Die niederländische Americana-Band DIX schlägt mit "Ludovicus Bosco Hic Fuit" ein neues Album-Kapitel auf.
Die vorliegende Platte wurde von Lois Bos im Forest Studio aufgenommen, gemixt und produziert.
Das Mastering übernahm Barney Broomer bei Sonic One Mastering.
»[…] tone consultancy: John Heijmen […]«.
Bei den Song-Credtis taucht Band-Mitglied Erik van Oijen bei allen zwölf Liedern auf.
Außerdem werden die Band beziehungsweise Ray van Haalen gelistet.
DIX wurden von Tom Ensink (Pedal Steel), Peter van den Bos (Violin) sowie Trompeter Rob van Huizen unterstützt.
Die Eigenkompositionen bringen es auf eine Gesamtspielzeit von 51:30 Minuten.
Unter anderem hat DIX die Alben Sayonara (2010) sowie For Love (2013) auf den Markt gebracht.
Was schon zu Beginn des Albums bei "The Anthem Of The Gentle Man" mit einem großen Gewicht in die Waagschale fällt, ist der beeindruckende Gesang der vielen Bandmitglieder.
Dies zieht sich wie ein roter Faden durch die zwölf Nummern.
Der Opener, verwurzelt im Alternative Country, sorgt für gute Laune bei den Leuten vor den Lautsprechern.
Die E-Gitarre macht sich durch einen klasse Twang bemerkbar und Gast-Pedal-Steeler Tom Ensink ist ebenfalls mit von der Partie.
Nach dem flotten Einstieg in "Ludovicus Bosco Hic Fuit" ist man schon ganz gespannt auf das folgende Stück mit dem Titel "Stronger Than Mine". Wir erleben ein klasse E-Gitarren-Solo und der Lead-Gesang ist vorzüglich und am Ende zupft Ray van Haalen ein ganz feines Banjo-Solo. Bart Versteegh trommelt einen schönen Rhythmus und gemeinsam mit Bassmann John Ariëns kreieren die beiden Musiker ein klasse Fundament für diese Nummer.
Lassen wir die CD doch einfach weiter laufen, kommen wir zu einem weiteren Highlight des Silberlings.
"Straight Where I Wanna Be" ist eine hinreißende Ballade, die durch ihre Zeitlosigkeit glänzt wie ein Stern am Firmament der Roots Music. Eine fast schon einfühlsam-schwebende Stimmung, gepaart mit einer herausragenden Intensität, herrscht vor.
Akustischer Sechssaiter, auch im Fingerpicking-Style intoniert, und so wunderschöne sehsüchtig-eindringliche Lead Vocals machen "Beautiful Eyes" zu einer weiteren Ballade, die Eis geradezu zum Schmelzen bringt. Zum Ende hin wird der Track dann noch richtig großformatig. An dieser Stelle darf nochmals auf den fantastischen Gesang der Combo hingewiesen werden. Highlight!
Ganz am Anfang und zwischendrin des Titelstücks "Ludovicus Bosco Hic Fuit" kräht ein Hahn. Auch dieses Lied ist noch von einer balladesken Atmosphäre geprägt. Toll wie die Trompeten-Klänge von Rob van Huizen in einer weiteren Phase die abschließende Nummer in Alleingang-Modus bestimmt. Bei den Sounds des Blechblasinstruments kommt südamerikanische Stimmung auf. Klasse! Wir warten auf den Gesang, den es als Text so gar nicht gibt. Perfekt passend gibt es Klangfarben von Summen. Ein bestechender letzter Song, ausgeschmückt mit Violinen-Klängen von Peter van den Bos, der auch bei "Mooney" mitwirkt.
"Unimportant" verschärft das Alternative Country-Tempo und man darf durchaus davon sprechen, dass dieses Lied von einem schönen Bart Versteegh-Groove unterlegt wird. Obendrauf gibt es ein klasse Gitarren-Solo.
"Mother Dear" ist DIX' vertonte Andacht, durch Tom Ensinks Pedal Steel verziert.
Hingabe pur.
"Ludovicus Bosco Hic Fuit" von DIX ist eines der ganz wenigen Bespiele dafür, wie man im Americana, Alternative Country und Roots Music, Emotionen in verschiedene Klangwelten umsetzt.
"Ludovicus Bosco Hic Fuit" von DIX ist Musik für ganz besondere Tageszeiten, in denen man Ruhe genießen möchte.
Line-up DIX:
Ray van Haalen (guitars, banjo, vocals)
Bart Versteegh (drums, vocals)
Erik van Oijen (vocals, guitar, mandolin)
John Ariëns (bass, vocals)
With:
Tom Ensink (pedal steel)
Peter van den Bos (violin)
Rob van Huizen (trumpet)
Tracklist "Ludovicus Bosco Hic Fuit":
- The Anthem Of The Gentle Man (2:55)
- Stronger Than Mine (3:37)
- Straight Where I Wanna Be (4:47)
- Once Upon A Time (4:08)
- Melt Me (3:38)
- Saturn Blue (4:32)
- Beautiful Eyes (5:09)
- Mother Dear (5:57)
- Unimportant (3:46)
- Mooney (3:48)
- Arthur Jomes [Live In The Barn] (3:53)
- Ludovicus Bosco Hic Fuit (5:36)
Gesamtspielzeit: 51:30, Erscheinungsjahr: 2026



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