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Umma / Kosmovisionen – Digital-Review

Umma ist eine Band, die sich kosmische Musik auf die Fahne geschrieben hat.
Genauer heißt es auf deren Bandcamp-Seite:
»[…] A sound lost in the confines of space-time, in the sonic limbo where there’s no clear structure or tempo, somewhere between ambient drone and tribal chaos.
Wann Umma gegründet wurde, wird nicht genau bestimmt, ist etwas nebulös, aber immerhin ist die Formation »[…] a long-distance partnership between Chino Burga on guitar, Pepe Abad on drums and percussion (both from La Ira de Dios) and Dr Space (Øresund Space Collective) on electronics and oscillations. […]«
Mitte Juni 2026 brachte das Trio das Album "Kosmovisionen" auf den Markt.
Es enthält vier Songs, die es auf eine Gesamtspielzeit von 35:41 Minuten bringen.

Auf geht’s.
Von Beginn an sind wird Passagiere in der Umma-Raumkapsel, im Raumgleiter, durch dessen Fenster wir uneren blauen Planten in voller Pracht sehen können.
Bei "Monts" zündet Umma die Triebwerke und so langsam verlassen wir dann auch die Erdumlaufbahn, am Mond vorbei in die ungewisse Dunkelheit des Weltraums.
Die "Monts"-Schwingungen geben uns Vertrauen und Zuversicht.
In der Umma-Kapsel sind wir von widrigen Asteroiden, Kometen oder Meteoriten geschützt.

Zunächst ist "Processio" ist eine wilde Fahrt, so als würde man an den Ausläufern eines Sonnenwindes durch geschicktes Manövrieren so gerade eben entkommen. Dennoch rüttelt und schüttelt es den Umma-Raumgleiter ordentlich durch, so als würden wir vom Regen in die Traufe kommen, denn durch eine nicht genauer zu identifizierende Plasmawolke muss der geplante Kurs der Kapsel stark verändert werden.

Puh! Durchatmen?
"Aeparatio" gibt einem dazu allerdings wenig bis keine Gelegenheit. Umma bleibt mit einer anderes gesetzten Stimmung auf dem Feld der experimentellen Space Music, des mit psychedelischen Attributen versehenen Space Rock, der durch die Galaxie schießt wie ein geölter Blitz. Der Funkenflug von Chino Burgas Gitarre ist gigantisch und zwischendrin schießt Dr Space elektronische Klangbilder durch die Gegend. Diese extrovertierte Nummer ist fernab von einer vielleicht nur andeutungsweise kreierten Melodie. Raue Power ist angesagt.

Zum "Kosmovisionen"-Abschluss "Ogon".
Umma bleibt bei seinem Konzept der nach außen gekehrten Emotionen. Dieses Stück ist aus meiner Sicht der experimentierfreudigste Track auf der ganzen Veröffentlichung.
"Ogon" ist ein Festival der extremen Stimmung, einer Atmosphäre, an die man sich zunächst gewöhnen muss, denn dieser radikale Hang zur ungewöhnlichen Härte kommuniziert erst nach zwei oder drei Durchgängen mit den Leuten vor den Lautsprechern. Eine sehr persönliche Improvisation.

"Kosmovisionen" von Umma ist eine Herausforderung, der man sich allerding durch einige Hördurchgänge annähern kann.


Line-up Umma:

Chino Burga (drone guitars, echoes)
Pepe Abad (tribal drums, percussions)
Dr Space (oscillations, electronics)

Tracklist "Kosmovisionen":

  1. Monts (8:29)
  2. Processio (11:46)
  3. Aeparatio (8:13)
  4. Ogon (7:13)

Gesamtspielzeit: 35:41, Erscheinungsjahr: 2026

Über den Autor

Joachim 'Joe' Brookes

Genres: Blues, Blues Rock, Alternative Music, Space Rock, Psychedelic Music, Stoner Rock, Jazz ...
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