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Subway / Turn Back The Time – CD-Review

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"Turn Back The Time". Wer möchte es nicht, einfach mal die Uhr anhalten und die Zeiger zurück drehen? In musikalischer Hinsicht  ermöglichst haben dies die Bandmitglieder von Subway. Die Balinger Melodic Hard Rock-Formation hat kurzerhand ein Reunion-Album veröffentlicht und schlüpfte dabei fast in die gleiche Besetzung ihres größten Erfolges aus dem Jahr 1992 mit dem Titel "Hold On To Your Dreams". Es gibt bei den Musikern nur eine Ausnahme. Neu besetzt ist die Position an den Keyboards mit Neuzugang Robin Stöckli (seit 2022).

"Turn Back The Time" ist deshalb das Album aus dem Jahr 2026 treffend überschrieben. 1986 gegründet, gelang ihnen sechs Jahre später mit dem zweiten Album der internationale Durchbruch. Bei Festivalauftritten und auf Tourneen mit Axxis und Talisman erspielte sich die Band eine Fanbasis in ganz Europa. "Hold On To Your Dreams" wurde in Japan, Korea und Taiwan unter dem Namen "Light Of The Night" veröffentlicht. 1994 legten sie mit "Taste The Difference" nach. An den Reglern stand hier Mickey Davis (u.a. Kiss, W.A.S.P.). Vor allem in Deutschland und in Japan feierte die Band große Erfolge. Mehrere Line-up-Wechsel führten nach zwei weiteren Alben im Jahr 2003 zum vorläufigen Ende von Subway.

Das Quintett meldet sich 2026 nicht einfach nur mit einem Longplayer zurück, sondern es bedankt sich in geradezu euphorischer Weise bei denen, die der wichtigste Eckpfeiler einer jeden Bandgründung sind – bei den Fans. Im Text des Covers heißt es: »Danke an unsere Fans. Ihr seid der Grund, warum wir tun, was wir tun. Mit euch wird aus unserem Traum ein lauter, echter und lebendiger Moment. Ihr haltet die Flamme am Brennen. "Hold On Your Dreams'. Ohne euch wäre dieser Traum nie wieder Wirklichkeit geworden. Robin. Tommy, Peach, Bemy, Don«

Eine derartige Stimmung schlagen auch die zehn Lieder an, die alle ein ausgesprochen positives Gefühl vermitteln. Somit entstanden ist ein modernes, zeitgemäßes Album, das feinen AOR (Adult Oriented Rock) bietet und damit unüberhörbar den Hauch der 1980er Jahre einatmet.

Doch "Turn Back The Time" ist deshalb beileibe kein Nostalgiealbum, sondern fest im Hier und Jetzt verankert. Der Opener "Breaking These Chaints" legt kräftig los und steht für das Gefühl vergangener Tage, holt uns aber mit eingängiger, melodischen Rockmusik zeitgemäß ab, was ebenso auf das nachfolgende "When It’s Gone" zutrifft. In der Tradition der 1980er steht "In The Shadows", da es auf den meisten Hard Rock-Alben wiederkehrend ruhigere Lieder gibt. Kurios: "Bitter Sweet Melody" erinnert in Melodie und Gitarrenarbeit irgendwie an die Musik der schwedischen Rock- und Metalband Ghost. Ebenfalls zu den ruhigeren Kompositionen gehört der Titelsong "Turn Back The Time". Er startet emotional mit einer Frauenstimme, wobei es keine Quelle gibt, die die Herkunft der Sängerin preisgibt. Ein munterer energiegeladener Ohrwurm und ein passender Anspieltipp ist "Calling For You", der das Finale mit dem abschließenden "Hear You Cry" einleitet.

Persönlich sind die Botschaften in den Texten. Dazu ein Auszug aus der Presseinformationen: »In den zehn Albumtracks beschäftigen sich die fünf Musiker von Subway mit der Reise durch die Höhen und Tiefen des Lebens. Vom jugendlichen Gefühl der Unbesiegbarkeit bis zum Verlust eines guten Freundes ('Hear You Cry'), von Selbstfindung ('I Won’t Change') bis hin zu den Siegen, Misserfolgen und Narben, die einen Menschen zu dem machen, was er in der Mitte seines Lebens ist ('Unbreakable')."

Melodischer Rock mit starken Keyboards, professionellem Gesang, eingängigen Refrains und Power-Balladen – das alles zeichnet guten AOR aus. Auf "Turn Back The Time" gibt es einen solchen Protoypen mit einer zeitgemäßen Produktion zu hören, produziert von Dennis Ward (Pink Cream 69, Helloween, Angra und Unisonic).


Line-up Subway:

Peach Stöckli (vocals)
Bemy Bitzer (guitar)
Martin 'Don Metal' Arnold (bass)
Robin Stöckli (keyboards).
Tommy Strobel (drums)

Tracklist "Turn Back The Time":

  1. Breaking These Chains
  2. When It’s Gone
  3. In The Shadows
  4. Bitter Sweet Melody
  5. Turn Back The Time
  6. Unbreakable
  7. I Won’t Change
  8. They Taught Me Love
  9. Calling For You
  10. Hear You Cry

Gesamtspielzeit: 36:46, Erscheinungsjahr: 2026

Über den Autor

Mario Keim

Musikstile: Heavy Rock, Rock, Deutschrock, Hard Rock
Marios Beiträge im RockTimes-Archiv

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