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Ivar Kuura / Hermitary Of Oblivion – CD-Review

Ivar Kuura - "Hermitary Of Oblivion" - CD-Review

Der Finne Ivar Kuura war bereits von den späten Siebzigern bis 1997 in seiner Heimat musikalisch sehr aktiv. Dann folgte ein Umzug in die USA und eine zwanzigjährige Pause. Ende 2017 wendete sich das Blatt erneut, Kuura zog es zurück in seine Heimat und er traf die wohlüberlegte Entscheidung, sich ab sofort wieder komplett auf die Musik zu konzentrieren. Nach und nach fand er die weiteren Bandmitglieder und schrieb weiterhin fleißig neue Songs. Mit "Hermitary Of Oblivion" liegt nun sein erster Output in Form einer EP vor, die Lust auf mehr machen soll.

Der Skandinavier sieht seine Einflüsse ganz klar in den siebziger Jahren, was er aber vor allem auf seine Arbeits-Ethik und seine Lebensanschauung bezieht. Keine Computer will er, echte Musiker mit echten Instrumenten, eine echte natürlich zusammen gewachsene Band und der wilde Lebensstil des Rock’n’Roll sollen es für ihn sein. Also dann einfach mal rein ins Vergnügen: Oooh ja, die Siebziger … "Jackals" empfängt den Hörer mit einem klassischen Black Sabbath– bzw. Tony Iommi-Gitarren-Lick, wie es ohne weiter aufzufallen locker auf jeder Sabbath-LP der ersten Hälfte jenen Jahrzehnts hätte stehen können. Kuura bringt dann aber durchaus noch seine eigene Note mit rein, sodass man letztendlich von einem guten Opener sprechen kann.

Ungleich schmissiger und flotter kommt "Miniatures" daher. Das sind relativ einfach gestrickte Nummern, die aus ihrer Simplizität aber auch ihre Kraft ziehen. Auf den Punkt, keine großen Umschweife und dazu ein paar gute Melodien einbauen – und fertig ist die Mixtur. Nach dieser locker-flockigen Einlage wird für "Little Jimmy" dann sogar die Akustische ausgepackt, bevor die komplette Band in dieses deutlich vom Country inspirierte Stück einsteigt. Naja, was heißt Country, das ist auch sehr nah am Southern Rock dran. Die Stilvielfalt des Finnen fängt an, richtig Spaß zu machen! Leider ist "Lady Shrike" aber auch schon der letzte Titel auf dieser EP. Wie "Miniatures" wieder ein flottes Mitgehstück, bei dem die Gitarre eine atmosphärisch-dichte Stimmung kreiert. Klasse, das sind zwar nicht mal 14 Minuten Spielzeit, die dafür aber jede Menge Spaß machen.

Wie der Musiker verriet, hat er insgesamt zwanzig fertige Songs in der Hinterhand, sodass man wohl davon ausgehen darf, dass es nicht mehr lange bis zum Debütalbum dauern dürfte. Feine Sache!


Line-up Ivar Kuura:

Ivar Kuura (vocals)
A.I. Haverinen (guitars)
Joona Moilanen (bass)
Francesco Harju (drums)

Trackllist "Hermitary Of Oblivion":

  1. Jackals
  2. Miniatures
  3. Little Jimmy
  4. Lady Shrike

Gesamtspielzeit: 13:16, Erscheinungsjahr: 2020

Über den Autor

Markus Kerren

Hauptgenres: Roots Rock, Classic Rock, Country Rock, Americana, Heavy Rock, Singer/Songwriter
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Mail: markus(at)rocktimes.de

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