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Steve Lauer / 13 Weeks – CD-Review

Steve Lauers "13 Weeks" ist im wahrsten Sinn des Wortes ein Solo-Album.
Der Musiker, der bereits mit Bassist Noel Redding (Jimi Hendrix) sowie T.M. Stevens zusammen spielte, hat für "13 Weeks" »[…] alle Songs alleine komponiert, eingespielt, getextet, gesungen und gemischt […]«.
Folglich fehlen hier seine Mitmusiker, die unter dem Namen Voodoo Chile firmieren.
Mit Voodoo Chile brachte Steve Lauer 2006 Live At Strohhenge auf den Markt.
Mit seiner Band teilte er bereits die Bühne mit Randy Hansen, Kevin Coyne oder Herman Brood.

Der aus Lichtenfels, einem Ort im bayrischen Oberfranken, stammende Musik veröffentlichte "13 Weeks" Anfang Juni 2025.
Die elf Eigenkompositionen bringen es auf eine Gesamtspielzeit von gut über zweiundvierzig Minuten.

Auch Solo kann Steve Lauer den Blues beziehungsweise Blues Rock.

Das letzte Stück auf der vorliegenden Platte trägt den Titel "Angelika".
Diese Frau wird im Innerteil des Digipak in einem Text erwähnt:
»[…] Thank you very, very, much for your
lifetime and lovely support!
Angelika […]«

Folglich hat es Angelika verdient, dass Steve Lauter ihr eine Komposition widmet. Wie bei viele anderen Liedern auf "13 Weeks" geht hier ebenfalls die Post ab. Über treibendem Schlagzeugrhythmus rifft die E-Gitarre prächtig und außerdem wartet der Protagonist – zum rockenden Arrangement des Songs passend – mit einem fetzigen Solo auf.

Noch mehr Gitarren-Riffs begegnen uns bei "Choose Right People".
»[…] Choose right people with a human heart […]« singt Steve Lauer unter anderem mit seiner individuell geprägten Stimme. Die Sechssaiter-Soli streben gen Himmel und rücken bei dieser Nummer deutlich in den Vordergrund. Hinhörer, auch weil der Track rhythmisch was zu bieten hat.
In "Don’t Talk To The Fool Today", ebenfalls mit einer sehr persönlich Stimme ausgestattet, bringt Steve Lauer seine Vorliebe für den Riff betonten Blues Rock zum Ausdruck. Seine Alleingänge zeugen von einiger Fantasie.

Unter der CD befinden sich im Digipak Fragmente der Lyrics mit darüber befindlichen Songtiteln. Da ist der Name Keith durchgestrichen und ersetzt durch Keef, so wie die Nummer in der Tracklist auftaucht. "Hey Keef". »[…] Hey Keef, Rock’n’Roll king […] your music explodes it is so strong […]«.
Tja, wer mag da wohl gemeint sein? Mit einem höchst eigenständigen Solo weckt das Stück aus meiner Sicht Erinnerungen an Keith Richards.

Über scharf gewürzte Gitarren-Sounds in "I’m So Beautiful" freuen sich die Leute vor den Lautsprechern und als Opener hebt "Ice Cold Man" die Schranken für Steve Lauers Blues Rock-Express.
Mit "The Gossip Queen" wird die Stimmung hoch gehalten und in "Stupid And Rich" wird ordentlich Dampf aus dem Zwölftakter-Kessel abgelassen. Highlight!

"13 Weeks" von Steve Lauer ist Blues Rock mit einer nicht von der Hand zu weisenden persönlichen Note beim Gesang, einer fetzigen E-Gitarre sowie einem individuell gestalteten Mixing.
Im Begleitschreiben wird bereits auf das Album "It Makes No Sense To Wage A War" hingewiesen.


Line-up Steve Lauer:

Steve Lauer (vocals, all instruments)

Tracklist "13 Weeks":

  1. Ice Cold Man (3:34)
  2. Choose Right People (4:00)
  3. The Gossip Queen (4:10)
  4. Rocking The Blues (3:37)
  5. King Of The Road (3:46)
  6. Stupid And Rich (4:04)
  7. Hey Keef (3:42)
  8. I’m So Beautiful (3:52)
  9. Be The Man (3:49)
  10. Don’t Talk To The Fool Today (4:01)
  11. Angelika (3:54)

Gesamtspielzeit: 42:29, Erscheinungsjahr: 2025

Über den Autor

Joachim 'Joe' Brookes

Genres: Blues, Blues Rock, Alternative Music, Space Rock, Psychedelic Music, Stoner Rock, Jazz ...
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