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Jason Kane & The Jive – Konzertbericht, 03.06.2026, Griether Hanselädchen, Kalkar-Grieth

Am 03. Juni 2026 gastierten Jason Kane & The Jive im Griether Hanselädchen, Kalkar-Grieth.
Wie aus der Website des Trios aus San Antonio, Texas, hervor geht, steht die Band für eine hoch energetische Mischung aus Blues, Funk und Soul.
2014 gegründet, zieht das Trio seine Inspiration aus der Musik von Grand Funk Railroad, Johnny Winter, Thin Lizzy und AC/DC und formt diese zu einem elektrisierenden Sound.
2017 brachte man "Jason Kane & The Jive" auf den Markt.
2018 folgte "Hellacious Boogie" und 2020 Soggy Noggin.
Neben einigen Single-Veröffentlichungen gibt es seit 2025 die Alben "Find Out For Yourself" sowie "Live At Jandro’s".

Jason Kane & The Live im Juni 2026 im Griether Hanselädchen Kalkar-Grieth

Jason Kane & The Live im Juni 2026 im Griether Hanselädchen Kalkar-Grieth

Bei relativ kühlen Außentemperaturen heizte das Power-Trio in der Location ordentlich ein.
Von der ersten Sekunde an schraubte die Combo das Energielevel im Opener "Gypsy Kiss" auf ein hohes Niveau.
Hart, härter, Jason Kane & The Jive.
Die Band brachte die Stimmung beim eineinhalbstündigen Gig im Griether Hansestübchen zum Kochen.

Balladen fanden auf der anderen Rheinseite statt.
Ging es um ruhigere Elemente, gab man diesen ihren Platz innerhalb einiger Songs. Dabei nahm Jason Kane einmal Platz auf der Bank seilich von der Bühne und spielte im Sitzen.
Heavy Blues Rock ohne Kompromisse.
Die schiere Power war kombiniert mit einer beeindruckenden Dynamik und einer bemerkenswerten Variabilität der Tracks.
Die Eigenkompositionen wurden durch sehr gut ausgewählte Coversongs ergänzt.

Jason Kane servierte dem begeisterten Publikum atemberaubende Soli und er erwies sich als ein Meister der Riff-Kultur wie zum Beispiel bei "How I Do" oder "Let It Ride", einem Hochgeschwindigkeits-Rock’n’Roll-Song.
In "Courthouse Blues" steigerte der Frontmann das Riffing bis in den Stakkato-Modus.
Die musikalische Dynamik spiegelte sich in der Bühnen-Action wider.
Jason Kane nutzte den ihm zur Verfügung stehenden Raum voll aus. Ein wahrer Wirbelwind, nicht nur auf dem Fretboard seiner E-Gitarren. Auf dem silberfarbenen Arbeitsgerät befindet sich ein Autogramm von Johnny Winter (s. Bildergalerie).

Beim heftigen Blues Rock kam teilweise auch das Bottleneck zum Einsatz, der von ausgelassen-ungestümer Aussagekraft geprägt war. Wofür ein Metallröhrchen benutzen, dachte sich der Bandleader wohl, als eine Bierflasche für die etwas anderen Slide-Sounds sorgte.
Der Gitarren-Held setzte sich nicht nur einmal auf der Schaufensterbank in Szene und ein weiteres Mal sang er durch den Tonabnehmer der Silbernen.
Die faszinierende Vielfalt der hohen Tempi brachten Jason Kane sowie Bassist Nick Jive durch reichlich Headbanging zum Ausdruck.
Eine perfekte Einheit zum harten Blues Rock bildete Jason Kanes Stimme.

Groove, Groove und nochmals Groove.
Als Power-Station hatten Schlagzeuger Thomas Chapoy, wie auch Bassist Nick Jive, natürlich einen sehr großen Anteil an dem facettenreichen Tempo von Songs wie "Shapes" oder "Built To Kill".
Sinnbildlich für rhythmische Leidenschaft stand die Nummer "Rising Smoke".

Besondere Begeisterung entstand beim Publikum während Thomas Chapoys Schlagzeug-Solo, das von dezenter E-Gitarre-/Bass-Begleitung untermalt wurde.
Natürlich gab es auch für den Bassisten Gelegenheit für einen Alleingang. Bei "Courthouse Blues" zeigte Nick Jive, der die ganze Zeit munter auf dem Fretboard seines fünfsaitigen Tieftöners unterwegs war, welche Rolle der Funk im Blues Rock spielte.
Beide hatten während der Zugabe eine weitere Möglichkeit, ihr Können unter Beweis zu stellen. Dabei trommelte Thomas Chapoy phasenweise mit einem infizierenden Latin-Flair sowie rhythmische Variationen, nur mit den Drumsticks inszeniert. Nick Jive versah seinen Alleingang mit Klang-Effekten.

Die Zugabe enthielt zwei Songs. Für ZZ Tops "Just Got Paid" setzte Jason Kane ein letztes Mal das Metallröhrchen ein. "Inside Looking Out", im Original von The Animals, allerdings auch bestens bekannt von Grand Funk Railroad, war ein ganz heißer, sehr frei interpretierter Abschluss eines begeisternden Jason Kane & The Jive-Konzerts.
Ein echtes Power-Trio. Wohltemperierte Härte, eine tolle Spielfreude und Variabilität im Heavy Blues Rock waren Kennzeichen dieses eindrucksvollen Gigs.
Hats off, Jason, Nick und Thomas!

Zum Gelingen dieses Konzerts trug auch Soundmann Oliver Schupp bei.
Dortmund, Hamburg, Berlin, Bremen, Weimar. Bei den Jason Kane & The JiveTourterminen ist das Greither Hanselädchen in bester Gesellschaft.

Wir bedanken uns bei Ingmar Kerkhoff für den Platz auf der Gästeliste.
Am 13. Juni veranstaltet das Griether Hanselädchen, Kalkar-Grieth, Rock auf dem Markt mit Sleeping Woods sowie Dear Wolf.

Bildnachweis für alle Bilder des Events: © 2026 | Joachim Brookes | RockTimes


Line-up Jason Kane & The Jive:

Jason Kane (vocals, guitars, slide guitar)
Nick Jive (bass)
Thomas Chapoy (drums)

Ingmar Kerkhoff bei der Ansage

Ingmar Kerkhoff bei der Ansage

Über den Autor

Joachim 'Joe' Brookes

Genres: Blues, Blues Rock, Alternative Music, Space Rock, Psychedelic Music, Stoner Rock, Jazz ...
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