Am 07. Juni 2026 gastierte Joseph Parsons in De Brauerij, Kranenburg-Niel.
Die letzten drei Veröffentlichungen des angesagten Singer/Songwriters waren "Digging For Rays" (2019), At Mercy’s Edge (2020) sowie Holy Loneliness Devine (2022).
Über "At Mercy’s Edge" heißt es in der Rezension unter anderem:
»[…] Wer sich dieses außerordentliche Album zulegt, macht keinen Fehler. […]«
Bei "Holy Loneliness Devine" »[…] bilden die Verpackung, das Heftchen und die CD eine Einheit, genauso wie die herrliche Musik. […]«
De Brauerij schreibt in der Konzertankündigung auch:
»[…] Seine Soloshows bewegen sich zwischen Rock und Folk – reduziert, ehrlich und furchtlos im Angesicht schwerer Zeiten. Kein Bühnenkram, kein Hochglanz – nur echte Spiegelbilder unserer Welt, von Liebe, Verlust und dem Versuch, seinen Weg darin zu finden – Neugierig und weise. […]«
Joseph Parsons sorgte für ein höchst abwechslungsreiches Konzert in De Brauerij, Kranenburg-Niel.
Bei ausverkauftem Haus spendierte das Publikum, das nicht unbedingt nur aus der näheren Umgebung angereist war, viel Applaus für Joseph Parsons mitreißende und ruhigere Lieder, die er hier und da mit einigen gestenreichen Informationen versah.
Joseph Parsons, der Meister im vermitteln von sehr differenzierten Stimmungen.
Bei den rockenden Stücken verstärkte der Künstler den Rhythmus oft durch ein energisches Footstomping auf dem Bühnenboden.
Joseph Parsons setzte seine beiden akustischen Sechssaiter oftmals als Rhythmusgitarre ein. Hier und da stellte er aber auch seine hervorragenden Fähigkeiten im Fingerpicking unter Beweis.
Die vielschichtigen bedeutungsvollen Texte sang er mit einer sensiblen wie auch kraftvollen Stimme. So kraftvoll, dass die schiere Energie auf den Stimmbändern sein Gesicht erröten ließ.
Los ging es mit dem Lied "Accidents", »[…] a trip to Arizona […]«, wie der Protagonist den Song ankündigte. Eine kraftvolle Nummer, gefolgt von dem flotten Hardpan-Track "Dreams We Dare".
Joseph Parsons, der sinnliche, sentimentale, melancholische Musiker. Seinen Auftritt prägten auch Balladen wie zum Beispiel "The Bridge", "Shy" oder "Mercy’s Edge".
Neben den gradlinig rockenden Liedern gab es so einige Tracks, in denen Joseph Parsons zwischen balladesk sowie intensiv changierte. Ein herausragendes Spiel mit der Dynamik.
So war "200 Miles" eine Nummer geprägt von sinnlich-nachdenklicher sowie dramatischer Stimmung. Genauso wie "Berlin", seine Ode an die bundesdeutsche Hauptstadt. Beginnend im ruhigen Singer/Songwriter-Milieu nahm das Stück, von einem tollen Groove begleitet, ordentlich Fahrt auf.
Atmosphärisch ähnlich schlug "Sitting On Top" in eine identische Kerbe und "Change Gonna Come" beeindruckte durch eine fröhliche Stimmung.
Fingerpicking. Gitarren-Solo. "Lighthouse" widmete er Terry Lee Hale, mit dem Joseph Parsons unter anderem zu Hardpan-Zeiten musizierte.
"Thankful" verfügte über einen ganz starken Rhythmus und eine weitere, dieses Mal eine ganz dicke, Gänsehaut gab es bei einem Track, den der Musiker gar nicht anzukündigen brauchte. "Pinball Wizard" von The Who. Diese Nummer reihte sich in die Vielzahl der Highlights ein. Großer Beifall vom begeisterten Publikum.
Es dauerte nur wenige Momente und Joseph Parsons kehrte für die Zugabe zurück auf die Bühne. Er bat um Zurufe von Songs, die auch folgten. Mit "Jerusalem", "Leave This Town" sowie "Time Is Due" präsentierte er gleich drei Lieder.
Dieses Joseph Parsons-Konzert in De Brauerij war bestimmt von einem Reichtum an beeindruckender Abwechslung.
Beide Daumen hoch für den Singer/Songwriter Joseph Parsons, der in einhundertzehn Minuten zeigte, wie man für einen begeisternden Auftritt sorgen konnte.
Ein Dank an Peter Rutten für den kristallklaren Sound.
RockTimes bedankt sich bei Joost Brauer für den Platz auf der Gästeliste.
Am 12. Juli wird die Singer/Songwriterin Melanie Ryan in De Brauerij, Kranenburg-Niel erwartet.
Bildnachweis für alle Bilder des Events: © 2026 | Joachim Brookes | RockTimes
Line-up Joseph Parsons:
Joseph Parsons (vocals, acoustic guitars)












Neueste Kommentare