Am 10. Januar 2026 gastierte das Wienstroer W3 Projekt feat. Rüdiger Blömer im Buena Ressa Music Club, Rees.
Markus Wienstroer brachte 2017 das Album 8 PM auf den Markt und 2023 folgte Blue Angel.
RockTimes hatte Anfang April 2024 das Vergnügen, das Markus Wienstroer W3 Projekt live zu erleben.
Beim Auftritt am 10. Januar 2026 war der Violinist Rüdiger Blömer als Special Guest mit von der Partie.
Über Rüdiger Blömer heißt es in der Konzertankündigung des Buena Ressa Music Club unter anderem: »[…] Er ist einer der herausragendsten und virtuosesten Geiger in der Jazz und Rockszene. Seine Einflüsse gehen über Didier Lockwood, Jean Luc Ponty, Zbigniew Seifert bis hin zu neuer Musik, in der er auch sehr erfolgreich als Komponist tätig ist. Er spielt in der Progressive Rockband Flying Circus. […]«
Zum Wienstroer W3 Project heißt es auch: »[…] Die Band besteht aus dem Gitarristen Markus Wienstroer (u.a. Das Pferd, Westernhagen, Lalo Schifrin, WDR Big Band, Nighthawks, Klaus König Orchestra) und seinem Sohn Jan-David Wienstroer am Schlagzeug. […] Bei einer Probe mit dem Bassisten Christoph Wohlfeil merkten die drei Musiker, dass sich hier eine besondere Bandchemie entwickelte. […]«
Das Trio um den Bandleader Markus Wienstroer und der Special Guest Rüdiger Blömer begeisterten das Publikum mit Songs aus den beiden Alben "8 PM" sowie "Blue Angel".
Ergänzend sorgten einige Coversongs für beste Stimmung in der angesagten Reeser Location.
Dazu zählten ein Medley von Frank Zappa-Songs, Klaus Königs "Men At Work" und die John McLaughlin-Komposition "Hijacked".
Bei bester Spiellaune gab es viele Soli zu bewundern und alle vier Musiker erhielten reichlich Szenenapplaus für ihre wunderschönen Alleingänge.
Bei diesem Gig hatten Markus Wienstroer, Rüdiger Blömer, Christoph Wohlfeil sowie Jan-David Wienstroer ausreichend Gelegenheit, den insgesamt dreizehn Nummern eine herrliche Live-Prägung zu geben. Während der eineinhalb Stunden standen fantasievolle Improvisationen ganz oben auf der Tagesordnung.
Das W3 im Bandnamen ergibt sich übrigens aus den drei Nachnamen Wienstroer, Wienstroer, Wohlfeil.
- Markus Wienstroer (guitars)
- Rüdiger Blömer (violin)
- Christoph Wohlfeil (bass)
- Jan-David Wienstroer (drums, percussion)
Das Staunen nahm kein Ende.
Was Markus Wienstroer auf den Fretboards seiner beiden E-Gitarren kreierte, war faszinierend, einfach zauberhaft.
Modern Jazz und Fusion verschmolzen zu einer sagenhaften Einheit.
Sein Ideenreichtum im Rock präsentierte er ganz besonders bei "In The Desert", einem Lied aus dem Album "Blue Angel".
Einem Gitarristen auf einem extrem hohen Niveau zuzuschauen, war allein schon ein Genuss. Die Lockerheit in seinem virtuosen Spiel auf den sechs Saiten mündete zeitweise auch in einer ausdrucksstarken Körpersprache.
Im "Zappa Medley" sowie "Men At Work" begeisterte er mit feinen Wah Wah-Pedal-Einsätzen.
Seine Emotionen hatten eine enorme Spannweite. Von relaxten über furiosen bis hin zu extrovertierten Gefühlen sorgte seine Leidenschaft für Schwärmerei bei den Anwesenden rund um die Bühne.
Das Quartett stellte auch zwei Stück vor, die auf dem kommenden Album "W3 Projekt" enthalten sein werden. Der "Simple Waltz", ein ruhigeres Stück, machte neugierig auf die nächste Veröffentlichung.
In "Smilodon" begab man sich auf die Reise in indische Klangwelten.
Markus Wienstroer und Rüdiger Blömer beeindruckten durch viele Läufe im Unisono-Modus. Dazu gesellte sich ab und an auch Christoph Wohlfeil. Ein Dreiklang der besonderen Art.
Die zurückhaltende Stimmung des letztgenannten Tracks verstärkte Jan-David Wienstroer durch den Einsatz der Jazzbesen.
Durch sein hervorragendes Drumming setzte der Schlagzeuger besondere rhythmische Akzente, die auch in seinen tollen Soli zum Tragen kamen und für große Freunde bei den Anwesenden sorgte.
Für den intensiven Auftritt des Quartetts trug Markus Wienstroers Sohn entscheidend bei. So bot Jan-David Wienstroer mit seiner differenzierten Taktung in "Guru" eine energetische bis luftig-leichte Atmosphäre. Klasse!
Christoph Wohlfeil, der Mann und sein fünfsaitiger Bass.
Mit einer inneren Ruhe wanderten seine Finger über das Fretboard und in einem seiner Alleingänge integrierte er ein feinstes funky Slapping. Toll!
Sein Drive prägte das Funk-Fusion-Stück "Peace", bei dem die Combo ganz starke Akzente setzte. Highlight!
Nach dem höchst gefühlsbetonten "Zappa Medley" konnte der musikalische Kontrast kaum größer sein, denn der direkt folgende "Jah Man" entpuppte sich als ein Reggae.
Reggae und Violine? Ja, Rüdiger Blömer passte sein melodisches Zwischenspiel perfekt dem Genre an. Violine virtuos. Es gab zig Situationen da war Rüdiger Blömer so etwas wie der Jimi Hendrix auf der Jazz-Geige.
Wienstroer W3 Projekt feat. Rüdiger Blömer. Jazz, Fusion, Funk, Rock und Reggae mit ganz besonderer Prägung.
Chapeau, Christoph, Jan-David, Markus und Rüdiger!
Daumen hoch für Ulf Bierkämper für den tollen Sound und das Bühnenlicht.
Außerdem bedanken wir uns ganz besonders bei allen ehrenamtlich tätigen Personen an der Kasse, hinter der Theke und Bedienung beim Publikum.
RockTimes bedankt sich bei Ralf Praest für den Platz auf der Gästeliste.
Am 24. Januar wird Luke Vito im Buena Ressa Music Club erwartet.
Bildnachweis für alle Bilder des Events: © 2026 | Joachim Brookes | RockTimes
Line-up Wienstroer W3 Project feat. Rüdiger Blömer:
Markus Wienstroer (guitars)
Christoph Wohlfeil (bass)
Jan-David Wienstroer (drums, percussion)
Special Guest:
Rüdiger Blömer (violin)























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