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Dark Zodiak / Black Goddess – Digital-Review

Dark Zodiak - Black Goddess

Dark Zodiak können ihr fünfzehnjähriges Bestehen begehen. Gefeiert wird am 20.6.2026 im JUZ Tiengen mit der Releaseparty für das neue Album "Black Goddess".
Gegründet wurde die Band von Charly Gak und Dieter Schwarz im Jahr 2011. Bei RockTimes ist sie seit ihrer Debütscheibe See You In Hell-Thema. Damals schrieb ich »Dark Zodiak – der dunkle Tierkreis. Warum eigentlich nicht 'Black Zodiak’« bezogen auf den Nachnamen von Dieter – und der Sängerin Simone Schwarz. Nun, drei Alben später, gibt es erstmals das 'Schwarz', zumindest im Titel.

Mit der "Black Goddess" ist allerdings nicht Simone gemeint, vielmehr schreibt die Band »Unser Album erzählt die Geschichte einer schwarzen Göttin, die lange Zeit in tiefster Dunkelheit und der Hölle gefangen war. Sie fühlte sich verloren und hatte den Kontakt zu allen anderen und zu sich selbst verloren. Nun bittet sie einen Wasserspeier um Hilfe, der sie beschützt und behütet. Er verleiht ihr neue Kraft und energiegeladene Wut und geleitet sie durch die Dunkelheit. Dadurch kann sie wie eine Urgewalt aus der Tiefe aufsteigen und neue Energie, Stärke, Verbundenheit und Lebenskraft spüren und zum Ausdruck bringen.«

Solche Konzepte mit Symbolcharakter mag ich – und es ist nicht das erste Mal, dass Dark Zodiak für so etwas Sympathiepunkte bei mir sammeln. Sei es bei der letzten Scheibe Ophiuchus – The Thirtheenth Sign Of Zodiak (von 2021) oder auch bei dem Covermotiv des Nebenprojektes Unspoilt (2025). Durch diese 'Zwischenveröffentlichung' hatte ich noch gar nicht mit etwas Neuem von Dark Zodiak gerechnet. Das Jubiläum ist ein guter Anlass, was gibt es Besseres für eine Band als mit Musik zu feiern.

Das neue Scheibchen "Black Goddess" dauert (nur) etwa eine halbe Stunde enthält sechs Songs, wovon der erste der Titeltrack ist. Dieser fängt etwas ruhiger und melodischer an, bevor er sich steigert, härter und schneller wird, Growl-Vocals einsetzen. Musikalisch hat sich nichts geändert – warum sollte es auch – es gibt wie bisher eine Mischung aus Thrash und Death Metal mit der einrucksvollen Stimme von Simone.

Die Songs sind 'kantig', mit einem gewissen Maß an Härte und Aggression, was jedoch nie übertrieben wirkt, dennoch ordentlich 'knallt'. Dabei wird nicht blindlings darauf losgehauen, sondern strukturiert vorgegangen. Jedoch ohne 'Firlefanz', ohne Balladen oder ähnliches.
Viel mehr gibt es dazu nicht zu erwähnen, was ich nicht bereits in der Vergangenheit dazu geschrieben habe. Lediglich die Anmerkung, dass es "Primal Force" bereits 2024 vorab als Single gab.

Also keine Überraschung – aber auch keine Enttäuschung. Wer also die Musik der Band in den letzten fünfzehn Jahren mochte, kann hier bedenkenlos zuschlagen, wobei neugierige Neulinge natürlich ebenfalls reinhören dürfen und vielleicht eine reizvolle Neuentdeckung machen.
Wo Dark Zodiak draufsteht, ist das auch drin, es gibt keinen Grund, dies zu ändern. Manche Bands erfinden sich ständig neu, aber dies ist kein Muss und eher die Ausnahme. Wichtig ist, dass die Musik mit Überzeugung und Herzblut geschrieben und gespielt wird – und das ist hier zu spüren.
Abschließend bleibt also nur noch die Gratulation fürs Durchhalten und die Konsequenz.


Line-up Dark Zodiak:

Simone Schwarz (Gesang)
Dieter Schwarz (Schlagzeug)
Charly Gak (Gitarre)
Benni Poeck (Gitarre)
Steffi Bergmann (Bass)

Tracklist "Black Goddess":

1. Black Goddess (5:16)

2. Lost (5:19)

3. Guardian Of The Night (4:54)

4. Primal Force (5:41)

5. Depth Of Darkness (5:06)

6. Rising From The Ground (4:49)

Gesamtspielzeit: 31:05, Erscheinungsjahr: 2026

Über den Autor

Andrea Groh

Hauptgenres: Doom/Death/Black Metal, auch Post/Progressive/Pagan Metal u.a.
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Mail: andrea(at)rocktimes.de

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