Ursprünglich als Studiosängerin unterwegs, veredelte sie mit ihrer Stimme unter anderem die Presley-Stücke "In The Ghetto" und "Suspicious Mind" sowie "When A Man Loves A Woman" von Percy Sledge. Ein paar Jahre später und mit Keith Godchaux verheiratet, trat sie zusammen mit ihrem Mann der US Jamband Grateful Dead bei.
Vorrangig, um den erkrankten Keyboarder und Organisten Ron 'Pigpen' McKernan auf der großen Europatournee 1972 zu unterstützen, tauchten sie auf dem großartigen Livealbum der "Europe ’72" das erste Mal gemeinsam im Line-up auf. Von 1971 (Keith) und 1972 (Donna) musizierten sie zusammen mit den Mannen um Jerry Garcia bis 1979.
Die beiden waren maßgeblich am Sound der Band in dieser Zeit beteiligt, was zum einen daran lag, dass Keith als Jazzpianist ganz anders agierte als McKernan an der schweren Hammond und Donna die einzige Frau war, die jemals bei Grateful Dead in Diensten stand. Man darf nicht verschweigen, dass der Name Godchaux bei vielen Deadheads keine große Begeisterung auslöste.
Als Keith And Donna Band brachte das Ehepaar 1975 eine Soloplatte heraus und war Ende der 1970er auch Mitglied der Jerry García Band. 1979 waren die Streitigkeiten innerhalb der Band so angewachsen, dass sie die Gruppe verließen und sich musikalisch anderes orientierten. Keith starb 1980 und Donna heiratete den Bassisten David McKay und hieß fortan Donna Jean Godchaux-McKay.
1994 stand Donnas Einzug in die Rock and Roll Hall of Fame an, und zwar als Bandmitglied von Grateful Dead. Ende der 1990er gründete sie die Donna Jean Band und trat einige Male mit ehemaligen Grateful Dead Muskern auf (Phil Lesh & Friends). Die alte Gruppe, Heart Of Gold Band, die sie in den 1980ern mit ihrem ersten Mann Keith gründete und nach dessen Tod auflöste, hat sie 2004 wieder belebt und fast ausschließlich mit Familienmitgliedern (Godchaux sowie McKay) besetzt. Danach war sie Mitglied bei der GD-Coverband Zen Tricksters. Die Band nannte sich später erst in Donna Jean And The Tricksters, dann in Donna Jean Godchaux Band um.
Am 2. November 2025 verstarb Donna Jean Thatcher, so ihr Geburtsname, in einem Hospiz in Nashville nach langem Kampf gegen den Krebs.
Sie wurde 78 Jahre alt.
Neben der erwähnten Livescheibe "Europe ’72′" bleiben Klassiker wie Wake Of The Flood (1973) , From The Mars Hotel (1974), Blues For Allah (1976), Steal Your Face (1976), Terrapin Station (1977) und Shakedown Street (1978) unvergessen und Sterne in jedem gut sortierten Plattenregal.
» … In tomorrow morning’s light
I will find you
When I awoke, the stars were out and shining
Shining for you and me
All I ever want to be is safe and warm in your arms
All I have, from the heart of me …«
[Grateful Dead: "From the Heart Of Me" from "Shakedown Street". Lyrics & Music by Donna Godschaux]
R.I.P. Donna



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