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Moons Of Saturn / Moons Of Saturn – CD-Review

Moons Of Saturn - "Moons Of Saturn" - CD-Review

Bei den Moons Of Saturn handelt es sich um ein Trio aus Schweden, das sich aus den Musikern Magnus Magnusson (drums), Hakan Göstas (guitars, vocals) sowie Peder Andersson (bass, background vocals) zusammensetzt und in diesem Frühling sein gleichnamiges Debütalbum vorgelegt hat. Als Inspirationsquellen gibt die Band sowohl die New York Dolls, aber auch The Who an, womit die musikalische Auslage schon mal grob umrissen ist. Wobei der Sound auf den zwölf Tracks von "Moons Of Saturn" dann doch eindeutig in Richtung der erstgenannten Referenz-Band tendiert.

Knackige Rock-Riffs werden authentisch in einem fetzigen Garagen-Sound präsentiert, die Rhythmusabteilung dieser – im übrigen alles andere als unerfahrenen – Musiker agiert extrem tight. Und dann ist da ja auch noch der Frontmann Hakan Göstas, der einerseits mit seiner Gitarre mächtig Alarm macht und auf der anderen Seite mit seinen expressiven Vocals die Melodien einbringt. Die sind, wie man es oft von schwedischen Bands kennt, sehr clever und von einer eindeutigen melodiösen Handschrift geprägt, die in fröhlichen Ratespielchen von Musik-Fans eindeutig auf Skandinavien als Herkunftsland schließen lassen. Was alles andere als ein Nachteil ist.

Lässt man die Scheibe das erste Mal laufen, fällt zunächst die ungezügelte Power und der bereits erwähnte Garage-Charme des Sounds auf. Sehr bald schon aber bemerkt man das durchdachte Songwriting und die gekonnten Arrangements. An diesem Punkt angekommen, hat der Hörer auch bereits die oft sehr gelungenen Gesangsmelodien entdeckt. Zugegebenermaßen ist die Stimme von Göstas keine besondere, die man unter Hunderten heraus erkennen würde und auch dessen Tonumfang sprengt jetzt nicht unbedingt Rekorde. Aber sie passt sehr gut zur hier zelebrierten Musik.

Die durchweg kurzen Songs kommen ohne Umschweife auf den Punkt, was dann bei zwölf vertretenen Tracks auch zu einer Spielzeit von gerade mal knappen 35 Minuten führt. In der Regel ein Punkt, der beim Rezensenten gerne Anlass zur Kritik ist, der ihn bei den Moons Of Saturn jedoch eher kalt lässt. Denn möglicherweise hätten sich zusätzliche Stücke eher kontraproduktiv auf das Gesamtbild ausgewirkt und echte Songperlen wie etwa "Biding My Time", "The Road You Walk", "Give Me Some More" oder "Black Velvet Roses" nicht ganz so hell scheinen lassen.

All dies gesagt bzw geschrieben, sollte man bei dieser Platte jedoch nicht von einem Hochglanz-Produkt oder einer 'Hollywood-Produktion' ausgehen, denn die Herren Göstas, Andersson und Magnusson haben sich ihren bereits erwähnten rauen Charme bewahrt, mit dem sie gekonnt durch dieses Dutzend Songs rocken und rollen. »Nicht schön, sondern geil und laut!« könnte man den guten Marius Müller-Westernhagen an dieser Stelle zitieren, wobei die Schönheit den Tracks der Schweden durchaus gegeben ist, wenn man sich darauf einlässt. Rock’n’Roll! Spaß! Party! Bier her!

Hin und wieder erwischt sich der Rezensent beim Anhören der Platte auch dabei, dass ihm der Begriff 'Punk Rock der guten alten Schule' durch die Hirnwindungen spukt, was ansatzweise auch nicht verkehrt ist. Dennoch trifft – wenn man denn in Schubladen denken will – das Genre Garage Rock den Kern deutlich genauer. Letzten Endes also ein Album für alle, die diesen Sound sowieso lieben, denn die werden mit diesem Debütalbum sehr glücklich werden. Aber auch der übliche Rock-Fan, der seine Musik rauer und ruppiger mag und darüber hinaus keinen Wert auf progressive oder andere Zwischentöne legt, sollte die Schweden unbedingt mal anchecken.


Line-up Moons Of Saturn:

Peder Andersson (bass, background vocals)
Hakan Göstas (guitars, lead & background vocals)
Magnus Magnusson (drums)

Tracklist "Moons Of Saturn":

  1. Never Got Invited
  2. Biding My Time
  3. She Doesn’t Call Me
  4. I Don’t Mind
  5. Money & Submission
  6. Give Me Some More
  7. Black Velvet Roses
  8. Donny & Marie
  9. One By One
  10. Can You Believe It
  11. I Got No Time
  12. The Road You Walk

Gesamtspielzeit: 34:17, Erscheinungsjahr: 2025

Über den Autor

Markus Kerren

Hauptgenres: Roots Rock, Classic Rock, Country Rock, Americana, Heavy Rock, Singer/Songwriter
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Mail: markus(at)rocktimes.de

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