Die Informationen bei Noisolution liefern uns informative Hintergründe zu Sonic Beat Explosion und deren Album "Chasing Ghosts":
»[…] Sieben Jahre waren eine verdammt lange Pause. Aber Sonic Beat Explosion haben sie genutzt und das Quartett aus Altenburg bei Leipzig scheint wenig Interesse zu haben, leiser oder vernünftiger zu werden. "Chasing Ghosts" ist das fünfte Studioalbum der Band und steckt tief im Garage Rock. Die Wurzeln greifen bis nach Detroit: MC5, The Stooges, The Dirtbombs. […] Aufgenommen wurde im Leipziger Studio von Charlie Paschen (Coogans Bluff), Mix und Master übernahm erneut Jürgen Hendlmeier, der unter anderem mit The Flaming Sideburns, Baby Woodrose und Sweatmaster gearbeitet hat. […] Thematisch bewegt sich das Album zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Hoffnung und Zweifel, Aufbruch und Selbstreflexion. […]«
Zwölf Songs versammeln sich auf "Chasing Ghosts". Die Gesamtspielzeit beträgt 42:41 Minuten.
"Chasing Ghosts". Garage Rock angenehm nahbar.
"Chasing Ghosts". Sonic Beat Explosion ist während der langen Pause in keiner Weise eingerostet. Im Gegenteil, die Combo klingt frisch, kommt mit einer großen Portion Spielfreude daher und macht dieses Album zu einem echten Hinhörer.
Okay, das Booklet zur CD im Juwelcase ist eher spartanisch. Zum Blättern gibt es hier nichts. Keine Texte, dafür innen ein Bild aus dem Studio und auf der Rückseite ein fein gestyltes Logo vom Bandnamen.
Somit fixiert man uns viel mehr auf die Musik und die hat es im wahrsten Sinn des Wortes in sich.
Die Lyrics und Musik stammen von Martin Fischer.
Unter Beobachtung. Mit "Ten Thousand Eyes" legt die Formation los. Alle Zeiger schlagen aus. Immer kurz vor dem roten Bereich. Schneidige E-Gitarren-Sounds, ein klasse Break, ein Sechssaiter-Solo fetzt durch die Luft und bei dem energetischen Treiben ist der Gesang inklusive Chor eine weitere Trumpfkarte von Sonic Beat Explosion, einem Quartett, das einen wahren Höhenflug inszeniert.
Kaum hat sich der Opener im Fadeout verabschiedet, geht es bei "Slowly Turning (Into You)" mit Power, hartem Riffing und einem weiteren E-Gitarren-Solo, verschärft durch Wah Wah-Pedal-Action, weiter. Gesanglich top, notiert man diese Nummer auf der "Chasing Ghosts"-Visitenkarte.
Für den Garage Rock angemessen, changieren die Songs um die drei Minuten.
"Brave New World" (2:27 min) sowie "High Times" (2:52 min) bleiben unter der zeitlichen Marke und "Where Do We Go" ist der Ausreißer nach oben (5:04 min).
Aufbegehren ist in "Brave New World" angesagt. Bei einem höllisch schnellen Tempo macht das Quartett einen auf speziell angelegten Garage-Rock’n’Roll. Hinhörer!
"Where Do We Go" ist da anders. Wuchtiges Marius-Drumming sowie ein knarziger Bass von Stötzi geben den Takt vor. Melodie wird im Refrain vom Gesang und der Gitarre geliefert. Auch Martins Alleingang ist erfüllt von Melodie. Die Vielschichtigkeit im Riffing zieht sich wie ein roter Faden durch "Chasing Ghosts". Diesen besonderen Track muss man im Rückspiegel vergangener Zeiten verorten.
Für "High Times" aktiviert Sonic Beat Explosion den Turbo. Dieses Lied ist die andere Art ihres Garage-Rock’n’Roll. Klasse!
Die ersten fuzzig-psychedelischen Gitarren-Töne erinnern stante pede an Jimi Hendrix. Es tönt schön getrennt aus beiden Kanälen und klingt dann doch nach mehr als einem Sechssaiter. "Cold Sun" ist ein Hoch auf den psychedelischen Garage Rock und auch hier muss ein Lob für Martins Gesang Erwähnung finden. Ein Highlight, dieses "Cold Sun".
Sonic Beat Explosion sind meilenweit davon entfernt, uns Lückenfüller zu servieren. So gehört die Garage Rock-Nummer "Million Miles" ebenfalls zu den Hinhörern. Er ist bemerkenswert, wie hoch hinaus sich die Combo ein ums andere Mal in die Höhe schraubt.
"Blood On Your Hands" belegt dann die Vermutung aus "Cold Sun", dass man bei den Gitarren-Sounds mehr hört, als nur einen Sechssaiter. Verdeutlicht durch eine Rhythmusgitarre beim Martin-Alleingang. Schwamm drüber. Klingt einfach super.
In "On The Loose" geht es etwas langsamer zu. Ist der Song durch, kann man nur zu Beginn sowie zwischendrin von balladesken Phasen sprechen. Die Schluss-Nummer ist ein weiteres Highlight.
"Chasing Ghosts" von Sonic Beat Explosion ist nach der langen Pause eine willkommene und sehr gelungene Rückkehr.
Auf dem "Chasing Ghosts"-Fundament lässt sich eine hoffungsvolle Zukunft aufbauen.
Line-up Sonic Beat Explosion:
Martin (vocals, guitar)
Zeze (guitar, backing vocals)
Stötzi (bass)
Marius (drums, percussion, backing vocals)
With:
Charlie Paschen (additional percussion)
Tracklist "Chasing Ghosts":
- Ten Thousand Eyes
- Slowly Turning (Into You)
- Million Miles
- Brave New World
- Let You Down
- Where Do We Go
- High Times
- Blood On Your Hands
- Heart Of Stone
- Cold Sun
- Johnny
- On The Loose
Gesamtspielzeit: 42:41, Erscheinungsjahr: 2026


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