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Yonder Boys – Konzertbericht, 08.02.2026, De Brauerij, Kranenburg-Niel

Am 08. Februar gastierten die Yonder Boys in De Brauerij, Kranenburg-Niel.
Aus der Konzertankündigung bei De Brauerij erfahren wir unter anderem:
»[…] Die Yonder Boys spielen traditionelle Folkinstrumente. Die Basis der Band besteht aus dem Sänger und Gitarristen Jason Serious aus Amerika und dem Australier David Stewart, der ebenfalls singt und Banjo spielt. Das Duo trat bereits als Support für Billy Bragg, The Wood Brothers, Timber Timbre, Other Lives und Nathaniel Rateliff auf. Mit ihnen spielt der Multiinstrumentalist Tomás Peralta. Der Chilene spielt unter anderem Mandoline, Dobro und Kontrabass. Ihre selbstbetitelte Debüt-EP erschien 2018 auf Blue Whale Records und ihr erstes Album "Acid Folk" erschien 2020. […]«
Im Sommer 2025 brachte die Band, ebenfalls auf dem Berliner Label Blue Whale Records, das Album "A Makeshift Family" auf den Markt.

Die Yonder Boys im Februar 2026 in De Brauerij Kranenburg-Niel

Die Yonder Boys im Februar 2026 in De Brauerij Kranenburg-Niel

Immer wieder gerne macht man einen Abstecher nach Kranenburg-Niel, um in der herrlichen Location De Brauerij Konzerte zu besuchen.
Die Yonder Boys machten am 08. Februar 2026 Station im grenznahen Kranenburg und lobten das XXL-Wohnzimmer mit dem besonderen Flair.
Das Trio äußerte den Wunsch, gerne noch einmal wiederzukommen.

Insgesamt achtzehn Songs lösten bei diesem sehr gut besuchten, rund einhundertzehnminütigen Yonder Boys-Auftritt, große Begeisterung in der tollen Location aus.
Bei einem vom Nebel verhangenen Niederrhein sorgten die Yonder Boys musikalisch für strahlenden Sonnenschein.
Mit einer Mischung aus flotten Nummern und zurückhaltenden Songs mit balladesken Momenten schuf das Trio unterschiedliche Stimmungen aus kräftiger Kolorierung sowie Pastellfarben.

Hinein ins Glück ging es gleich mit dem Titelsong des Albums "A Makeshift Family".
Ein Einstand nach Maß, der die bemerkenswerten Qualitäten des Yonder Boys-Gesangs, im Opener nur begleitet von einer akustischen Gitarre, in den Vordergrund rückte.
Der Ausflug durch die Songs der oben gelisteten Alben ging weiter mit einem fein arrangierten "Love To Come Home". Der Lead Gesang wechselte von Lied zu Lied zwischen den drei Protagonisten und alle Musiker konnten mit ihren herrlichen Stimmen extrem hohe Punktzahlen erreichen. Der Gesang des Trios erzeugte eine Gänsehaut nach der anderen.

Wen wunderte es da, dass die Yonder Boys einige Songs a cappella eröffneten. Der Gesang war besonders beeindruckend. Da reichten die Daumen beider Hände gar nicht aus, um das edle Niveau zum Ausdruck zu bringen.
Das Trio gab die Taktung vor. Gemeinsam mit dem im Rhythmus klatschenden Publikum entwickelte sich "Rome" zu einer flotten Folk-Nummer und auch "Mumma’s Boy" war von Dynamik geprägt.

Tomás Peralta wechselte von einem Instrument zum anderen. Mal zupfte er die Mandoline, dann den Kontrabass beziehungsweise die akustische Gitarre.
Im zweiten Teil des Gigs kam es zu einem ganz besonderen Moment. Tomás Peralta schulterte eine Dobro, die er stehend wie eine Lap Steel positionierte und begeisterte das Auditorium durch wunderschön-anmutige Slide-Sounds in "Like A Brother" und "Lucky" inklusive Banjo-Solo. Super!

Bei diesem Konzert überwiegten die Eigenkompositionen und dennoch spielte man handverlesene Coversongs.
Bei "House Carpenter", einer alten schottischen Weise, kreierten die Yonder Boys eine ganz spezielle Atmosphäre, denn David Stewart Ingleton setzte, neben Tomás Peralta am Kontrabass, einen Geigenbogen ein und strich so über die Saiten eines seiner Banjos. Das Lied endete mit den anmutigen Klängen eines gestrichenen Banjos sowie Upright Bass.

Ola Belle Reed komponierte "High On A Mountain" und die Yonder Boys interpretierten dieses Stück Zeitgeschichte in ihrer persönlichen Art mit Harp-Solo und einem Tick Blues-Feeling. Highlight! Dann war da noch das Instrumental "Chucktaw". Auch ohne Gesang ganz besonders. Hank Williams' "Lost Highway" begeisterte durch die individuelle Yonder Boys-Note.

Natürlich gaben alle drei Musiker Informationen zu den einzelnen Songs. Das balladeske "Cherry Tree" handelte von einem gefällten Kirschbaum. Vom Lied über das Gehölz widmete man sich im "Rabbit Song" fast schon dramatisch rockend dem hoppelnden Tier. Mandoline, akustische Gitarre und Banjo. Auch "Emily In The Tub" rockte die Location. Bei "Mosey On Down" sang Jason Serious am Bühnenrand ohne Mikrofon und Tomás Peralta integrierte ein klasse Kontrabass-Solo.

"New Bohemians" sowie "Sorrow" sorgte für eine letzte Gänsehaut.
Dann waren da noch diese drei speziellen Mikrofone (siehe Bildergalerie). Ein größeres für den Gesang und zwei kleinere für die Instrumente. Die Lautstärke der Stimmen beziehungsweise Instrumente regelte man durch die Entfernung zu den Mikrofonen.

Das gesamte Yonder Boys-Konzert in De Brauerij war ein hochklassiger Auftritt aus beeindruckendem Gesang, tollen Eigenkompositionen, einer bestechenden Variationsbreite an Instrumenten und individuell geprägten Coversongs.
Hats off, David, Jason und Tomás!

RockTimes schließt sich dem Dank von den Yonder Boys an Peter Rutten für den vorzüglichen Sound sowie dem De Brauerij-Team für die freundliche Bedienung an.

RockTimes bedankt sich bei Joost Brauer für den Platz auf der Gästeliste.
Am 08. März wird das Duo Richville (Richard van Bergen/Richard van Berbergen & Rootbag/Jody van Ooijen) in De Brauerij, Kranenburg-Niel erwartet.

Bildnachweis für alle Bilder des Events: © 2026 | Joachim Brookes | RockTimes


Line-up Yonder Boys:

Jason Serious (lead vocals, acoustic guitar, harmonica, percussion, backing vocals)
David Stewart Ingleton (lead vocals, banjo, backing vocals)
Tomás Peralta (lead vocals, acoustic guitar, mandolin, Dobro, upright bass, backing vocals)

Über den Autor

Joachim 'Joe' Brookes

Genres: Blues, Blues Rock, Alternative Music, Space Rock, Psychedelic Music, Stoner Rock, Jazz ...
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