Am 13. September 2025 gastierte das Duo Rob Collins & Paddy Boy im angesagten Buena Ressa Music Club, Rees.
Rob Collins, seines Zeichens Sänger und Harp-Spieler ist mit vielen Bands unterwegs. Unter anderem hat er eine Heimat bei der Blues Rock-Combo Hot’n’Nasty.
Aus der Konzertankündigung der Location:
»[…] Seine flexible und ausdrucksstarke Stimme fesselt den Zuhörer, zieht ihn in seinen Bann aber lässt auch gleichermaßen den Saal toben. […]«
Neben der Paddy Boy Zimmermann Band arbeitet Paddy Boy unter anderem mit Chris Kramer zusammen.
Mit seiner Band brachte er Mitte 2024 das Album The Paddy Boy Zimmermann Band auf den Markt.
In der Pressemitteilung zum Gig lesen wir auch:
»[…] Er arbeitet hauptberuflich als Studio- und Livegitarrist und erteilt privaten Gitarrenunterricht in seiner eigenen Schule namens 'Paddy’s Gitarrenunterricht' in Mönchengladbach. […]«
Rob Collins & Paddy Boy sorgten fast genau drei Stunden lang für extreme Partystimmung im gut besuchten Buena Ressa Music Club.
Das Duo bot einen äußerst guten, manchmal spektakulären Streifzug durch die Geschichte der Musik.
Durch eine Loop-Maschine machte es Paddy Boy möglich, aus einem Duo – dann mit Bass sowie Drums – ein Quartett ins Leben zu rufen. Fantastisch! Seine Gitarrenkünste auf der akustischen wie auch elektrischen Gitarre waren hervorragend, begeisterten das Publikum ein ums andere Mal und sorgten für viel Szenenapplaus.
Paddy Boy stand auf seinen beiden Sechssaitern für Entertainment und Gefühle. Mit seinem emotionalen Gesang zog Rob Collins immer wieder die Aufmersamkeit des Publikums auf sich. Super!
Das fachkundige Publikum musste erst gar nicht zum Mitsingen der vielen Texte motiviert werden. Da war spontanes Singen angesagt.
Coversongs standen auf der Tagesordnung dieses beeindruckenden Gigs.
Allerdings wurden die Fremdkompositionen mit einer faszinierenden eigenen Handschrift versehen, die sich ganz besonders in den Improvisations-Fantasien eines Paddy Boy wiederspiegelten.
Er begeisterte mit seinen wahrlich meisterlichen Fertigkeiten sowohl auf der Akustischen, auf der auch er das eine oder andere Solo zupfte, als auch auf der E-Gitarre, die Paddy Boy phasenweise auch extrovertiert spielte. Durch die Loop-Maschine kreierte er einen infizierenden Groove nach dem anderen.
"I’m On Fire" von Bruce Springsteen verschob das Duo hin zum Country und "Sympathy For Devil" von The Rolling Stones in einer langen, ausgelassenen Version, war nur eines der zig Highlights des Auftritts.
John Mayers "Gravitiy", mit Rob Collins an der Harp, zählte zu den handverlesenen Balladen. Genauso wie "With Or Without You" von U2.
Zwischen "Gravitiy" sowie dem U2-Hit präsentierte das Duo weitere Party-Nummern. Nacheinander motivierten Steve Millers "Space Cowboy","Tainted Love" von Soft Cell und "Personal Jesus" (Depeche Mode) zum Tanzen. Kein Wunder, bei den Groove-Spielarten, die Paddy Boy durch Klopfen auf den Korpus der akustischen Gitarre kreierte.
Obwohl erst im zweiten Teil des Konzerts gespielt, muss schon an dieser Stelle die Pink Floyd-Session von Rob Collins & Paddy Boy Erwähnung finden. Wow! Hammer! Eine Gänsehaut nach der anderen. "Another Brick In The Wall" und "We Don’t Need No Education" waren die beiden Songs aus dem Megaseller The Wall. Großartig, wie Paddy Boy auf der akustischen Gitarre den Hubschrauber-Sound inszenierte. Diese XXL-Version war der Primus inter Pares der Highlights und definitiv der Teil, in dem Paddy Boy ganz besonders im Fokus der Aufmerksamkeit stand und das nicht nur, weil Rob Collins die Bühne verließ. Während seines Alleingangs bezauberte er auch durch Flinkefinger-Variationen. Ein Happening für Ohren und Augen. Wieder mit Rob Collins an Bord galt es direkt anschließend noch "Wish You Were Here" vom gleichnamigen Album zu genießen.
Rob Collins, ein Virtouse auf der Mundharmonika.
In einer klasse Ausgabe erstrahlte auch Stevie Wonders "Superstition" mit Jimi Hendrix-Klängen. "Kiss" von Prince sowie Genesis' "I Can’t Dance" brachten Bewegung ins Publikum, das auch hier kräftig mitsang.
Stimmlich passten die beiden Musiker perfekt zusammen, belegt durch das eine oder andere Duett. Super!
"What' Up" von den 4 Non Blondes war genauso ein Party-Kracher wie AC/DCs riffiges "You Shook Me All Night Long" mit der Bitte an das Publikum, die Luftgitarre zu aktivieren. Gewürzt wurde die Nummer durch eine Prise "Smoke On The Water" (Deep Purple) und "(You Gotta) Fight For Your Right (To Party)" von den Beastie Boys.
Mitten in Heroes kam es zu einer Überraschung. Der Geburtstag der Zuschauerin Vanessa (s. Bildergalerie) wurde mit einem "Happy Birthday", Kuchen, dem Ausblasen von kleinen Kerzen darauf und einer Luftballon-Parade, gefeiert.
Der Wunsch nach einer Zugabe wurde erfüllt. Bei Don Nix' "Goin' Down" war Blues Rock angesagt und dafür streifte Paddy Boy das Bottleneck über. Ein großartig gespieltes "Purple Rain" beendete die zwanzigminütige Zugabe.
Rob Collins & Paddy Boy sorgten bei ihrem Konzert im Buena Ressa Music Club für eine ausgelassene Party.
So müssen Coversongs eine persönliche Färbung bekommen.
Beide Daumen hoch für einen hochklassigen Rob Collins & Paddy Boy-Gig, der die Stimmung auch bei annähernd drei Stunden auf einem stets hohen Level hielt.
Ein großer Dank geht an Ulf Bierkämper für Sound und Lighshow.
RockTimes bedankt sich bei Ralf Praest für den Platz auf der Gästeliste.
Am 19. September wird California Jam Spectrum feat. Tony Lindsay im Buena Ressa Music Club erwartet. Tony Lindsay ist bekannt als Sänger von unter anderem Santana.
Bildnachweis für alle Bilder des Events: © 2025 | Joachim Brookes | RockTimes
Line-up Rob Collins & Paddy Boy:
Rob Collins (vocals, harmonica, percussion)
Paddy Boy (acoustic guitar, electric guitar, slide guitar, vocals, loops)





















2 Kommentare
Ferdinand Sprenger
16. September 2025 um 19:20 (UTC 1) Link zu diesem Kommentar
und 2 Daumen hoch für den Bericht und die Fotos.
Es war ein toller Abend.
Gruß Ferdinand
Joachim 'Joe' Brookes
17. September 2025 um 11:38 (UTC 1) Link zu diesem Kommentar
Hallo Ferdinand,
schön, dass wir uns und wieder einmal bei einem Konzert getroffen haben und reden konnten. Ja, es war ein super Konzert von Rob Collins & Paddy Boy.
Herzliche Grüße
Joe