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Melanie Ryan – Konzertbericht, 12.07.2026, De Brauerij, Kranenburg-Niel

Am 12. Juli 2026 war Melanie Ryan zu Gast in De Brauerij, Kranenburg-Niel.
Zu der Musikerin schreibt De Brauerij in der Konzertankündigung unter anderem:
»[…] Die 25-jährige Singer-Songwriterin Melanie Ryan (NL) macht persönliche Country-Pop-Musik über Träume, Selbstkritik, Wurzeln und Liebe. Sie steht schon seit ihrer Kindheit auf der Bühne, spielte in großen Musicals und begann im Alter von zwölf Jahren mit dem Gitarrenspiel und dem Songwriting. […] Sie baute ihre Karriere stetig aus, unter anderem mit der EP "Girl From ’99" (2023), und tritt als Vorgruppe der amerikanischen Country-Pop-Künstlerin Dasha auf. […]«
Aus der in niederländischer Sprache verfassten Pressemitteilung geht hervor, dass sie an der »[…] Hogeschool van Amsterdam […]« studierte und der Durchbruch gelang ihr bei der TV-Show »[…] We Want More (SBS6) […]«, wo sie das Finale erreichte. Sie sang ein Duett mit Davina Michelle.

Melanie Ryan (vocals, acoustic guitar)

Melanie Ryan (vocals, acoustic guitar)

Zu einer kühlen Brise in der wieder einmal ausverkauften De Brauerij gab es mit dem Konzert von Melanie Ryan ausgezeichnete akustische Musik zwischen Country und Country Pop.
Umgehend fand die äußerst sympathische Künstlerin einen ganz besonderen Kontakt zum Publikum, das seine Begeisterung mit sehr viel Beifall zum Ausdruck brachte.
Während des Soundchecks wurde der Berichterstatter nach einem Wunschlied gefragt. Etwas überrascht darüber fiel die Wahl auf "Jolene" von Dolly Parton, das sie dann auch exklusiv vor dem Gig vortrug. Einen ganz persönlichen herzlichen Dank dafür. Diesen Hit präsentierte Melanie Ryan dann auch im zweiten Teil des Auftritts.
Auf ihrer akustischen Gitarren wechselte Melanie Ryan mit einer Lockerheit zwischen Rhythmus-Riffing sowie ausgeprägtem Fingerpicking.
Innerhalb des vierundneunzigminütigen Gigs, zu dem Peter Rutten einen tollen Sound beisteuerte, kreierte Melanie Ryan eine ganz spezielle Atmosphäre in der gemütlichen, auch mit Sesseln und Sofas möblierten Location, die immer wieder junge und jung gebliebene Musik-Fans anlockt. Ein jetzt erweiteres Bühnenlicht bereichterte die optischen Eindrücke.

Von den Songtiteln her wurden zwei sehr gut passende Lieder ausgewählt. Am Beginn stand "Good To See You Again" und vor der Zugabe bildete die Einladung "Drink With Me" den Abschluss des regulären Sets.
Eigenkompositionen sowie Coversongs ergaben eine ideale Mischung.
Nach einer temporeichen "Buckle Down"-Reise nach Nashville drückte sich die tolle Stimmung auch in der häufigen Beteiligung des De Brauerij-Publikum-Chors aus. Bei Simon & Garfunkels "The Boxer" gab es für die Anwesenden erstmals die Gelegenheit mitzusingen.
Moderne Country-Musik ist wieder voll im Kommen. Das somit richtungsweisende "Country’s Cool Again" von Lainey Wilson gab Melanie Ryan eine persönliche Note und während Kris Kristoffersons traditionellem Country-Song "Help Me Through The Night" schloss die Protagonistin nahtlos ihre eigene Komposition "It Still Hurts" in einer ähnlichen Intonation an. Für Gänsehaut-Momente sorgte Melanie Ryan ebenfalls durch ihre hervorragende, kristallklare Stimme, die auch in hohen Tonlagen überzeugte.
Ob durch eigene Lieder oder Fremdkompositionen, Balladen standen für herzergreifende, ja erhabene Momente der Einkehr. So zum Beispiel bei "Girl Going Nowhere" von Ashley McBryde.
In die Reihe der ruhigeren Songs reihten sich in ganz unterschiedlichem Flair "More Hearts Than Mine", "Mustang Fire" oder "Momma Said" – als einen Dank an alle Mütter – ein. Jedes einzelne Lied war Genuss pur.

Natürlich präsentierte die Künstlerin auch Lieder aus der flotteren Country Pop-Abteilung. "Good To See You Again" war der perfekte Türöffner für das Konzert und auch "Choosin' Texas" oder der Titelsong ihres Albums "Girl From ’99" verfügten über Fußwippen-Charakter. Bei der Zugabe entschied sich die Musikerin für ein weiteres Dolly Parton-Lied, das mit einem riffigen Groove vorgetragen wurde.
Bei "What’s Up?" von den 4 Non Blondes stiegt der Publikums-Chor wieder ein und nach dem Track brandete Beifall auf.
Nicht nur beim Mitsingen waren die Anwesenden dabei. Melanie Ryan bat zum Liederrätseln. Einem niederländischen Song gab sie einen englischen Text ("Tell Me Tonight") und das Publikum sollte raten, um welches Original es sich handelte. Nach einem allgemeinen Kopfnicken sang man kurze Zeit später den niederländischen Text von "Het Is Een Nacht" (Guus Meeuwis & The Vagant) mit. Eine weitere Denksportaufgabe schloss sich an. "One More Round" entpuppte sich als "Het Is Tijd" von André Hazes. Ein letzter Drink in der Kneipe. Diese Informationen konnten nur mit Michels Hilfe weitergegeben werden. Herzlichen Dank dafür.
"Glass Half Full" wurde als neue Single angekündigt und bei dieser dynamischen Nummer klatschte das Publikum laut den Rhythmus.
Passend zur bemerkenswerten Musik rundeten das Outfit mit Stiefeln sowie Hut den Eindruck optisch ab.
Der Auftritt von Melanie Ryan in De Brauerij war ein großartiger Genuss, sehr unterhaltsam und zeigte, wie abwechslungsreich und intensiv Country beziehungsweise Country Pop sein konnte.
Herzlich Dank für kurzweilige vierundneunzig Minuten Live-Musik.
Chapeau, Melanie Ryan!

RockTimes bedankt sich bei Joost Brauer für den Platz auf der Gästeliste.
Am 16. August wird Phil Seeboth in De Brauerij, Kranenburg-Niel, erwartet.

Bildnachweis für alle Bilder des Events: © 2026 | Joachim Brookes | RockTimes


Line-up Melanie Ryan:

Melanie Ryan (vocals, acoustic guitar)

Über den Autor

Joachim 'Joe' Brookes

Genres: Blues, Blues Rock, Alternative Music, Space Rock, Psychedelic Music, Stoner Rock, Jazz ...
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