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Revolting / Monolith Of Madness – CD-Review

Revolting - Monolith Of Madness

Gibt es eigentlich einen Monat, in dem keines der Projekte des Schweden Rogga Johansson auf den Markt kommt?

Der Death Metal Tausendsassa hat gefühlt circa Elfmillionen-dreihundert-zweiundfünfzig Bands am Start. Und genau da kommt sofort die Frage auf, warum F.D.A. Records eine Scheibe wieder veröffentlichen, die gerade erst mal zehn Jahre auf dem Buckel hat, von einer Band, die auch veröffentlichungsfreudig ist.
Denn Revolting bringen es mittlerweile auf zehn Scheiben, die neueste davon ("Supernatural Anthems") erschien gerade erst am 4. Juni 2026. Und das macht für mich das ganze noch ein Stück weit unverständlicher, denn wer soll das alles kaufen, bei solch einem Tsunami an Scheiben, der über den potenziellen Käufer hereinbricht???

Sicher, der Herr Johansson bringt keine wirklich schlechten Scheiben auf den Markt. Aber, und da liegt das große Problem, auch keine echten Götter-Alben. Und genau in der Schnittmenge, aus richtig genial und absolut verzichtbar liegt "Monolith Of Madness".
Das Ganze ballert schon ordentlich aus den Boxen, sodass eigentlich jeder Fan, der seinen Death Metal gerne Schwedisch mit Querverweisen nach Trump Country mag, voll auf seine Kosten kommt. Schon der Opener "Blood Blood Blood" geifert gierig wie ein angeschossener Pitbull um sich und macht richtig Bock.

Allerdings, so geht es zumindest mir, geht einem spätestens ab Song drei oder vier die gnadenlos auf brutal gemachte Produktion mächtig auf die Klöten. Hier bekommt nichts Luft zum Atmen, jede Millisekunde ist so zugekleistert, dass einem echt die Lust vergeht, den Silberling am Stück zu hören. Alles Over the Top, keine Bösartigkeit durch fiesen Sound, sondern Pro-Tools auf finster und Trigger bis der Arzt kommt. Und genau von diesem wünscht man sich Erlösung durch das Bolzenschussgerät …

Jetzt bitte nicht falsch verstehen "Monolith Of Madness" ist beileibe kein schlechtes Album, aber weiß dennoch keine eigenen Akzente zu liefern. Und das muss heutzutage schon irgendwie sein. Da nutzt auch das endgeile Cthulhu-Rüsselvieh-Cover nichts.

Wahrscheinlich geht es nicht nur mir so, sondern so manchen Rezensenten auch. Man möchte am liebsten Rogga Johansson für ein oder zwei Jahre Studioverbot erteilen, um zu sehen, wie statt Massenware ein richtiger Brocken Death Metal entsteht. Das Potenzial hat der Herr, er verballert es halt zu schnell in diversen Formationen.

Also, Rogga, geh doch einfach mal ’n Jahr lang Angeln oder irgendwas …

Wer alles kauft, wo Rogga mitmischt, oder Menschen, die nie genug Death Metal bekommen können, dürfen zuschlagen, alle anderen stecken die sauer verdiente Kohle lieber in andere Bands.


Line-up Revolting:

Revolting Rogga (vocals, guitars)
Grotesque Tobias (bass)
Mutated Martin (drums)

Tracklist "Monolith Of Madness":

  1. Blood Blood Blood (3:49)
  2. Procession To The Monolith (3:20)
  3. Ode To Hastur (3:54)
  4. Cadaver Patrol (3:41)
  5. Night Of The Tentacles (3:47)
  6. March Of The Revolter (3:09)
  7. The Faceless Deformity (3:45)
  8. Broomstick Legions (3:20)
  9. A Wedding For The Dead (4:04)
  10. From Out The Deep (3:41)

Gesamtspielzeit: 36:30, Erscheinungsjahr 2026 (2018)

Über den Autor

Jens Groh

Hauptgenres: Metal in (fast) allen Varianten / aber auch mal Rock, Pop…
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Mail: jens(at)rocktimes.de

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