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Lightspeed / Delta – CD-Review

Lightspeed / Delta - CD-Review

Mehr als zwanzig Jahre war es still um die Progger Lightspeed und wenn man sich das neue und vierte Studioalbum anhört, kann man das ob der Qualität der Musiker fast kaum glauben. Egal, sie sind wieder aktiv und als ob das eigene Können nicht bereits mehr als genug wäre, haben sie eine Phalanx an Gastmusikern mit ins Boot gehört, die für Ehrfurcht sorgen kann.

Liest man sich die Namen der Gäste durch, kommt man auf Bands wie Yes, Strawbs, Supertramp, Pink Floyd, Chick Corea, Jean Luc Ponty, Jon Anderson, Bryan Adams, Sephira, King Crimson, David Gilmour, Gong, Soft Machine, Grand Design, Moody Blues, James Taylor, Eric Clapton, Carlos Santana, Phil Collins, Rod Stewart und Lost Johnny.

Ok, ein Black Label Ribeye Steak von der Simmetaler Färse ist ohne Zweifel geeignet, dem Kenner die Geschmacksnerven bis zum Reißen zu spannen. Aber es muss auch perfekt zubereitet werden. So ist das hier auch und die Kompositionen auf "Delta" sind perfekt zubereitet, sodass der Pulk an musikalischer Kompetenz zeigen kann, was er kann. Das sind erst einmal große progressive Bauten die beispielweise bei "Constant Change" zeigen, dass rhythmisch ohne starkes Bassspiel eigentlich nichts geht. Stark, wie diese Nummer aus den Boxen hämmert, wie mir da etwas Queen in den Sinn kommt und diese Gitarre im Gilmour-Stil … Top!

Wenn es im Infozettel heißt, dass da ab und an die alten Styx um die Ecke lugen, dann passt das schon. Auch Kansas-Tupfer sind ab und an zu vernehmen und immer wieder dieser powervolle Bass, die melodischen und großvolumigen Vocalpassagen und diese gekonnten Platzierungen von zum Beispiel dem Saxofon, oder die Rock-Geigen der beiden Damen aus Irland, die Moody Blues-Flöte … Alter Schwede, das passt.Powerwände, melodischer Prog, Art Rock und auch schon mal ein leichter Countrytouch in "On My Way".

"Delta" ist kein Album von der Stange, hängt selbige aber hoch, was etwaige Folgealben angeht. Die Jungs von Lightspeed haben zusammen mit ihren Gastmusikern eine Scheibe vorgelegt, die man bei unaufmerksamem Hören kaum in Gänze erfassen kann. Lobenswert auch das Booklet, das alle Texte bereithält.


Line-up Lightspeed:

Wilmer Waabroek (lead and backing vocals)
Tommy Denander(guitars)
John Persichini (lead and backing vocals)
Holland Malmrose (dums and percussion)
Howard Helm (keyboards)
Rod Chappell (6 and 12 string guitars, 4 String bass guitars, 5 string fretted and fretless bass, vocals, keyboards, percussion)

Guest Musicians:

Oliver Wakeman (keyboards)
John Anthony Helliwell (saxophone)
Jamie Glaser (guitars) (
Ruth & Joyce O’leary (rock violins)
Theo Travis (saxophone)
Janne Stark (guitars)
Norda Mullen (flute)
Luis Conte (percussion)
Gary Chappell (keyboards)
Shane Daniel Myers (string arrangements)

Tracklist "Delta":

  1. Above And Beyond
  2. Constant Change
  3. Sands Of Time
  4. Cast My Cares (To The Wind)
  5. If I Fall (Rick’s Cottage)
  6. Waiting
  7. Different Light
  8. On My Way
  9. Sunrise
  10. Endless Sky
  11. Time Stand Still
  12. Maybe Someday
  13. Onward
  14. Wish You Well (The Gweed)

Gesamtspielzeit: 72:11, Erscheinungsjahr: 2026

Über den Autor

Ulli Heiser

Hauptgenres: Mittlerweile alles, was mich anspricht
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