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Red Mess / Hi-Tech Starvation – CD-Review

Aus den Informationen bei Noisolution geht hervor, dass sich Red Mess 2013 in Londrina, Brasilien ins Leben gerufen wurde.
»[…] Sänger und Bassist Lucas Klepa, Gitarrist Thiago Franzim und Schlagzeuger Douglas Labigalini sind zehn Jahre nach Bandgründung gemeinsam den Weg nach Berlin gegangen, was sicherlich zusammen schweißt. […] Mit ihren ersten EPs 2014 und 2015 zog die Band schnell Aufmerksamkeit in der brasilianischen Underground-Szene auf sich, ihr Debütalbum "Into The Mess" (2017) etablierte ihren Sound. […] Das Trio hat ein vielschichtiges Netzwerk aufgebaut, ist in der lokalen Szene angekommen und ist in kürzester Zeit mehr als ein Geheimtipp geworden. Red Mess sind ein charismatischer, fesselnder und schweißtreibender Live-Act […]«
2022 veröffentlichte Red Mess "Breathtaker" auf dem norwegischen All Good Clean Records-Label.

Ohne Zweifel.
Bei den insgesamt sieben Songs auf "Hi-Tech Starvation" kann man schon beim Hören gehörig ins Schwitzen kommen.
Das Stoner Rock-Getriebe von Red Mess kennt – im Sinn von ruhigeren Momenten – keinen Rückwärtsgang. Es geht mehr oder weniger volle Pulle, stets mit erhöhtem Puls, immer geradeaus.
Phasenweise ist die Härte im Stoner Rock gepaart mit einer nicht von der Hand zu weisenden Gnadenlosigkeit. Dabei präsentiert sich Sänger Lucas Klepa als durchaus melodisch als auch als famoser Shouter.

Druck, Druck, Druck.
In der Rolle des Red Mess-Bassisten ebnet Lucas Klepa gemeinsam mit Schlagzeuger Douglas Labigalini den Boden für hinlangende, furios-fuzzige, atemberaubende Gitarren-Exkursionen eines Thiago Franzim. Seine Fretboard-Fahrten sind nicht nur von Härte geprägt, sondern er gibt seinem zum Teil extrovertierten Spiel auch eine hypnotische Note.
Die Musik des Trios kennt keine Umwege und findet ihren Weg direkt in die Herzen der Leute vor den Lautsprechern. Entsprechend ist auch der Sound des Albums. Staubtrocken.

Auf "Hi-Tech Starvation" stimmt die Mixtur aus Grunge und Stoner Rock.
Der Stoner Rock-Hammer bearbeitet den Meißel in Höchstgeschwindigkeit, quasi im Akkord. Dazu passt die Red Mess-Mucke ohne Schnörkel, Beiwerk oder Zierrat.
So kommt die Energie, die kompromisslose Power von "Hi-Tech Starvation" voll zum Tragen. Super!
Die rockig-rauen Sechssaiter-Passagen verschmelzen beachtlich gut mit den psychedelischen Phasen. Auf dem massiven Bass und Drums-Fundament performt ein Thiago Franzim stets von seinen vielschichtigen Fantasien getrieben.

Schon beim ersten Hören wird man feststellen, dass die vorliegende Platte, deren Songs im Studio Wong, Berlin eingespielt wurden, ein bestechender Motivator für ein Konzert ist.
Die Power, die schiere nicht enden wollende rohe Energie von Red Mess ist ein Markenzeichen der Band.
Mit einem hitzigen Groove lädt "Uncanny Valley" zum Tanzen ein und bei der Auswahl von sieben Liedern entwickelt sich "Intravenous" zu einem Album-Liebling.

"Hi-Tech Starvation" von Red Mess ist ein Volltreffer in Sachen Stoner Rock und Grunge.
"Hi-Tech Starvation" von Red Mess ist wie ein unbegradigter Strom von grenzenloser Energie und beeindruckender Power.


Line-up Red Mess:

Thiago Franzim (guitars)
Lucas Klepa (bass, vocals)
Douglas Labigalini (drums)

Tracklist "Hi-Tech Starvation":

  1. Huntress
  2. Inexistent Color
  3. Randsomware
  4. Intravenous
  5. Xenon
  6. Kind Villain
  7. Uncanny Valley

Gesamtspielzeit: 32:11, Erscheinungsjahr: 2025

Hier der Titel "Intravenous" vom Album "Hi-Tech Starvation":

Über den Autor

Joachim 'Joe' Brookes

Genres: Blues, Blues Rock, Alternative Music, Space Rock, Psychedelic Music, Stoner Rock, Jazz ...
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