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Moontowers / Lethal Messiah – Digital Review

Moontowers- Lethal Messiah

So, da ist er nun, der zweite Langrillen Streich – sechs Jahre nach Crimson Harvest – der Koblenzer Epic-Doomer rund um den Desaster Mainman Kuschke. Der hier, wie auch bei seiner Stammband, die Sechssaitige zum Glühen bringt.

Gleich vorweg: Viel hat sich nicht im Songwriting geändert – auch wenn ich persönlich ein, zwei Rotationen mehr gebraucht habe, um den Zugang zur neuen Scheibe zu bekommen. Die erste Begegnung mit ihrer Musik war halt wie ein Schlag, zum Glück. Na ja, vielleicht doch. Die vier verbreiten noch mehr Epic in den neun Songs, von denen der Abschlusstrack "Gaias Last Call" besonders hervorsticht. Warum? Weil sich die Herren hier weibliche Unterstützung geholt haben, zumindest für dieses finale Stück.

Genau dieser Song stellt für mich das absolute Highlight der Scheibe dar. Aber keine Angst, Moontowers wimpen jetzt nicht völlig aus oder werden zu einer Gothik-Kasperle Band. Nein, hier passt der kraftvolle Gesang von Mona Lay (als Personifizierung von Gaia / Mutter Erde?), wie der vielbesagte Arsch auf den berühmten Eimer. Oder im Falle von Moontowers, wie die Festung Ehrenbreitstein genau über Koblenz.

Jener Song soll mein Anspieltipp sein, aber auch "Leviathan" bietet echtes Suchtpotenzial. Wer es wie auf dem Vorgänger haben will, wird mit "The Absence Of Empathy" sofort in die Welt der 'Towerlords' hinein gesogen. Hier kommen auch die typischen Melodien, die sich der Sixstringer aus dem Ärmel schüttelt, besonders zur Geltung. Auch der Chorus nimmt einen sofort in den Bann.

Im Endeffekt kann gibt es richtig tolle Musik zu hören, egal wo sich die Nadel absenkt. Ergo, kein Stinker in Sicht. Klar, sind nicht alle Songs Killer, aber eben auch kein Ausreißer dabei. Oftmals erinnert, besonders durch die Melodien von Moontowers, so wie bei "Kenoma", an die mächtigen Desaster. So ganz kann der gute Kuschel dann doch nicht ohne … na, die Band habe ich jetzt oft genug erwähnt …

Das soll auch nicht in geringster Weise die anderen Musiker in ihrem Schaffen schmälern. Keineswegs, denn der dunkle, recht raue Gesang Dommermuts weiß zu gefallen. Und hebt sich von den ganzen anderen Epic Metallern wohltuend ab.

Auch die Produktion ist angenehm voluminös und sauber, also genau richtig für epischen Metal, der gelegentlich in die Doom Richtung schielt. Alle Instrumente stehen gleichberechtigt Seite an Seite und kommen gut zur Geltung.

Fakt ist: Die heimische Epic Szene braucht sich definitiv nicht vor der amerikanischen zu verstecken. Denn wenn Bands wie Moontowers die Fahne über dem Metal Schlachtfeld flattern lassen ist die Welt noch in Ordnung.

Und jetzt zackig "Lethal Messiah" bestellt, Bier kalt gestellt und die alte Rüstung mit WD-40 kampfbereit gemacht und ABGEBANGT……..


Line-up Moontowers:

Dommermut (lead vocals & lead guitars)
Kuschke (guitars)
Baulig (bass & backing vocals)
Kratz (drums)

Mona Lay (guest vocals)

Tracklist "Lethal Messiah":

  1. Towerlords
  2. Leviathan
  3. The Absence Of Empathy
  4. Privatum Infernum
  5. Kenoma
  6. Eviscreator
  7. Lethal Messiah
  8. Prometheus
  9. Gaias Last Call

Gesamtspielzeit: 46:33, Erscheinungsjahr 2026

Über den Autor

Jens Groh

Hauptgenres: Metal in (fast) allen Varianten / aber auch mal Rock, Pop…
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Mail: jens(at)rocktimes.de

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