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Ghalia Volt / Burn The House Down – Digital-Review

Im Herbst 2023 veröffentlichte Ghalia Volt Shout Sister Shout!.
Im Wonnemonat Mai 2026 brachte die belgische Musikerin ihr Album "Burn The House Down" auf den Markt.
Ruf Records schreibt dazu unter anderem:
»[…] Die 11 Songs, die in Nashville mit Produzent JD Simo aufgenommen wurden, zeigen die ganze Bandbreite ihrer Einflüsse. […] Aufgenommen während einer zweitägigen Session mit Live-Auftritten im Studio, zeichnet "Burn the House Down" seine eigene Geografie nach und nutzt den Blues als Sprungbrett für ein Album, das Grenzen überschreitet und die Idee des Genres auslöscht. […] "Burn the House Down" wurde mit einer kleinen Band – Schlagzeuger Chris Powell, Bassist Brian Allen und Gitarrist JD Simo – in einem einzigen Raum aufgenommen, wobei die Verstärker ineinander übergingen. […] Kraftvoll & ungefiltert verkörpert "Burn The House Down" Ghalia Volts kompromisslosen Ansatz zu Blues, Rock’n’Roll und Roots Music. […]«

"Ride", "Let Yo' Hair Down" und "Burn The House Down" waren die Vorab-Singles des Albums.
Widmen wir uns doch dann auch zunächst diesen drei Songs.
"Ride" spiegelt die Rauheit der Aufnahme und des Ghalia Volt-Blues Rock wider. Hier geht es zur Sache und bei einem schönen Retro-Sound erleben wir die Protagonistin so, wie wir es von ihr kennen. Gesanglich emotional, mit viel Verve auf den Stimmbändern und einer Stimme, die uns einfach gefallen muss. Musikalisch runden ein kurzes Chris Powell-Schlagzeug-Solo sowie ein Bass-Blitzlicht von Brian Allen den klasse Song ab. Ja, an dieser Fahrt finden wir Gefallen.
"Let Yo' Hair Down" setzt noch eine Rauheitsstufe oben drauf. E-Gitarren mit viel Fuzz charakterisieren die Szenerie. Man darf sich dabei an einen Hound Dog Taylor erinnern. Sechssaiter auf Psycho-Terrain. Super! Und dann sind sie da. Die Slide-Sounds, die uns faszinieren. Insgesamt ein Blues mit einer gehörigen Portion Psychedelic. Daumen hoch für "Let Yo' Hair Down".
Dann der Titelsong des Albums "Burn The House Down". Vom Tempo her etwas geruhsamer. Aber die Intensität nimmt keinen Deut ab. Auch hier geht es mit weiteren herrlichen Bottelneck-Einsätzen reichlich psychedelisch zu. Das Stück wird von einem klasse Refrain gekrönt. Mit einem feinen Fade-Out ein Highlight.

"Lucifer’s Grip", eine Nummer, die sich in seiner rockenden Manier einem John Lee Hooker annähert. Brian Allen sowie Chris Powell servieren abwechslungsreiche Rhythmik mit einem zwischendrin tollen Groove. Klasse!
In dem Blues-Schleicher "Where Do We Go" erleben wir die beiden Gitarren der Bandleaderin und JD Simo deutlich getrennt in den beiden Kanälen. Beide geben sich die Bottleneck-Kante.
"Mine". Sehr speziell. Ein Track mit einer ganz besonderen Atmosphäre, gespeist von einem klasse Chris Powell-Shuffle. Auch hier ringen die beiden E-Gitarren um die beste Position.
Definitiv bricht der Opener "No Ice Please" das Eis. Es ist eine Freude für die Leute vor den Lautsprechern, wie sich die Nummer ins Herz bohrt.

Auf geht’s. Bevölkert die Tanzfläche. Es groovt und "Wrong Horse" ist genau das richtige Stück, um etwaige überschüssige Kalorien abzubauen. Mit einem leichten Country-Ambiente pfeift Ghalia Volt auch noch am Ende des Tracks. Da setzt man definitiv auf das richtige Pferd.
Nach dieser Nummer lohnt es sich, mit "Wreckin' & Rollin" weiterzumachen. Da muss man den Dancefloor erst gar nicht verlassen und kann zum Slide-Solo abzappeln.
Achtung, Slow Blues! Der "River Song" ist die ultimative Ballade des Albums. Mehr Schellenring als Drums begleitet Ghalia Volts leidenschaftlich-intensiven Gesang. Zum Ende hin fließt der "River Song" in leicht fernöstliche Gefilde. Toll!
1:40 Minuten "Black And White". Ein Shorty beendet das Album. Wir erleben Ghalia Volt solo. Oh, wie eindringlich kann sie singen, nur begleitet von einer akustischen Gitarre. Sehr schön, dieser Abschluss.

"Burn The House Down" von Ghalia Volt entwickelt sich zu einem Dauerläufer im Player.
"Burn The House Down" von Ghalia Volt ist ein weiterer Schritt nach oben auf ihrer Karrierleiter.
"Burn The House Down" von Ghalia Volt ist geprägt von einem hohen Grad an Abwechslung.


Line-up Ghalia Volt:

Ghalia Volt (vocals, guitars, slide guitar)
JD Simo (guitars, slide guitar)
Brian Allen (bass)
Chris Powell (drums)

Tracklist "Burn The House Down":

  1. No Ice Please (2:55)
  2. Mine (3:54)
  3. Ride (3:04)
  4. Where Do We Go (3:34)
  5. Wrong Horse (2:42)
  6. Lucifer’s Grip (3:57)
  7. Wreckin' & Rollin' (3:08)
  8. Burn The House Down (4:16)
  9. River Song (4:54)
  10. Let Yo' Hair Down (3:31)
  11. Black And White (1:40)

Gesamtspielzeit: 37:35, Erscheinungsjahr: 2026

Über den Autor

Joachim 'Joe' Brookes

Genres: Blues, Blues Rock, Alternative Music, Space Rock, Psychedelic Music, Stoner Rock, Jazz ...
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