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WeißwurstSushi / WeißwurstSushi – CD-Review

Fungi And Foe gehören der Vergangenheit an.
Ihre Veröffentlichungen waren einerseits durchaus Herausforderungen.
Andererseits bereiten die auf den Markt gebrachten Alben Freude.

Aber Stefan 'Ray' und Tobias 'DrT' machen weiterhin Musik.
Jetzt unter dem Namen WeißwurstSushi.
Der erste Output des Duos trägt auch gleich den Bandnamen "WeißwurstSushi" auf dem Cover.

Neun Songs füllen die Tracklist. Sie ergeben die Gesamtspielzeit von 50:15 Minuten.
Aufgenommen wurden die Tracks 2025/2026 im Wriggle Rancho, Mannheim.

Weitere Informationen von der WeißwurstSushi-Bandcamp-Seite:
»[…] Female Voice samples by Amy Gedgaudas / Tim Kahn from freesound.org and Apollo 13 chat from NASA (public domain) […]«

Da rifft die E-Gitarre geschmackvoll und die tiefen Töne wummern.
"1971" ist ein krachender Rock-Song, der mit einem emotionalen Gesang gleich Gas gibt. Dazu serviert uns Stefan 'Ray' ein furios-aufgeladenes Gitarren-Solo. So muss eine durchaus bodenständige Album-Einleitung sein, damit man nicht nur dabei, sondern gleich mittendrin ist.
"One Nation" (7:41 min) gehört, gemeinsam mit "Stone Cold" (10:22), zu den ausladenderen Lieder auf der Scheibe.
Die Worte »[…] rocking nation […]« in "One Nation" unterstreichen das Rock-Ambiente und Tobias 'DrT' verpasst der Nummer einen verdammt guten Groove. Phasenweise sind die Stefan 'Ray'-Vocals von verfremdenden Effekten begleitet und den Refrain arrangierte das Duo mit viel Melodie. Die Spoken Words von Amy Gedgaudas, unterlegt von feinen E-Gitarren-Tupfern, passen perfekt zur Stimmung des Songs. Highlight!
Bei "Moby Dick", einem gewichtigen Rocker, hören wir die Künstlerin ein weiteres Mal. Ein Höhenflug mit gekonnt-extrovertiertem Gitarren-Alleingang, der die Aufwärtsspirale der Freude weiter antreibt. Beiden Daumen hoch für diese Nummer.

"Stone Cold". Zunächst gibt Drummer Tobias 'DrT' den Rhythmus vor. Stefan 'Ray' gibt seinem Arbeitsgerät einen sinnlich-psychedelischen Touch und die tiefen Töne haben hypnotische Wirkung. So gleitet das Stück dahin. So lange, bis Stefan 'Ray' energischer in die Saiten greift. Räume werden von intensiven Vocals gefüllt und dann geht das Feuerwerk mit unverminderter Energie weiter. Mit einem Rhythmus-Wechsel wird nächste Stufe des langen Songs gezündet. Die sich über die gesamte Nummer hinziehende Gitarren-Struktur übernimmt die Hypnose der anfänglichen tiefen Töne. Stefan 'Ray' setzt zu einem Flinkefinger-Solo an und dieses Stück strotzt nur so vor Spielfreude. Ein sehr gelungener Album-Abschluss.

Allerdings gibt es vorher noch andere musikalische Spektakel zu bewundern.
Hart und Heftig. "Psycho" bringt den Blutdruck in Wallung. Die von Energie aufgeladenen Gitarren-Riffs sind berauschend. Zeitweise vermitteln sie aber genau das Gegenteil, denn Entspannung ist ebenfalls Trumpf. Das Stück hat Jam-Charakter und Stefan 'Ray' öffnet immer wieder seinen enormen Fundus an Sechssaiter-Fantasien, die, wie hier, auch von tollen Effekt-Spielereien gekennzeichnet sind. Amy Gedgaudas ist abermals mit von der Partie.
"Time & Tide" ist eine verwegene Mischung aus pumpenden Bass-Linien, einem prägnanten Drumming sowie Fretboard-Fahrten aus Funk und Rock. Das Solo geht steil in Richtung Wolken. Der Stefan 'Ray'-Gesang ist fordernd und teilweise im Flüster-Modus angelegt.
"John W" ist treibender Rock. Da ist im Text die Rede von »[…] raise the glass […]«. Bei diesem Track und auch weiteren Nummer kann man ohne Zweifel ein Glas heben auf das Duo WeißwurstSushi.

"WeißwurstSushi" ist individuell arrangierter Alternative Rock & More.
"WeißwurstSushi" glänzt mit Nähe und faszinierenden Sounds.
"WeißwurstSushi" begeistert, ist berauschend.


Line-up Weißwurst Sushi:

Stefan 'Ray' (vocals, guitar)
Tobias 'DrT' (vibraphone, drums, percussion, samples)

With:
Amy Gedgaudas (female voice samples)

Tracklist "WeißwurstSushi":

  1. 1971
  2. John W
  3. Gyoza
  4. Moby Dick
  5. One Nation
  6. Psycho
  7. An einem anderen Ort
  8. Time & Tide
  9. Stone Cold

Gesamtspielzeit: 50:15, Erscheinungsjahr: 2026

Über den Autor

Joachim 'Joe' Brookes

Genres: Blues, Blues Rock, Alternative Music, Space Rock, Psychedelic Music, Stoner Rock, Jazz ...
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