Am 29. Mai 2026 gastierte die Band Stargo im Griether Hanselädchen, Kalkar-Grieth. Das Trio aus Dortmund hat sich die Genres Stoner Rock sowie Stoner Metal auf die Fahne geschrieben. Wie aus den Informationen auf der Stargo-Bandcamp-Seite hervorgeht, ist es eine Stoner Metal-Mischung. Sie oszilliert zwischen roher Power, puren Emotionen sowie kosmischen Elementen.
Stargo scheint angesagt zu sein, denn zwischen März und Juli 2026 füllen zehn Termin ihre Tour. 2020 wurde das Album "Parasight" auf den Markt gebracht. 2021 folgte die EP "Dammbruch" und im Februar 2026 wurde "Violent Skies" veröffentlicht.
Vor dem Konzert stellte die Genossenschaft des Griether Hanslädchens das leibliche Wohl in den Vordergrund. Auf dem Marktplatz wurde gegrillt.
Stargo sorgte für großartige Partystimmung im Griether Hanselädchen. Das Publikum war während der einhundertsieben Minuten Stargo-Gig schier aus dem Häuschen. Sphärische Synthesizer-Sounds im Verbund mit Stefans 6-Saiten-Bass und Nordins E-Gitarren-Klänge der relaxt-glückseligen Verspieltheit trafen auf treibende Rhythmik von Schlagzeuger Karsten sowie knallharten Stoner Rock mit Stoner Metal-Ausflügen der verwegenen Art.
Schwebende Synthesizer-Sounds im Einklang mit E-Gitarren-Klängen und einem Drummer, der die Stimmung mit Paukenschlägeln verstärkte, prägten zunächst "Bathysphere", einer instrumentalen Nummer, die sich über eine Spielzeit von dreizehn Minuten erstreckte.
Nach dem sinnlichen Intro ging Nordin in den zupackenden Riff-Modus über und mit Stefan sowie Karsten war dann der erste Stoner Rock-Alarm in der Location angesagt. Nach einem kräftigen Wah Wah-Pedal-Einsatz kehrte das Trio abermals zurück zur melodisch-nachdenklichen Stimmung. Schon der erste Track entpuppte sich, nicht nur wegen seiner Länge, als ein Highlight.
- Nordin (vocals, guitars)
- Stefan (bass, synthesizer)
- Karsten (drums, percussion)
"Shine Like Diamonds". Von Beginn an Drive. Große Freude beim Publikum für den Stoner Rock-Wahnsinn. Zwei Songs, zwei Highlights. Drummer Karsten trommelte mit enormer Dynamik. Nach "Don’t Mind", durch fast schwerelose Synthesizer- und Bass-Fantasien eingeleitet, bekam der Schlagzeuger viel Lob für sein beeindruckendes Wirbeln mit den Drumsticks.
Genauso viel Lob gehörte aber auch Stefan und Nordin, der die Aufmerksamkeit nicht nur durch seine fantastischen Fretboard-Fahrten auf sich zog, sondern auch wegen seines emotionalen Gesangs. Wie als Dank für die Komplimente des Publikums, war es Karsten, der "Left For Dead" in die Spur brachte.
Die letzten drei gelisteten Tracks stammen allesamt vom Album "Violent Skies". Im Kaufe des Stargo-Gigs sollten noch weitere Nummern aus dieser Veröffentlichung folgen.
Als nächstes rief die Combo aus dem Ruhrpott "Akimbo" von der Platte "Parasight" auf. Hier konnte Stargo die Power ihrer Musik noch um einige Grad steigern, denn jetzt war heavy Stoner Rock mit Blick auf den Stoner Metal angesagt. Auch diese Variante gefiel den Leuten im Griether Hansestübchen. Da war mächtig viel Bewegung in der Menge. Das Tanzbein wurde ausgiebig geschwungen. 
Bei "Dammbruch", einem weiteren Instrumental, konnten sich die erhitzten Gemüter ein wenig beruhigen, denn mit Karstens Becken-Klängen ging es zunächst balladesk zu. Stoner Metal-Riffs schossen plötzlich wie Pfeile durch die Location und irgendwie präsentierte dieses Stück einen sehr individuell geprägten Stargo-Rock’n’Roll. Hochgeschwindigkeit war nur ein bestimmendes Merkmal des Trios. Steiniger Rock wurden mit balladesken Phasen gemischt, nur um danach neue Energie freizusetzen.
Die Location machte es möglich. Gitarrist Nordin drehte sich mit dem Rücken zum Publikum und sicherte sich bei seinem Spiel so die Aufmerksamkeit der vor dem Schaufenster in der frischen Luft weilenden Leute.
Schlagzeug spielen ist anstrengend. Erst recht, wenn es um die urwüchsige Power des Stoner Rock ging. Karsten entledigte sich seines T-Shirts und beim Auswringen floss der Schweiß wie ein Bach aus dem Stargo-Shirt. Jetzt war trommeln mit freiem Oberkörper angesagt.
In "Stargazer" offenbarte das Trio ein weiteres Merkmal ihrer Musik. Wilde Fahrten mit Drums im höllischen Tiefflug wurden von herrlichen Breaks durchbrochen. Die Begeisterung beim Publikum ebbte nicht ab. Im Gegenteil, auch bei den Leuten in der Location schien es kein oberes Ende der Freude zu geben.
"Great Machine". Eine Ballade für die Karsten einen Shaker aktivierte. Das förmlich ungezügelte Tempo wurde von einer Nordin-Feedback-Action am Verstärker gekrönt und nach einem relaxten Teil mit sanft pumpendem Stefan-Tieftöner kam es so einem gewaltigen Vulkanausbruch. Super Stoner Rock.
Für "Interstellar" schulterte Nordin eine siebensaitige E-Gitarre und mit "Storm" begann der Zugaben-Teil.
Zunächst diese Ruhe vor dem musikalischen Sturm. Nordins Riffs flogen wie vom Winde verwehte Blätter durch das Hanselädchen, garniert von einen tollen Wah Wah-Pedal-Intermezzo. Stefans Bass-Läufe kamen wie eine leichte Brise rüber. Die zweite Zugabe stand unter dem Titel "Parasites". Wieder hatte Stargo eine Standleitung zu einem Starkstromaggregat und zum Zugaben-Finale begab sich das Trio ein letztes Mal auf einen Ritt durch die Höllenglut des Stoner Metal. Das Stück hat noch gar keinen Namen. Vielleicht "Griether Hanselädchen Ballade". Einige Frauen tanzten barfuß und klebten sich Stargo-Sticker aufs T-Shirt. Riesen Begeisterung beim Publikum. Große Freude bei der Band. »[…] Wir kommen wieder. […]«
Das Trio Stargo ist ein Synonym für die Power und überwältigende Wucht des Stoner Rock mit Metal- und Psychedelic-Anteilen. Neben der beeindruckenden Musik zeigte die Combo auch Publikumsnähe. Hut ab, Karsten, Nordin und Stefan!
Ein Danke geht an Oliver Schupp für den Sound.
Abschließend ein Lob an alle Ehrenamtler der Griether Hanselädchen-Genossenschaft. Wir bedanken uns bei Ingmar Kerkhoff für den Platz auf der Gästeliste. Am 03. Juni werden Jason Kane And The Jive im Griether Hanselädchen, Kalkar-Grieth erwartet.
Bildnachweis für alle Bilder des Events: © 2026 | Joachim Brookes | RockTimes
Line-up Stargo:
Nordin (vocals, guitars)
Stefan (bass, synthesizer)
Karsten (drums, percussion)

























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