Das Album Vor hat mit "Thanks, I Hate It." einen Nachfolger bekommen.
Die sieben Songs bringen es auf eine Gesamtspielzeit von 42:17 min.
Seit Bassist Paul Kollascheck »[…] zur Band kam, ging es der Band seitdem darum, als Quartett Songs zu schreiben und den Bass aktiver im Songwriting einzusetzen. Die Ergebnisse dieser intensiven Schaffensphase sind auf ihrem neuen Album zu hören. […] Wie bereits bei "Vor" sind auch die neuen Stücke stark von den kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen unserer Zeit beeinflusst. […]«
Gemixt wurde das Album "Thanks, I Hate It." von Gavial-Sänger und Gitarrist Benjamin Butter.
Das Mastering lag in den Händen von Bernard Camillieri im Xekillton Studio, Malta.
Sechs Lieder wurden von der Band geschrieben.
"Wicked Game" stammt aus der Feder von Chris Isaak.
Mit einer Laufzeit von um die sieben Minuten bieten zunächst drei Eigenkompositionen die Gelegenheit für Jams.
"Pretender" ist der erste längere Track auf der vorliegenden Platte.
Wow! Toll, womit die E-Gitarren hier aufwarten. Es geht von bodenständig bis hin zu galaktischen Höhen und ja, der Bass von Paul Kollascheck hat was zu sagen. Fein, wie er den Sechssaiter-Ausflügen aus dem Kosmos ein Fundament bietet. In einem Atemzug muss der Schlagzeuger Conrad Brod genannt werden. Klasse, wie er dem Track mit rhythmischer Finesse Stärke verleiht. Neben riffigen Akzenten meint man phasenweise, besonders am Ende der Nummer, Bottleneck-Sounds zu vernehmen. Ein Hinhörer!
In der Tracklist folgt "Leviathan" mit 7:07 min als längeres Lied.
Ein Lob geht an Benjamin Butter als Sänger. Seine Stimme passt perfekt zur Gavial-Musik.
In "Leviathan" geht es flotter zu als bei "Pretender" und die Leute vor den Lautsprechern werden Zeuge davon, wie variantenreich Gavial jammen können. Auch hier propellern sich die Sechssaiter weit über die Wolkendecke hinweg. Herrlich, wie die beiden Gitarristen ihren Fantasien freien Lauf lassen. Highlight!
Direkt danach folgt "Wandern", »[…] eine Neuinterpretation eines älteren Liedes der Band, die nochmals unterstreicht, wie gut die Arbeit als Quartett funktioniert. […]«
Dem kann man nur zustimmen. Beim ersten Teil der Nummer erleben wir Gavial in feinsten sphärischen Dimensionen und dann begibt man sich auf das Terrain des mächtig geerdeten Blues Rock der extrovertiert-psychedelischen Art. Wieder ein Highlight!
Gavial kann auch den Blues und den gleich mal in der verlangsamten Version.
Gerade dem Slow Blues gehört im Rahmen des Zwölftakters besondere Aufmerksamkeit. "Grow" verdeutlicht, dass die Combo den Blues aus der Seele sprechen lässt. Zu einem tonnenschwer in Szene gesetzten Bass spiegeln die Gitarren das große Herz des Blues in beeindruckender Weise wider. Super!
Ab geht die Post. "Koru Mindset" setzt mit Erfolg auf Tempo sowie Groove. Da ist die Fußwippe flott unterwegs und auch hier führen Slide-Klänge zu einem erweiterten Hörgenuss. Ein herrlich abwechslungsreiches Treiben.
In der Gavial-Fassung bietet "Wicked Game" alleine schon von der Spielzeit (7:10 min) her einen Mehrwert. Ob der in Qualität umgesetzt wird, wird sich zeigen.
Schon das Intro des Chris Isaak-Tracks trägt die persönliche Gavial-Handschrift. Bemerkenswert, wie sich Sänger Benjamin Butter den Text zu eigen macht. Das verhaltene Tempo und das sehr individuelle Gitarren-Solo passt perfekt zu dieser Interpretation. Ein krönender Album-Abschluss.
"Thanks, I Hate It." von Gavial ist ein Album mit vielen herrlichen Höhepunkten.
"Thanks, I Hate It." von Gavial ist Blues Rock mit individuell-psychedelischer Note.
Hut ab, Benjamin, Conrad, Paul und Paul-Willy.
Line-up Gavial:
Benjamin Butter (vocals, guitar)
Paul-Willy Stoyan (guitar)
Paul Kollascheck (bass)
Conrad Brod (drums)
Tracklist "Thanks, I Hate It.":
- Control
- Koru Mindset
- Pretender
- Grow
- Leviathan
- Wandern
- Wicked Game
Gesamtspielzeit: 42:17, Erscheinungsjahr: 2026



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