Am 10. Juli 2026 war die Band Rolling Beat Machine zu Gast in der Culucu Bar, Kleve.
RockTimes hatte 2025 beim Blues in Zyfflich das Vergnügen, die niederländische Formation live zu erleben.
Auch 2026 befand sich Rolling Breat Machine im Line-up des Festivals.
Aus dem Bericht:
»[…] Sehenswert war alleine schon die gigantische Lautsprecher-Installation, in dessen Mitte der Schlagzeuger Danny Kegel seitlich zur Band seinen Platz fand. Dafür spielte das Wetter bei wirklich angenehmen Temperaturen mit und so fand der Rolling Beat Machine Open-Air statt. […] Zur guten Atmosphäre trugen auch einige Rhythmen bei, die nicht unbedingt in eine Blues-Struktur passten, aber dennoch gut ankamen. […]«
Was Auftritte der Band angeht, war die Culucu Bar, Kleve, in bester Gesellschaft, denn bevor Ende August 2026 wieder Gastspiele in den Niederlanden anstehen, ist die Combo für sieben Termine unterwegs in Spanien und ein Gig findet in Frankreich statt.
Der Rolling Beat Machine-Auftritt fand Open Air auf dem Vorplatz der Location statt. Man konnte im Schatten und bei einer angenehm kühlenden Brise an Tischen Platz nehmen und dem zweistündigen Auftritt der Combo lauschen.
Im Laufe der musikalisch facettenreichen Live-Performance wurde auch der Bürgersteig kurzerhand zur Tanzfläche umfunktioniert.
Die Rolling Beat Machine bot dem Culucu Bar-Publikum einen Vorgeschmack auf deren Spanien-Tour. "La Vida Tranquila" von der Indie Pop Band La Casa Azul.
Die Rolling Beat Machine bot dem Culucu Bar-Publikum quasi einen Vorgeschmack auf deren Spanien-Tour. Es war der Track "La Vida Tranquila" von der Indie Pop Band La Casa Azul.
Los ging es aber mit einem Stück, das das Quartett zunächst in ein langes Instrumental-Intro hüllte. Zunächst kreierten Wouter Driessen sowie Bassist Matthieu Cleijne eine sphärischen Stimmung. Harper Bas Kleine und Schlagzeuger Henry Litjens gesellten sich dazu und erst als der Frotmann die ersten Zeilen sang, wurde die Nummer "The Joker", im Original von Steve Miller, enthüllt. Erstaunlich, wie die Combo dieses Lied in ganz persönlicher Prägung inszenierte. Daumen hoch schon für den ersten Track.
- Wouter Driessen (vocals, guitar)
- Bas Kleine (harmonica)
- Matthieu Cleijne (bass, backing vocals)
- Henry Litjens (drums, backing vocals)
Groove, Groove und nochmals Groove von Henry Litjens sowie Matthieu Cleijne. Die Rolling Beat Machine verwandelte Bob Dylans "Maggie’s Fram", einem der Klassiker von The Blues Band in eine Interpretation, die abermals verdeutlichte, über welches Potential das Quartett in Sachen Interpretation verfügte. Der Tiefton-Spezialist serviert ein furios-langes Solo mit geslappten Phasen und Wouter Driessen, der bei der Vielfalt an Stilen über eine durch und durch tolle Stimme verfügte, entlockte seiner E-Gitarre psychedelische Klangfarben. Seine Alleingänge gesellten sich zu den Highlights des Auftritts.
Die Formation wartete auch mit so einigen Eigenkompositionen mit niederländischen Texten auf. Für "Koffie" trommelte Henry Litjens einen klasse Shuffle und es war der 2015 mit einem Dutch Blues Award ausgezeichnete Harper Bas Kleine, der zur riffigen E-Gitarre ein bemerkemswertes Solo hinlegte. Ein wahrer Virtuose auf dem kleinen Instrument, das er auch in der chromatischen Variante einsetzte. Wie zum Beispiel im Reggae-lastigen "Bye Bye".
So langsam ging die Sonne unter und in die Dämmungen hinein spielte die Rolling Beat Machine das perfekt passende Titelstück ihres 2022 auf dem Markt gebrachten Albums "As Het Maar Droog Is". Eine herzergreifende Ballade, zu der der Kanzellen-Künstler mit einem herrlich sentimentalen Solo auftrumpfte.
Dann "Moeite", zu Deutsch 'Problem'. Ein Fun-Song mit Bodega-Flair, bei dem sich nach und nach die bereits erwähnte Tanzfläche füllte.
Bei einem Reggae mit niederländischem Text kam es zu einem nächsten Hinhörer. Ein ganz neues Lied, das vielleicht dem Titel "Ze Luistert Niet" tragen wird.
"Lekker Boeien" mit TexMex-Anleihen und einer unvollendeten Textzeile »[…] she’s buying a … […]« von Led Zeppelins "Stairway To Heaven" wurde mit viel Beifall belohnt.
Grundsätzlich ließen die Songs ganz viel Platz für Improvisation und Alleingänge. Im Laufe des Gigs wurde immer deutlicher, dass die Auslegung aller Tracks von einer großen Spontanität gekennzeichnet waren. Sehr oft war sozusagen der Bandleader Wouter Driessen der Dirigent für die zum großen Teil langen Versionen.
In seinen temporeichen Soli ließ Harper Bas Kleine förmlich die Kanzellen glühen und in den ruhigen bis ganz relaxten Teilen setzte er fantasievoll Sehnsucht oder Melancholie um. Durch das Fahrradlampenmikrofon bekamen seine Harmonicas eine besonderen Sound.
Ein weiteres Highlight mit Solo-Action von Matthieu Cleijne sowie Henry Litjens und einem melodischen happy Harp-Einsatz war "Mozambique". Im Hinterstübchen öffnete sich eine Schublade, in er sich Paul Simon befand.
Der Blues spielt natürlich auch eine Rolle. Muddy Waters' "Got My Mojo Working" zelebrierte die Gruppe, von ganz viel Fantasie geprägt, in einer rockigen Version.
Nach Inspirationen auf Latin-Terrain wurde das bereits weiter oben gelistet "La Vida Tranquila" aufgerufen. Bas Kleine sendete ein weiteres Solo in den nächtlichen Himmel. Innerhalb der ruhigen Nummer wechselte die Combo zum Reggae und im Trio sangen Drummer, Bassist sowie Wouter Driessen ohne Mikrofon. Das Quartett verabschiedete sich vom während des Gigs sehr viel Beifall und Szenenapplaus spendenden Publikum. Dann gab es doch noch einen Song. "Like A Rolling Stone" ließ den Rolling Beat Machine-Stern ein letztes Mal leuchten.
Die Rolling Beat Machine spielte auf dem Vorplatz der Culucu Bar ein Konzert voller Inspiration und Fantasie.
Das Quartett erwies sich als ein Meister der Spontanität und Interpretation.
Hats off, Bas, Henry, Matthieu und Wouter!
Wir bedanken uns bei Cherine für den Platz auf der Gästeliste.
Am 17. Juli wird die Coverband RoxxBoxx in der Culucu Bar, Kleve, erwartet.
Bildnachweis für alle Bilder des Events: © 2026 | Joachim Brookes | RockTimes
Line-up Rolling Beat Machine:
Wouter Driessen (vocals, guitar)
Bas Kleine (harmonica)
Matthieu Cleijne (bass, backing vocals)
Henry Litjens (drums, backing vocals)





















Neueste Kommentare