds Were Snakes" oder "Best Pieces" ergänzte das Duo durch einige Coversongs und erweiterte so das Repertoire.
Neben dem Einsatz von Gitarren sorgte Dede Priest für Highlights, als sie zur Violine oder Viola griff.
Johnny Clark wechselte je nach Song-Stimmung zwischen einer E-Gitarre oder einem akustischen Sechssaiter und er bot dem Publikum mit dem Bottleneck viele Slide-Sounds.
- Dede Priest (vocals, electric guitar, acoustic guitar, violin, viola, percussion, stompboard, megaphone)
- Johnny Clark (vocals, electric guitar, acoustic guitar, slide guitar, backing vocals)
Mit dem Song "Mudslide" eröffneten Dede Priest & Johnny Clark das bemerkenswerte Konzert. Violinenklänge seitens Dede Priest sorgte für eine Hauch von Folk in der Komposition und Johnny Clark gab einen ersten Eindruck von seinem tollen Slide-Spiel auf der E-Gitarre.
"In This Lifetime" tauchte die Protagonistin in eine feine Blues-Metrik und sie sang nicht nur bei dieser Nummer mit einer beseelten, höchst emotionalen, sehr authentischen Stimme.
Nach zwei flotten Stücken wechselte mit "Snowy Mountain" das Ambiente hin zu einer sehnsüchtigen Ballade, einem Traumfänger, in der Dede Priest durch ein klasse Gitarren-Solo begeisterte.
In der Konzertankündigung wurde Gospel erwähnt und das Duo lieferte dann gleich zwei Gospel-Songs hintereinander. Für "Judgment Day Bells" trug Dede Priest ein Glockenarmband am rechten Handgelenk und sorgte so für feine Percussion-Stimmung, die sie, neben ihrem kreativen Violinen-Spiel, in der Nähe des Mikrofons zum Klingen brachte. "99 ½ Won’t Do", ein Song, den man auch Creedence Clearwater Revival kennt, sorgte für die besondere Stimmung in der Location, auch weil das Duo diese Drabietung mit "Jericho" verfeinerte. Später war dann "We Shall Not Be Moved" der dritte Ausflug in den Gospel. Mit einem Dede Priest-Solo weckten zwei akustische Gitarren die spezielle Stimmung. Als Chor war das Publikum präsent und am Ende sangen die Anwesenden a cappella. Gänsehaut und Highlight.
Johnny Clark und seine Bottleneck-Einsätze. Einfach fantastisch.
Die Slide-Klänge waren einfach ein Genuss, genauso wie sein vorzügliches Fingerpicking. Gemeinsam mit Dede Priest sang er nicht nur im Duett wie bei "Tender Rain". Als Lead-Sänger stand seine raue sonore Stimme in Arlo Guthries "City Of New Orleans" im Vordergrund. Toll!
Boogie, Boogie, Boogie.
Wie Johnny Clark mitteilte, spielt man den Track "16 Tons" auch gemeinsam mit der Band (Johnny Clark’s Outlaws). Der Blues Rock-Groove aktivierte die Fußwippe. Johnny Clark sang und spielte Rhythmusgitarre. Dede Priest solierte bestens und auch bei der "Love Train Blues"-Zugabe sorgte das Duo durch einen weiteren Zwölftakter-Boogie ein letztes Mal für überschwängliche Stimmung.
Auch "Alaska" sang Johnny Clark bei herrlichen Backing Vocals von Dede Priest, die die Weite des Landes durch ihr Streichinstrument interpretierte.
So wie der Songtitel es zum Ausdruck brachte, war "Strawberry Party" eine äußerst fröhliche Angelegenheit und in "Did You Plan To Leave Me Low?" vertiefte man sich kompetent in den Blues.
Blues im Midtempo. "Lynched At The Crossroads". Eines der vielen Highlights. Das Ideenfass von Johnny Clarks Slide-Fantasien war auch bei dieser Nummer, die er solo mit einer beeindruckenden Botttleneck-Fahrt eröffnete, noch lange nicht leer. Dann griff Dede Priest zum Megafon und verpasste ihrem Gesang dadurch eine ganz besondere Note. Die Stimmungskurve zeigte abermals steil nach oben.
Der musikalische Streifzug führte auch in ein sehr kaltes Land, in dem die Einwohner ganz viele verschiedene Worte für gefrorenes Wasser haben. "Nilas" bezeichnet eine der Eisschichtarten und Dede Priest setzte zur Violine auch ein Stompboard ein. Ein immens intensiver, epischer Blues.
Ein weiteres Highlight war der Track "Whisper & Whistle", in dem Dede Priest tatsächlich eine kurze Pfeif-Einlange zum Besten gab.
Der Auftritt von Dede Priest & Johnny Clark in De Brauerij, Kranenburg-Niel, war ein hochklassiger Genuss.
Dede Priest gab viele Informationen zu den Songs, deren eigene Lyrics das alltägliche Leben reflektierten.
Das Duo verkörperte Spielfreude, eine ganz besondere Intensität sowie eine große Genre-Bandbreite aus Blues, Folk, Gospel und Roots.
Chapeau, Dede und Johnny!
Für den tollen Sound geht ein Dank an Peter Rutten.
RockTimes bedankt sich bei Joost Brauer für den Platz auf der Gästeliste.
Am 12. Dezember werden The Yearlings in De Brauerij, Kranenburg-Niel erwartet.
Bildnachweis für alle Bilder des Events: © 2025 | Joachim Brookes | RockTimes
Line-up Dede Priest & Johnny Clark:
Dede Priest (vocals, electric guitar, acoustic guitar, violin, viola, percussion, megaphone)
Johnny Clark (vocals, electric guitar, acoustic guitar, slide guitar, backing vocals)

























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