«

»

The Imaginaries / Fever – CD-Review

Wie aus den Informationen von Brooke-Lynn Promotion zu "Fever" von The Imaginaries hervor geht, kann man »[…] nach 75 Platzierungen in Filmen, Fernsehsendungen und Werbespots […] ziemlich sicher behaupten, dass so gut wie jeder US-Amerikaner schon mal mit der Musik des Americana/Blues/Pop-Duos The Imaginaries in Berührung gekommen ist. […]«
Das Duo (Maggie McCure/Shane Henry) hat den Soundtrack des Spielfilms "A Cowgirl’s Song" geschrieben und produziert.
Zwei Songs befinden sich auf dem Soundtrack des Netflix-Films "Mending The Line".
Außerdem sind sie »[…] mit einem Song im Bio-Pic "Reagan" mit Dennis Quaid in der Hauptrolle […]« vertreten.
"Fever" ist das zweite Studioalbum des Ehepaars (beide sind auch als Schauspieler tätig und Shane ist Gründer und Mitbesitzer der Boutique-Gitarrenpedal-Firma Westerlund). Mit seinen zwölf Songs bringt es "Fever" auf eine Gesamtspielzeit von 42:06 min. Zwölf reicht beim Line-up bei weitem nicht aus, denn neben Maggie McCure sowie Shane Henry sind einundzwanzig weitere Personen auf der vorliegenden Platte zu hören.
Prominent in den Vordergrund gerückt werden in der Tracklist Ariel Posen ("Wishing Well"), Joe Bonamassa ("Crossroads") und Vince Gill ("Whole Lotta Livin'").

Fast alle Songs kann man als Eigenkompositionen bezeichnen und wurden von Maggie McCure beziehungsweise Shane Henry, gemeinsam oder mit wenigen weiteren Personen geschrieben.
Die besondere Prominenz einiger Gäste kommt bereits im zweiten Lied mit dem Titel "Wishing Well" zum Tragen. In der flott abgehenden Nummer bringt Ariel Posen die Saiten seiner E-Gitarre ordentlich in Schwingungen und man vernimmt tolle Slide-Sounds, die sich durch weitere Sechssaiter-Gäste (Isaac Stalling, Drew Nichols, Will McFarlane) wie ein roter Faden durch die Tracklist ziehen. Davon abgesehen freuen wir uns über richtig tolle Gitarren-Einträge, ganz gleich ob mit der stromverstärkten oder akustischen Gitarre.
Auch im bluesigen "Crossroads" – nein, es ist nicht das Robert Johnson-Stück – kommt das Bottleneck in Aktion. Joe Bonamassa liefert, so wie man es von ihm kennt, einen klasse Beitrag ab und im etwas Country-orientierten "Whole Lotta Livin'" ist es Vince Gill, der durch den Twang seiner E-Gitarre das Country-Feeling verschärft. Der kurze Part, in dem der Rhythmus durch Handclaps kreiert wird, ist die besondere Würze des Tracks. Toll!

Ob im Duett oder einzeln, singen können Maggie McCure und Shane Henry ganz famos und durch ihren Gesang stellen sie jedes Lied in ein ganz besonderes Licht. Wie toll Maggie McCure bei Stimme ist, erleben die Leute vor den Lautsprechern in "Constant", einem Song mit wohltemperierter Dynamik zwischen Ballade und leicht rockend.

Wieder ein besonderes Lied. Im "Buzzard’s Roost" schwingt eine kleine, allerdings deutlich vernehmbare Portion TexMex, auch durch die Brad Guin und Allen Branstetter-Horn-Section, mit. Letztgenannter beendet das Stück durch ein Trompeten-Solo. Hier ist es Shane Henry, der mit seinen Vocals überzeugt.

Gitarren-Riffs, Gitarren-Riffs und nochmals Gitarren-Riffs. Das Titelstück "Fever" rockt mit Verve und sorgt für erste Begeisterung. Klasse Tune!
Richtig nachdenklich-verträumt wird es, wenn "Here For You" angesagt ist. Zurückhaltend instrumentiert, rückt hier die Aussagekraft der Lyrics in den Vordergrund. Highlight!
Noch sparsamer geht es im abschließenden "Lucky Ones" zu. Natürlich wird der gemeinsame Gesang des Duos jetzt noch mehr betont, denn zur Begleitung hören wir nur eine akustische Gitarre im Fingerpicking-Stil. Zu diesem weiteren Highlight-Song kann man The Imaginaries nur beglückwünschen.

"Fever" von The Imaginaries spricht Leute mit einer Americana-, Roots-, Folk und ein wenig Blues-Vorliebe an.


Line-up The Imaginaries:

Maggie McCure (vocals, piano, Wurlitzer, percussion, vibraphone, celestre, bells)
Shane Henry (vocals, electric guitars, acoustic guitars)

With:
Justin Holder (drums, percussion)
Rob Humphreys (drums, percussion)
Jacob Schrodt (drums, percussion)
Chris Cooke (drums, percussion)
Trip Bower (bass)
Chad Copelin (bass, organ, additional keyboards)
Spencer Duncan (bass)
Chris Donohue (bass)
Kevin Holly (electric guitar, 12-string guitar, baritone guitar)
Stephen Leiweke (electric guitar, acoustic guitar, percussion)
Isaac Stalling (slide guitar – #8)
Drew Nichols (silde guitar – #6)
Will McFarlane (slide guitar – #9)
Dan Walker (organ, additional keyboards)
Clayton Ivey (organ, additional keyboards)
Micah Hulscher (organ, additional keyboards)
Allen Branstetter (trumpet – #7)
Brad Guin (tenor saxophone, baritone saxophone, flute – #7)
Vince Gill (electric guitar – #4)
Joe Bonamassa (electric guitar – #3)
Ariel Posen (electric guitar – #2)

Tracklist "Fever":

  1. Fever
  2. Wishing Well (feat. Ariel Rosen)
  3. Crossroads (feat. Joe Bonamassa)
  4. Whole Lotta Livin' (feat. Vince Gill)
  5. Constant
  6. I Knew It Was You
  7. Buzzard’s Roost
  8. Little By Little
  9. Breaker
  10. Riding That High
  11. Here For You
  12. Lucky Ones

Gesamtspielzeit: 42:06, Erscheinungsjahr: 2026

Über den Autor

Joachim 'Joe' Brookes

Genres: Blues, Blues Rock, Alternative Music, Space Rock, Psychedelic Music, Stoner Rock, Jazz ...
Über mich
Meine Seite Im Archiv
Mail: joachim(at)rocktimes.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>