Der 1954 geborene britische Musiker Joe Jackson ist schon lange im Geschäft. Auf seine musikalische Karriere konnte er sich schon früh vorbereiten, lernte er doch als Kind bereits Klavier und Geige. Sogar Komposition studierte er an der renommierten Royal Academy of Music in London, doch zog er es vor, sich im Pop/Rock-Umfeld zu engagieren. 1978 war es, dass er die Joe Jackson Band ins Leben rief, mit dem Ergebnis des Albums "Look Sharp", das einen dicken Hit abwarf, "Is She Really Going Out With Him?". Trotz früheren Unterrichts konzentrierte er sich zunächst nur noch auf den Gesang, bis dann später Keyboards und Bläser hinzukamen. Stilistisch ordnete man seine Musik in das Genre New Wave ein. Fortan erweiterte er seine Musik auch um Elemente des Swing, R&B, Blues ("Jumpin' Jive") als auch Spuren von Jazz. ("Night And Day").
Jetzt ist das aktuelle Album "Hope And Fury" erschienen. Von Beginn an fällt der Gast auf, der Perkussionist Paulo Stagnaro aus Peru, setzt er doch sogleich rhythmische Zeichen, die den Opener "Welcome To Burning-By-Sea" lebendig antreiben und zu einem elastischen Sound verhelfen. Hier geht es um einen fiktiven englischen Seebadeort, "… Burning-By-Sea", wohl inspiriert durch Brighton und wahrscheinlich auch durch des Protagonisten Heimatstadt Portsmouth.
Doch nicht nur dieser Auftaktsong, sondern auch die folgenden bieten eine sehr ausgefüllte Mixtur diverser Genres und Elemente, Rock und Funk, mitunter gepaart mit einem Sprenkel Jazz, wie seinerzeit auch auf "Night And Day". Eingekleidet ist das Ganze in ein sehr durchdachtes und anspruchsvolles Pop-Gewand, auch seine New Wave-Vergangenheit kann der Mann nicht leugnen. So las ich, dass Jackson diese Mischung wohl selbst wie folgt bezeichnet haben soll: »Bicoastal LatinJazzFunkRock«!
Wie man sich hierzu nun im Näheren zu seiner Stilvielfalt äußern soll, es ist Eines, das bleibt, und das mit Sicherheit Bestand hat, das ist Musik, die von guten Kompositionen, anspruchsvoller Umsetzung und Melodien angereichert ist, und somit einen hohen Unterhaltungsgrad aufweist, im Umfeld von Gestern und Heute, weil halt auch viele Zitate aus 'alten Tagen' Einzug gehalten haben, man beachte das nostalgische "Do Do Do". Wer sich noch darüber hinaus beschäftigen möchte, was der Mann ausdrücken möchte, möge das beigefügte Booklet zur Hand nehmen und die jeweilige Botschaft vernehmen.
Wird man von dieser entspannten Lebendigkeit der Songs mitgenommen, so darf man sich zum Abschluss dann gern zurücklehnen, wenn das balladeske "See You In September" den Abschluss einläutet. So entspannt findet ein Album mit diesem schön klingenden Song einen zufriedenstellenden Ausklang!
Line-up Joe Jackson:
Joe Jackson (vocals, piano, keys)
Graham Maby (bass, vocals)
Teddy Kumpel (guitar, vocals)
Doug Yowell (drums, vocals)
Paulo Stagnaro (percussion)
Susan Aquila (violin)
Lourdes Rosales (viola)
Tracklist "Hope And Fury":
- Welcome To Burning-By-Sea
- I’m Not Sorry
- Made God Laugh
- Do Do Do
- Fabulous People
- After All This Time
- The Face
- End Of The Pier
- See You In September
Gesamtspielzeit: 34:43, Erscheinungsjahr: 2026



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