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Jerry Lee Lewis / The Greatest Live Show On Earth – LP-Review

Jerry Lee Lewis ist eine Ikone des Rock’n’Roll.
Zum Künstler und dem Album "The Greatest Live Show On Earth" lesen wir beim Label Bear Family Records unter anderem:
»[…] Eines der fünf besten Live-Alben der 50er- und 60er-Jahre – neben dem legendären Star-Club-Konzert.
Spektakulärer Live-Mitschnitt von 1964 – Jerry Lee Lewis in Höchstform!
10 energiegeladene Interpretationen von Rock-’n'-Roll-, Rhythm-&-Blues- und Country-Klassikern, ca. 34 Minuten Spielzeit.
Originalreproduktion der Smash-LP, remastered von den originalen Stereo-Masterbändern.
Mit historischem Originalcover.
Exklusive Bonus-Postkarte mit seltenem Künstlerfoto.
Vor 15.000 enthusiastischen Fans trat Lewis gemeinsam mit seiner damaligen US-Tourband auf, die später als The Memphis Beats bekannt wurde. Gitarrist James Hutcheson, Organist Larry Nichols, Bassist Herman Hawkins und Schlagzeuger Morris Tarrant gaben alles, um dem entfesselten Pianospiel und den leidenschaftlichen Vocals von Jerry Lee Lewis standzuhalten. […]«

Diese Bear Family Records-Veröffentlichung eines großartigen Konzerts hat eine beeindruckende Klang-Qualität.
Auf der Rückseite des Covers steht:
»[…] Re-issue Producer: Nico Feuerbach
Mastering: Peer Meyer at Peerless Network […]«
.

Auf "The Greatest Live Show On Earth" wird deutlich, dass Jerry Lee Lewis nicht ohne Grund den Spitznamen 'The Killer' trug.
Die zehn Songs, darunter zwei Coverversionen von Chuck Berrys "Memphis, Tennessee" und "No Particular Place To Go", sind allemal ein herausragender Beleg für Jerry Lee Lewis' Live-Performance und berechtigterweise ist "The Greatest Live Show On Earth" »[…] eine der fünf besten Live-Alben der 50er- und 60er-Jahre […]«.

Wir erleben einen Jerry Lee Lewis bei seht guter Laune und in einer bemerkenswerten Spielfreude.
Da müssen sich seine vier Mitmusiker ordentlich ins Zeug legen, um bei der unwiderstehlichen Dynamik ihres Bandleaders mitzuhalten.
Die »[…] 15.000 […] Fans […] im Municipal Auditorium in Birmingham, Alabama […]« feierten den Star fernetisch.

Unglaublich, wie viel Herzblut Jerry Lee Lewis in seine Performance legt.
Völlig losgelöst tanzen seine Finger über die schwarzen und weißen Tasten. Ein Spitzen-Konzert ganz im Sinn des Rock’n’Roll.
Allerdings erleben wir den Protagonisten und seine Band nicht nur als eine Combo, die den Rock’n’Roll in hoher Geschwindigkeit abfeiert.
Gleich nach dem Opener "Jenny Jenny" schaltet das Quartett einige Gänge runter und begeistert mit der langsamen Nummer "Who Will The Next Fool Be", einer Komposition von Charlie Rich.
Begeisterung schon bei der Ankündigung von "Memphis, Tennessee", bei der sich zeigt, dass Jerry Lee Lewis in der Lage ist, einem Coversong seinen persönlichen Stempel aufzudrücken.

Und dann "Hound Dog", eine Leiber/Stoller-Nummer, die zuerst für Big Mama Thornton ein Hit wurde. Einige Jahre später trat Elvis Presley mit diesen Stück in die damaligen Charts ein. Wie dem auch sei, die Leute vor den Lautsprechern haben, so wie das Publikum bei diesem Jerry Lee Lewis-Konzert, ihre wahre Freude daran.
"Mean Woman Blues" ist kein Blues, sondern eine pure Rock’n’Roll-Abfahrt inklusive einer ruhigeren Phase. Wir erleben nicht nur den Bandleader bei seinen Alleingängen, sondern zum Beispiel auch den Gitarristen James Hutcheson. Klasse!

Seitenwechsel.
Das Publikum ist in "High Heel Sneakers", das dem Rhythm&Blues näher kommt, mit rhythmischem Klatschen voll dabei. Stimmung pur! Man wird von den tollen Vibes förmlich mitgerissen.
Bei seinen Ansagen zeigt sich ein super Kontakt zum Publikum. Nach der beseelten "Together Again"-Ballade kennt der Auftritt nur noch eine Richtung.
Boom! Auf der Überholspur des Rock’n’Roll-Highways endet diese Show mit "Long Tall Sally" und "Whole Lotta Shakin' Goin' On", das bei 5:07 min einen klasse improvisiert-ruhigen Teil hat.

"The Greatest Live Show On Earth" von Jerry Lee Lewis in der 2025-er 180-Gramm-Vinyl-Veröffentlichung von Bear Family Records ist ein Must-have.
"The Greatest Live Show On Earth" von Jerry Lee Lewis ist eine fantastische Rock’n’Roll-Zeitreise.


Line-up Jerry Lee Lewis:

Jerry Lee Lewis (vocals, piano)
James Hutcheson (guitar)
Larry Nichols (organ)
Herman Hawkins (bass)
Morris Tarrant (drums)

Tracklist "The Greatest Live Show On Earth":

Side A:

  1. Jenny Jenny (3:05)
  2. Who Will The Next Fool Be (4:06)
  3. Memphis, Tennessee (3:22)
  4. Hound Dog (1:54)
  5. Mean Woman Blues (3:05)

Side B:

  1. High Heel Sneakers (3:38)
  2. No Particular Place To Go (3:05)
  3. Together Again (3:32)
  4. Long Tall Sally (2:15)
  5. Whole Lotta Shakin' Goin' On (5:07)

Gesamtspielzeit: 15:32 (Side A), 17:37 (Side B), Erscheinungsjahr: 2025 (1964)

Über den Autor

Joachim 'Joe' Brookes

Genres: Blues, Blues Rock, Alternative Music, Space Rock, Psychedelic Music, Stoner Rock, Jazz ...
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