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Black Dog Groove Society / Dog Dance – CD-Review

Black Dog Groove Society / Dog Dance – CD-Review

Wenn ich im Line-up die Besetzung lese, nämlich Saxofon/Gitarre/Orgel/Schlagzeug, dann fallen spontan Assoziationen, die Jazz-Geschichte betreffend. So fällt mir zum Beispiel die Produktion "Prayer Meeting" (1964) mit Jimmy Smith/Stanley Turrentine/Quentin Warren/Donald Bailey ein und es gab.ähnliche Produktionen mit Smith in dieser Form. Andererseits gab es auch brodelnden Jazz-Funk-Groove mit einem Spritzer Soul mit seinem 1972er Album "Root Down".

Und hierhin zielt dann schon eher die Black Dog Groove Society mit ihrem aktuellen Album "Dog Dance". Hier gibt es neben eher swingendem Jazz wie beim zweiten Song "Cute" diesen federnden groovenden Sound des Openers "Dog Dance" oder dezenten Funk mit "For Sco", übrigens dem Gitarristen John Scofield gewidmet, natürlich komponiert vom Kollegen Nils Pollheide. Dieser, ich nehme es vorweg, liefert eine großartige Vorstellung ab mit seinem sehr innovativen Spiel, und diese Individualität ist als sehr wichtiges Element innerhalb dieser Produktion zu verstehen.

Doch letztlich sind es auch die beiden anderen Solisten, die Saxofonistin Katharina Maschmeyer, die zum Beispiel mit ihrer solistischen Einleitung zu "Mingo" eine gute Vorstellung liefert, und Hammond-Organist Dirk Schaadt, bei dem ich bei einigen Parts an den Kollegen Brian Auger denken muss. Gemeinsam mit Drummer Hardy Fischötter bilden die Vier ein eingespieltes Team, dass sich mit recht vielseitig ausgeprägten Songs vorstellt.

So fallen mir stets diverse Titel und Musiker ein, auf die ich gedanklich gebracht werde. Bei "Do Your Thing" wandern meine Gedanken in Richtung Horace Silver, bei "Goldie’s Pogo Lab" muss ich anteilig an den Song "Hi Heel Sneakers" denken. Auch an Produktionen von Larry Goldings erinnert mich das Eine oder Andere, und aus verschiedenen Jahrzehnten in der Entwicklung des Jazz hat man diverse Elemente und Spielarten aufgegriffen und geschickt miteinander verknüpft.
Doch wie bereits angeführt, verschließt sich das Quartett auch nicht dem swingenden Jazz, wie "Diaper Don" belegt, das kommt richtig coooooool! Insgesamt betrachtet haben die Vier ein Album mit einem guten Groove vorgelegt, mit einer überzeugend ausgestrahlten Spielfreude und Professionalität.


Line-up Black Dog Groove Society:

Katharina Maschmeyer (tenor saxophone, baritone saxophone & clarinet – #9)
Nils Pollheide (guitar)
Dirk Schaadt (Hammond organ)
Hardy Fischötter (drums)
Jill Gräfe (trumpet – #9)

Tracklist "Dog Dance"

  1. Dog Dance (7:52)
  2. 2 Cute (7:44)
  3. For Sco (9:13)
  4. Max & Wick (9:02)
  5. Do Your Thing (6:48)
  6. Diaper Don (7:47)
  7. Mingo (7:03)
  8. Cats & Cheese (7:05)
  9. Goldie’s Pogo Lab (9:22)

Gesamtspielzeit: 71:56 Erscheinungsjahr: 2026

Über den Autor

Wolfgang Giese

Hauptgenres: Jazz, Blues, Country
Über mich: Althippie, vom Zahn der Zeit geprägt, offen für ALLE Musikstile
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Mail: wolfgang(at)rocktimes.de

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