Am 10. August 2025 gastierten Guy Verlinde & Tom Eylenbosch in der angesagten De Brauerij, Kranenburg-Niel.
Anfang 2025 brachten Guy Verlinde & Tom Eylenbosch das gemeinsame Album Promised Land Blues auf den Markt.
Dazu heißt es in der Rezension abschließend:
»[…] "Promised Land Blues" von Guy Verlinde & Tom Eylenbosch ist ein Album, das unter dem Strich passt wie ein Maßanzug.
"Promised Land Blues" von Guy Verlinde & Tom Eylenbosch ist ein bemerkemswertes Album, tief verwurzelt in der Tradition des Blues. […]«
Aus der Konzert-Ankündigung der Location:
»[…] Dieses preisgekrönte Duo kommt für ein reines Blueskonzert in De Brauerij. Bei Guys Gitarrenspiel und Gesang spürt man sofort einen frischen Blues-Vibe im Geiste der großen Musikhelden. Er stand schon mit B.B. King, John Fogerty, Tony Joe White, Santana, John Hiatt, Canned Heat und Jeff Beck auf der Bühne. Toms Klavier und Banjo passen perfekt zueinander, und die anspruchsvollen Melodien heben die Songs auf die nächste Ebene. […]«
Das Duo kombinierte Blues mit Roots Music und Singer/Songwriter-Elementen.
Die in den einhundertfünf Minuten dargebotene Musik wurde vom Publikum in der – trotz Ferienzeit – fast ausverkauften Location überschwänglich gefeiert.
Bei den beeindruckenden Guy Verlinde– sowie Tom Eylenbosch-Soli spendierten die Anwesenden im Zuschauerraum viel Szenenapplaus.
Leute, die auf den Slide-Sound der Gitarre standen, kamen voll auf ihre Kosten. Guy Verlinde gönnte seinem schwarzen Bottleneck nur wenige Pausen.
Tom Eylenbosch spielte nicht nur fantastische Tonfolgen auf dem elektrischen Piano, sondern setzte auch ein schön anzusehendes Banjo ein. Darüber hinaus brachte er in "Ain’t Nobody Gonna Hold Me Down" – natürlich ohne Banjo – gleichzeitig ein Waschbrett sowie Percussion-Instrumente (Schellenring für den Schuh/am Waschbrett befestigte Kastagnetten) zum Einsatz.
Guy Verlinde, der Entertainer.
So ehrlich, so intensiv, so authentisch.
Die Texte der wunderschönen Song-Perlenkette waren wie ein Streifzug durch sein bisheriges Leben, wie er in seinen Statements zwischen den Kompositionen zum Ausdruck brachte. Dabei spielten Beziehungen mit Menschen – auch Familienmitgliedern – und Einstellungen zum Leben an sich eine gewichtige Rolle.
Der Musiker wurde Vater einer Tochter. Bei einer Ultraschallaufnahme war er dabei und der zu hörende Herzschlag des Ungeborenen inspirierte ihn zum Song "My Little Girl". Die Lyrics der fröhlichen Singer/Songwriter-Komposition reflektierte die Freude auf die Geburt und die zukünftige Unterstützung der neuen Erdenbürgerin. Dieses Lied war nur eines von vielen Gänsehaut-Momenten.
Coversongs waren eine Randerscheinung. "I Shall Not Be Moved" von Mississippi John Hurt sowie Bob Dylans "Blind Willie McTell", in dem einer der richtungsweisenden Blues-Musiker geehrt wird, veranschaulichten die hohe Kunst der Interpretation. Tom Eylenbosch griff zum Banjo und ganz allgemein sorgten auch seine Backing Vocals – zum mächtigen Gesang von Guy Verlinde – für tolle Stimmung bei den Leuten vor der Bühne.
Apropos Tom Eylenbosch.
Er war der kongeniale Guy Verlinde-Partner.
Ein ums andere Mal begeisterte der junge Musiker durch fantasievolle E-Piano-Soli, die sowohl leicht und locker von der Hand gingen und stets tiefgründig im Blues verankert waren. Wie zum Beispiel bei "Heaven Inside My Head". Zum Groove von "Pursuit Of Happiness" gab der Pianist ein Honky Tonk-Solo zum Besten.
Als Intro zu "Gotta Let Go", einem stimmungsvollen Slow Blues, kreierte Tom Eylenbosch eine wunderschön-variantenreiche klassische Song-Eröffnung. Mit Slide-Sounds auf einer Dobro aus dem Jahr 1934 angereichert, ein Highlight des Auftritts. Überhaupt schob sich dieser Gig Schritt für Schritt, Stück für Stück immer weiter in die Kategorie Hot Stuff. Da braucht es keine weltberühmten Namen von Musikern/Musikerinnen oder Bands in riesigen Locations, um sich in dieser Rubrik wiederzufinden.
Den Rhythmus von "Do That Boogie", wie "Heaven Inside My Head" oder "Gotta Let Go" vom Album "Promised Land Blues", klatschte das Publikum mit. Beim "Winter Blues", ebenfalls in phasenweise hypnotischer Boogie-Auslage gespielt, kam es beim »[…] how how how […]«-Zuruf von Guy Verlinde zur entsprechenden Publikums-Antwort. Klasse! Welcher Blues-Fan kennt es nicht aus John Lee Hookers "Boom Boom".
Auch als Chor wurden die Anwesenden eingebunden und zu "Whole Lotta Loving" brachte Guy Verlinde, wie an anderen Stellen auch, die Kanzellen seiner Harp zum Glühen. Ohne Mikrofon spielte der Protagonist das kleine Instrument auch am Bühnenrand.
Ab in den Country Blues. Als Ode an die neue Liebe seines Vaters schrieb er einen Song in seiner Mundart. "Keppe 'K Zien Ier Voe Joen".
Jedes Ende hat einen neuen Anfang, wenn einer Person alles vergeben wurde. "All Is Forgiven" stand am Anfang des Auftritts. Nach "Pursuit Of Happiness" äußerte sich die Begeisterung des Publikums nicht nur durch lauten Beifall, sondern auch durch Standing Ovations, die mit einer Zugabe belohnt wurden. Die Singer/Songwriter-Ballade "Caroline Brings" fiel herrlich sinnlich-nachdenklich aus.
Das mitreißende Konzert von Guy Verlinde & Tom Eylenbosch in De Brauerij war ein Glanzpunkt aus Blues, Roots Music sowie Singer/Songwriter-Ausflügen.
Dieses Konzert konnte etwas: Begeistern.
Chapeau, Guy und Tom!
Peter Rutten sorgte für einen super Sound. Bedankt!
RockTimes bedankt sich bei Joost Brauer für den Platz auf der Gästeliste.
Am 21. September wird Harry De Jong in De Brauerij, Kranenburg-Niel erwartet.
Bildnachweis für alle Bilder des Events: © 2025 | Joachim Brookes | RockTimes
Line-up Guy Verlinde & Tom Eylenbosch:
Guy Verlinde (vocals, guitars, slide guitar)
Tom Eylenbosch (electric piano, banjo, washboard, percussion, backing vocals)


























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