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Øresund Space Collective/Psychedelic Source Records / Split-Album – Digital-Review

1:3.
Eine Improvisation vom Øresund Space Collective (ØSC).
Drei Jams von Psychedelic Source Records (PSR). Ja, Psychedelic Source Records ist eine Band aus Ungarn.
Das Split-Album erschien auf dem Label Echodelic Records.
Psychedelic Source Records spielen in einem variable Line-up. Insofern sind die verschiedenen Musiker zu jedem einzelnen der drei Songs nach der Rezension angegeben.
Die gemeinsame Veröffentlichung ist als 108-g-Vinyl in einer Auflage von 200 Exemplaren oder Digital erhältlich.
Wie weiterhin aus der Pressemitteilung hervor geht, wurde das Øresund Space Collective-Stück "Zephyr In Orbit" im Dezember 2014 in den Roth Handle Studios, Stockholm von Mattias Olsson (auch Molesome) aufgenommen und von Jonathan Segel gemixt.
Die drei Psychedelic Source Records-Tracks wurden 2024 und 2025 in Budapest eingespielt.
Gemischt und produziert hat PSR-Mitglied Bence Ambrus. Das Mastering lag in den Händen von Àkos Debreczi von Living Room Masters.
Im Cover sehen wir den Hund von Dr Space, fotografiert von Bacardi Irren.
»[…] Layout by David Graham. […]«

In der Reihenfolge der Tracklist starten wir mit der 21:17 Minuten ØSC-Jam "Zephyr In Orbit".
Zunächst bestimmen schwebende Synthesizer-Sounds mit einer scharf gewürzten Jonthan Segel-Fretboard-Fahrt, die durchaus auch extrovertierte Teile enthält. Dazu serviert Mattias Olson eine vertrackte Rhythmik. Das Quartett erhöht die Geschwindigkeit und der Gitarrist Jonthan Segel fasziniert mit sehr funkigem Riffing. Klasse, wie es in der Øresund Space Collective zu anderen Schwingungen der rockenden Art kommt. Dann wandert Jonthan Segel ganz genüsslich und energisch durch die Psychedelic der rockenden Art. Abermals kommt es zu einer relaxten Phase, in der sich die Synthesizer- und Sechssaiter-Klänge zu einem herrlichen Miteinander vereinen. KG West ist hier mit von der Partie. Zur Wah Wah-Pedal-Action gesellen sich tolle Synthesizer-Fantasien und dann sind die fantastischen 21:17 Minuten um. Klasse Space Music vom Øresund Space Collective.

Psychedelic Source Records ( Cover Split-Album)

Psychedelic Source Records ( Cover Split-Album)

Was folgt ist das erste Stück von Psychedelic Source Records mit dem Titel "Wortex Mama".
Auch hier ist es die E-Gitarre von Iván Eln, die in einer zunächst wunderschön entspannten Stimmung das Psychedelic-Zepter übernimmt. Fein, wie sich der Gergely Szabó-Bass bemerkbar macht. Nikosz Tasos weiß durch ein differenziertes Drumming zu gefallen und die Keyboard-Sounds sind allgegenwärtig. Im weiteren Verlauf der 9:12 Minuten liefert Iván Eln Gitarren-Sounds, die aus der Acid-Abteilung kommen. Er mag es ebenfalls funky.
Mit "Wortex Mama" kommen Psychedelic Source Records dem ØSC-Weltraumgleiter ziemlich nahe.

Bis auf ganz wenige Sekunden ist "Sonic Alchemy" identisch lang wie "Wortex Mama".
Auch im Trio mit Schlagzeuer Nikosz Tasos, Bassist Róbert Kránitz und Bence Ambrus (Gitarre) kann man Space Music kreieren und zeigt PSR im entspannten Modus. Zu einem feinen Drumming darf man sich gerne auf die tollen Bass-Sounds, ebenfalls mit psychedelischem Charakter, eines Róbert Kránitz konzentrieren. Bence Ambrus zündet ganz unterschiedliche Steuerraketen. Die reichen von faszinierend-melodisch-relaxten Phasen über funky-Wege bis hin zu etwas extrovertierten Teilabschnitten.

Bei "Road to Cornezuelos" gehen zunächst beide Daumen hoch für den Gitarristen Bence Ambrus. Was er an Fantasien und Sounds offenbar, ist beeindruckend. Dieses Stück ist die Showbühne für Bence Ambrus. Da kann man sich in der relativ kurzen Jam von 6:22 Minuten kaum satthören an dem, was uns Bence Ambrus hier serviert. Schade, sehr schade, dass diese Nummer so kurz ist. Da möchte man noch viel mehr von diesem Gitarristen hören. Dieses Lob soll allerdings das tolle Miteinander aller Beteiligen an dieser Improvisation, die zum Ende hin richtig rockig wird, nicht schmälern.
Auf der Bandcamp-Seite von Psychedelic Source Records gibt es Gelegenheiten, sich Musik der Combo anzuhören.

Bei diesem sehr guten Split-Album könnte man sich auch eine Zusammenarbeit der beiden Space Music-Bands vorstellen.
Sehr gelungen, diese gemeinsame Øresund Space Collective und Psychedelic Source Records-Veröffentlichung.


Line-up Øresund Space Collective:

Jiri (bass)
Jonthan (guitar)
Mattias (drums)
KG (mellotron, synthesizers)
Dr Space (Moog spectrovox, thunderdrum)

Line-up Psychedelic Source Records "Wortex Mama":

Nikosz Tasos (drums)
Gergely Szabó (bass)
Krisztina Benus (keyboards)
Iván Eln (guitar)

Line-up Psychedelic Source Records "Sonic Alchemy":

Nikosz Tasos (drums)
Róbert Kránitz (bass)
Bence Ambrus (guitar)

Line-up Psychedelic Source Records "Road to Cornezuelos":

Gergely Okos (drums)
Deni Omeragic (bass)
Miklós Kerner (keyboards)
Bence Ambrus (guitar)

Tracklist Split-Album:

  1. Øresund Space Collective – Zephyr In Orbit (21:17)
  2. Psychedelic Source Records – Wortex Mama (9:12)
  3. Psychedelic Source Records – Sonic Alchemy (9:16)
  4. Psychedelic Source Records – Road to Cornezuelos (6:22)

Gesamtspielzeit: 46:07, Erscheinungsjahr: 2026

Über den Autor

Joachim 'Joe' Brookes

Genres: Blues, Blues Rock, Alternative Music, Space Rock, Psychedelic Music, Stoner Rock, Jazz ...
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