Die Quasars Of Destiny sind ein weiteres Projekt, in dem Dr Space mitwirkt.
Weiter Bands, in denen Dr Space aktiv ist, sind das Øresund Space Collective, Doctors Of Space, Dr Space’s Alien Planet Trip und Black Moon Circle.
Zu den Quasars Of Destiny erfahren wir bei Bandcamp aus dem frei übersetzten Text in englischer Sprache beispielsweise, dass es sich bei Craig Wall um den Cousin von Scott Heller aka Dr Space handelt.
Seit einigen Jahren sprachen die beiden darüber, gemeinsam Musik zu machen und schließlich hat es gepasst. Die drei Tracks entstanden in fünf Tagen in Portugal, während Craig Wall und sein Freund James Malley Dr Space besuchten. Craig ist ein talentierter Musiker. Dabei spielte er in Bands fast nur Schlagzeug, ist aber auch ein kompetenter Gitarrist. »We had a lot of fun trying different approaches, from laying down just drums and then playing over, playing live synths and drums and then adding layers on the top…. In the end, we created a quite cool Pink Floyd inspired album. […]«
Der Albumtitel "Music To Listen To While Eating Planets" wirkt doch etwas kurios.
In Verbindung mit dem Bandnamen und hier besonders Quasars macht die Vergabe des Albumtitels Sinn, denn ein Quasar ist, sehr vereinfacht formuliert, der Kern einer Galaxie und hat mit gefräßigen schwarzen Löchern zu tun. So macht auch das Coverbild vom herausragenden Künstler David Graham Sinn.
Wird in den Informationen zur vorliegenden Platte von einem von Pink Floyd inspirierten Album gesprochen, dann bleibt es aus meiner Sicht dabei, dass es sich bei der Quasars Of Destiny-Musik um nicht mehr als eine Annäherung an die englische Kultband handelt.
Kernstück der CD ist die über zweiunddreißigminütige Nummer "Colossus Consumes", eingerahmt von den beiden etwas über sechsminütigen Stücken "Colossus Approcheth" sowie "Colossus Seeks A New Planet".
Mit Drumming im Hintergrund, einer sehr sphärischen Mischung aus Hammond sowie Synthesizern stehen bei "Colossus Approcheth" Craig Walls klasse E-Gitarren-Fantasien in ganz unterschiedlichen Variationen im Vordergrund. Da geht es, in einer zeitweise auch entspannten Atmosphäre, spacig rockend zu. Eine klasse Album-Eröffnung, die einen auf weitere tolle Taten neugierig macht.
Dann folgt "Colossus Consumes".
Zunächst lehnen wir uns zurück, stoppen die CD und legen erst einmal Ohrenstöpsel an.
Ach, wie wunderschön kommt einem der Space Rock, die Psychedelic, jetzt viel näher. Ja, Craig Wall ist ein talentierter Gitarrist, der seine Fähigkeiten in Tatendrang umsetzt und seine Klang-Schöpfungen kommen aus einem pralle gefüllten Fass der Ideen. So nach zirka dreieinhalb Minuten rückt das Schlagzeug, ebenfalls von Craig Wall getrommelt, in diesem Track in den Vordergrund. Man gibt den Drums mehr Priorität. Der Wandel in der Stimmung, grundlegend initiiert von Dr Space, mündet in einem stetigen Anstieg der Dynamik. Dann werden die Gitarren-Licks vom Funk angetrieben und dazu zirpen die Synthesizer herrlich. Oh, wie schön! Diese Nummer ist von so einigen atmosphärischen Schwingungen ganz unterschiedlicher Auslage geprägt. Ein langer Ausflug in den Kosmos steht an und jetzt freuen sich die Leute vor den Lautsprechern über einen akzentuiert aufspielenden Bass.
Am Ende von "Colossus Consumes" setzt sich der psychedelische Space Rock, verfeinert von einer zum Teil furiosen Craig Wall-E-Gitarre, durch.
Dieser wird im abschließenden "Colossus Seeks A New Planet" noch um einige Prozente intensiviert.
Craig Wall ist hier heftig-leidenschaftlich unterwegs und schraubt sich immer weiter rockend in den luftleeren Raum. Phasenweise versetzt er den Sechssaiter auch in einen verzerrten Sound-Modus. So langsam nähert sich das Trio wieder der Erdatmosphäre, setzt, jetzt entspannt, zur Landung an.
"Music To Listen To While Eating Planets" von Quasars Of Destiny ist klasse Space Music mit einem dazu gehörigen Anteil an Psychedelic und einer Entdeckung namens Craig Wall.
Wahrscheinlich gibt es aus den fünf Tagen der Aufnahmen noch mehr Musik im Archiv.
Eine weitere Quasars Of Destiny-Veröffentlichung würde sich echt lohnen.
Bleibt gesund und nehmt euch zur Ablenkung Zeit für gute Musik.
Line-up Quasars Of Destiny:
Craig Wall (drums, congas, shakers, guitars, Rhodes piano)
Dr Space (Hammond organ, Mellotron, synthesizers)
James Malley (cowbell, shakers)
Tracklist "Music To Listen To While Eating Planets":
- Colossus Approcheth (6:17)
- Colossus Consumes (32:18)
- Colossus Seeks A New Planet (6:14)
Gesamtspielzeit: 49:18, Erscheinungsjahr: 2025



Neueste Kommentare