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L. Don Ōkami / Banjo Machine Music – CD-Review

L. Don Ōkami ist ein Musiker, dessen Bekanntschaft RockTimes bei der Øresund Space Collective-Eröffentlichung Espaço 3 gemacht hat.
L. Don Ōkamis bevorzugtest Instrument ist das Banjo.
Aus der Rezension:
»[…] Donald Lupo zupft das Banjo. Wie er sich in der Space Music des Øresund Space Collectives einbringt, ist faszinierend. Ein Banjo begibt sich auf eine Reise in den luftleeren Raum, in einen Kosmos aus fantastischen Klängen […]«.
Der im finnischen Tampere beheimatete Künstler, der auch in South Carolina via Switzerland, Germany, Japan and Ireland seinen Lebensmittelpunkt hatte, spielt das »[…] clawhammer banjo for over 30 […]« years.
Nachdem er sich viele Jahre auf »[…] traditional music from the southern US […]« fokussierte, widmete er sich dann der »[…] space between folk music, drones, noise and banjo with the aid of loopers, effects and friends. […]«
2021 brachte L. Don Ōkami den Song "Talkin' Fallout Shelter Blues", gefolgt von dem Album "Judgement Day At Pyynikki" (ebenfalls 2021) auf den Markt.
Das Album "Banjo Machine Music" stammt aus dem Jahr 2025 und präsentiert den Song "Banjo Machine Music" in verschiedenen Bearbeitungen.
»[…] When respected musician friends liked it, the idea of turning this into a group remix effort was born. […]«

Bevor wir die Versionen der Remixer hören, gibt uns der Protagonist einen Eindruck von "Banjo Machine Music" in der Originalfassung.
Aus dem Nichts baut sich zunächst eine leicht psychedelische Stimmung auf. Das Harmonium gibt den Ton an. Dann verändert sich die Atmosphäre hin zu einem spacig-psychedelischen Klangkosmos. Das Harmonium begibt sich in eine Art Dauerschleife und immer mehr rücken bemerkenswerte Banjo-Sounds in den Vordergrund. Durch das besondere Saiteninstrument kommt Tempo sowie ein Schlenker auf Country-Terrain ins Spiel. Fantastisch, wie ausgiebig L. Don Ōkamis Solo über eine lange Distanz ist, geprägt von vielen Fantasien.
Nachdem wir Bekanntschaft mit dem Original gemacht haben, werden nun mit Spannung die Remixer-Sichtweisen erwartet.

Die Remixer des Songs kommen aus ganz unterschiedlichen Musik-Richtungen.
Tim Holehouse tummelt sich im experimentalen Bereich.
Hier bringt der Musiker vokale Modulationen, die einem Didgeridoo ähnlich sind, ein und gibt der Nummer eine sphärische Stimmung, in die phasenweise auch Dramatik einfließt. Er setzt sich ziemlich deutlich vom Original ab. Dieses Stück klingt sanft aus.

Pekko Käppi ist »[…] ausgebildeter Ethnomusikologe hat er sich auf traditionelle Volksmusik spezialisiert. […]«
Seine Lesart ist deutlich kürzer als alle anderen Interpretationen. 4:32 Minuten reichen aus, um eine mehr als deutliche Wendung herbei zu zaubern. Pekko Käppi erhöht die Dramatik und gibt dem Stück einen höchst experimentalen Charakter. Improvisierte Musik der besonderen Weise.

Kommen wir zu Dr Space, den man unter anderem von der Space Rock-/Psychedelic-Combo Øresund Space Collective kennt.
Zunächst werden wir hier mit einem sich steigernden Gewirr von Sounds konfrontiert.
Die Spielzeit erhöht sich auf 9:11 Minuten und ziemlich schnell wird klar, dass uns der Musiker mit auf eine Reise in den psychedelischen Kosmos nimmt. Neben den vertrauten Banjo-Sounds hören wir bei Dr Space auch Synthesizer- oder Keyboard-Klänge. Teile des L. Don Ōkami-Solos werden übernommen und die Synthesizer-Anreicherung bewirkt bei den Leuten vor den Lautsprechern eine gewisse Bewusstseinserweiterung. Herrlich, wie sich hier Banjo sowie Synthesizer ergänzen aber auch miteinander konkurrieren. Space Music mit Psychedelic-Gangart. Bei der auch dynamischen Musik vermissen wir keine rhythmische Action von Drums oder Percussion. Ein Highlight!

Tero Risti ist Musikproduzent und DJ.
Er taucht "Banjo Machine Music" in eine ruhig anmutende Atmosphäre. Zum hypnotischen Harmonium gesellen sich zum Teil verwegene Klänge, die teilweise an Walgesänge erinnern. Diese Version hebt sich deutlich vom Original und den anderen Interpretationen ab, kommt aber richtig gut an.

Tethering vermittelt uns diesen Eindruck nicht unbedingt. Klangteppiche haben eher die Größe eines Bettvorlegers und zwischendrin bringen unsere Trommelfelle mit Effekten angereicherte Saxofon-Sounds in Schwingungen. Diese "Banjo Machine Music"-Bearbeitung ist extrovertiert und auffallend exzentrisch.

"Banjo Machine Music" von L. Don Ōkami, auch Mitglied bei Dark Bottle, ist ein Album, in dem ein Song in fünf Sichtweisen und Variationen widergespiegelt wird.
Die individuelle Handschrift der Remixer macht den Mehrwert dieser L. Don Ōkami-Veröffentlichung aus.
Ein Album für aufgeschlossene Musik-Fans.


Line-up L. Don Ōkami:

L. Don Ōkami (banjo, harmonium)
Remixers (vocals, various instruments)

Tracklist "Banjo Machine Music":

  1. Banjo Machine Music (LDO Mix)
  2. Banjo Machine Music (Tim Holehouse Mix)
  3. Banjo Machine Music (Pekko Käppi Mix)
  4. Banjo Machine Music (Tero Risti Mix)
  5. Banjo Machine Music (Dr Space Mix)
  6. Banjo Machine Music (Tethering Mix)

Gesamtspielzeit: 45:54, Erscheinungsjahr: 2025

Über den Autor

Joachim 'Joe' Brookes

Genres: Blues, Blues Rock, Alternative Music, Space Rock, Psychedelic Music, Stoner Rock, Jazz ...
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