Eine Band aus Schweden ist angesagt. Ob Jetbone mit seiner Rock’n’Roll-Mixtur aus Classic Rock, Funk oder Blues angesagt ist, bleibt zu überprüfen. Seit 2008 ist das Quintett am Start und hat 2012 mit "Jetbone" ihr Albumdebüt auf den Markt gebracht. Mit über dreihundert Konzerten national und international sind die Absätze der Bühnen-Schuhe schon ganz schön abgelaufen.
Unter anderem war man Support für The Temperance Movement, Electric Boys und Sator. Der Titel des vorliegenden Albums "Magical Ride" ist ja sehr hoffnungsvoll und verheißt wohl tolle Musik.
Knappe zweiundfünfzigeinhalb Minuten rotiert die Scheibe im CD-Player und am Ende des Titeltracks "Magical Ride" sitzt man sprachlos vor den Lautsprechern und weiß nicht genau, ob man den im Digipak befindlichen Silberling irgendwo zwischen Jeff Jensen oder Jethro Tull aufbewahren und versauern lassen soll oder immer wieder mal das Abspielgerät damit füttert.
Im Informationsblatt steht unter anderem, dass Jetbone eine Band »with the roots in the good old 60s & 70s style« ist. Treffender kann man es nicht ausdrücken. Hat die Combo aber vielleicht das Pech, gerade bei einem Rezensenten auf dem Schreibtisch zu liegen, der zumindest das Ende der Sechzigerjahre und dann natürlich auch die weiteren Jahrzehnte live miterlebt hat.
"Magical Ride" ist durchaus voll von tollem Rock, besonders, wenn er mit Bläser-Sounds angereichert wird. "Magical Ride" verfügt über klasse arrangierte Lieder, besonders, wenn es auch einen Kinderchor oder Refrains im Stadion-Format zu hören gibt.
Der bereits erwähnte Rock’n’Roll-Mix weckt verdammt viele Erinnerungen von den Beatles (kaum zu glauben), The Rolling Stones, Aerosmith über die Quireboys, Blues Brothers bis hin zu Southern Rock-Bands wie Lynyrd Skynyrd.
Ohne Zweifel sind die fünf Bandmitglieder begnadete Musiker, die viel drauf haben. Der Mann an den Tasten ist nicht nur für die Untermalung der Lieder zuständig und mit zwei Gitarristen kann man für ordentlichen Alarm sorgen. Auch bei den Backing Vocals kann man nicht meckern und die Erweiterung des Sounds durch Gast-Bläser war eine sehr gute Entscheidung.
Aus meiner Sicht sollten sich die fünf Jetbone-Members in der Zukunft nur noch weiter von der Musik ihrer Eltern entfernen. Eine größere Eigenständigkeit wäre nicht schlecht. Um es mit einem Track-Titel der Platte zu formulieren, hinterlässt "Magical Ride" beim Rezensenten mindestens "Mixed Emotions". Aber wie es fast immer so ist … der eigene Eindruck zählt. Also antesten.
Line-up Jetbone:
Alin Riabouchkin (vocals, guitar)
Gustav Sjödin (vocals, bass)
Albin Linder (drums)
Sebastian Bisse Engberg (guitar)
Tobias Bengtsson (piano, organs)
With:
Christer Falk (horns)
Per Svelander (horns)
Lilian Bokestig (backing vocals)
Jamina Jansson (backing vocals)
Tuna Church Choir (backing vocals)
Tracklist "Magical Ride":
- C’mon
- Mixed Emotions
- No Way Out
- Working Hard For Your Money
- Woman
- Dust In My Eye
- Everybody Needs Somebody To Love
- Rosalie
- Fifth Time Loser
- You Are My Love
- Magical Ride
Gesamtspielzeit: 52:24, Erscheinungsjahr: 2015



1 Kommentar
Claudia Reuscher
14. Januar 2017 um 23:24 (UTC 1) Link zu diesem Kommentar
Brilliant, die Jungs haben es drauf,weiter so!!!
Heute Abend Live im Blue Notiz Club gehört.
Thanks a lot, keep on rocking