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Phil Seeboth – Konzertbericht, 16.08.2026, De Brauerij, Kranenburg-Niel

Am 16. August 2026 gastierte Phil Seeboth in der angesagten De Brauerij, Kranenburg-Niel.
Aus der Konzertankündigung der Location erfahren wir unter anderem:
»[…] Phil Seeboth (DE) ist seit mehr als zwei Jahrzehnten kontinuierlich auf nationalen und internationalen Bühnen zu sehen. Mit seiner ausdrucksstarken Stimme und seinem virtuosen Gitarrenspiel entführt Seeboth sein Publikum in die Welt des Blues und Americana. Seeboth spielt bei diesem Solokonzert unter anderem Songs aus seinem aktuellen Album Shadow Man Blues. In den 1940er Jahren arbeitete sein Großvater auf den Baumwollplantagen in Louisiana, was den Grundstein für Seeboths tiefe Verbundenheit mit dem amerikanischen Blues legte. […]«

Phil Seeboth im August 2026 in De Brauerij Kranenburg-Niel

Phil Seeboth im August 2026 in De Brauerij Kranenburg-Niel

Ausverkauft.
De Brauerij war bis auf den letzten Platz besetzt.
Die Außentemperaturen hatten nachgelassen und es wehte eine leichte Brise durch die Location.
Das Phil Seeboth-Konzert war ein wunderschönes musikalisches Geschenk.
Der Protagonist nahm das Publikum mit auf eine sehr unterhaltsame Reise durch verschiedene Genres und Zeiten.

Sowohl für seine eigenen Songs wie auch handverlesenen Fremdkompositionen und neuen Lieder erntete Phil Seeboth innerhalb des eineinhalbstündigen Auftritts reichlich Applaus.
Aufschlussreiche Informationen zu den einzelnen Kompositionen waren willkommen und wurden mit Interesse aufgenommen.
"Saving Grace" war das Startsignal für den Gig. Der auch vom Blues geprägte Auftritt begann mit einem hinlangenden Boogie, garniert mit einem prächtigen Solo. Und schon war Fußwippen-Action angesagt. Da ging die Stimmung schon steil und auch gesanglich wusste der Musiker zu überzeugen.

Phil Seeboth (vocals, acoustic guitar)

Phil Seeboth (vocals, acoustic guitar)

In einer schnellen Version wurde der infizierende Boogie-Modus im Zwölftakter bei "Down In Mississippi", angereichert mit feinsten stimmungsvollen Schwankungen sowie einem tollen Solo, abermals aufgerufen.
Die Lieder aus dem bereits gelisteten Album "Shadow Man Blues", wie das soeben erwähnte, entpuppten sich allesamt als Volltreffer der guten Laune.

"You Don’t Make Me Shine", der Opener der Veröffentlichung, war einer der herrlichen balladesken Momenten des Konzerts und allen Anwesenden wurde klar, dass Phil Seeboth über einen sehr wandlungsfähigen Gesang verfügte. Einfühlend bei den Balladen, stimmgewaltig bei den rockenden Nummer wie zum Beispiel in "Set Me Free". Nächtliche Club-Atmosphäre kreierte der Künstler bei "Sweet Whiskey Woman" und "It’s A Good Day To Die (But I Missed It)", eine weitere Nummer aus "Shadow Man Blues", bewegte sich auf dem Terrain des Country Blues.

Noch eine Portion mehr Country-Feeling floss in "Appalachian Woods" ein. Beide Daumen hoch für dargebotenen Stück aus "Shadow Man Blues".

Über den Gig verteilt rief Phil Seeboth handverlesene Coversongs auf den Plan.
Auf einen weiten Weg zurück in der Blues-History machte er sich mit "Outside Woman Blues", einem Stück von Blind Willy Reynolds. Bei geschlossenen Augen genossen, entführte uns der Musiker in einen Juke Joint und Tom Pettys "King’s Highway" wurde in einer geschmackvollen Country-Ausgabe gespielt.

Herrlich, wie Phil Seeboth einigen Songs einen klasse Groove verpasste. So unter anderem auch bei "Change It" von Stevie Ray Vaughan.
Der Schauspieler Jeff Bridges war auch als Musiker am Soundtrack zum Film "Crazy Heart" beteiligt. "Hold On You", eine bemerkenswert eigenständige Interpretation von Phil Seeboth. Im Stil von Tom Petty & The Heartbreakers, aus der später Mudcrutch entstand, war deren "Trailer" eine weitere Country-Expertise und die Herzen der Anwesenden schlugen etwas schneller, als die bekannten Töne von "Midnight Rider" (Allman Brothers Band) die Location füllte.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Eine gelungene Premiere, weil vorher noch nie gespielt, war "Keep On Loving You" (The Sheepdogs) mit seinen fröhlichen Riffs. Wie bei "Further On Up The Road", einem Lied, das auf Bobby 'Blue' Bland zurück geht und auch in Verbindung mit Eric Clapton gebracht wird, zeigte Phil Seeboth seine aussagekräftigen Fähigkeiten, was den Fingerpicking-Style betraf.

Der Künstler gab mit "Fallin' & Flyin'" einen Ausblick auf ein neues Album. Der Track erscheint Mitte September auch als Video.
Apropos 'Flying'. Den Konzert-Genuss rundete als Zugabe der Tom Petty-Klassiker "Learning To Fly" ab.

Der Solo-Gig von Phil Seeboth in De Brauerij war ein kurzweilig-unterhaltsamer Auftritt mit vielen Highlights und einem sehr gut aufgelegten Protagonisten.
Er beeindruckte das Publikum durch eine sehr abwechslungsreiche Auswahl an Liedern, zeigte sich als ein klasse Interpret von Fremdkompositionen, erwies sich als ein ausdruckstarker Sänger und Könner auf den sechs Saiten.
Der tolle Phil Seeboth-Gig wurde von Soundmann Peter Rutten perfekt in Szene gesetzt.

RockTimes bedankt sich bei Joost Brauer für den Platz auf der Gästeliste.
Am 20. September wird der Singer/Songwriter Robin Borneman in De Brauerij, Kranenburg-Niel erwartet.

Bildnachweis für alle Bilder des Events: © 2026 | Joachim Brookes | RockTimes


Line-up Phil Seeboth:

Phil Seeboth (vocals, acoustic guitar)

Über den Autor

Joachim 'Joe' Brookes

Genres: Blues, Blues Rock, Alternative Music, Space Rock, Psychedelic Music, Stoner Rock, Jazz ...
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