Auf Blue Rain aus dem Jahr 2020 und Endless Road folgte Ende 2024 das Chris May-Album "Ramblin' Man".
Zu "Blue Rain" heißt es in der Besprechung abschließend: »[…] Chris Mays "Blue Rain" ist so etwas wie ein vierblättriges Kleeblatt, denn die findet man nicht alle Tage. […]«
Bei der "Endless Road"-Rezension kann man unter anderem das Folgende lesen: »[…] Chris Mays "Endless Road" ist beste instrumentale Gitarren-Unterhaltung.
Chris Mays "Endless Road" ist eine fantastische Reise der zeitlosen Art.
Chris Mays "Endless Road" besticht auch noch in zukünftigen Zeiten. […]«
Nun gibt es in Form von "Ramblin' Man" die Ablösung von "Endless Road".
Das bei ScreamRecords erschienene Album "Ramblin' Man" enthält elf Songs, allesamt von Chris May komponiert, die es auf eine Gesamtspielzeit von einundvierzig Minuten bringen. »[…] Recorded, Mixed & Mastered by Arno Briggman […]«.
Bereits nach den ersten Tönen des ersten Tracks, der gleichzeitig auch der Titelsong des vorliegenden Albums ist, wird klar, das der aus Österreich stammende Künstler mit einer feinen Reibeisenstimme singt. Außerdem werden wir von seinem faszinierenden Fingerpicking auf der akustischen Gitarre angezogen. Herrlich, wie auf dem Album eine hervorragende Stimmung kreiert wird. Man sitzt förmlich unmittelbar vor dem Protagonisten und erlebt jede Tonfolge sozusagen livehaftig.
Da gehen auch beide Daumen hoch für Arno Briggman, der das Album in Szene gesetzt hat. Klasse!
Wenn es um den Blues geht, dann freut man sich besonders über Musiker, die das Bottleneck einsetzen.
So auch ein Chris May, der uns nicht nur in der letzten Nummer ("Valleys Of Blue") von "Ramblin' Man" in voller Pracht den Slide-Sound präsentiert. Bei diesem flotten, fast schon rockigen Zwölftakter, hat er seine Stimmbänder mit einer extra Portion Eisenpulver versehen und im E-Gitarre-Solo geht es richtig zupackend zu. Highlight!
Wo Blues draufsteht, steckt auch Blues drin. "Living The Blues" groovt toll und immer wieder sind die Leute vor den Lautsprechern begeistert von Chris Mays Fingerpicking. Das verfügt über eine ganz hohe Qualität und mit seinen gehaltvollen Texten erzählt uns der Künstler vielschichtige Geschichten aus dem Leben. In "Living The Blues" gibt es, in welcher Form auch immer, kein Gitarren-Solo, sondern Chris May lässt in zwei Alleingängen die sehnsüchtige Mundharmonika erklingen.
Für "Skara Brae" wechselt der Musiker zum Banjo und verzaubert uns bei diesem instrumentalen Country Blues, der mit viel Geschwindigkeit abgeht. Super!
Kommt es zu "Vicious Circle" bringt er das Didgeridoo ins Spiel. Wenn man auf der Rückseite der Verpackung liest, dass Chris May nicht nur alle Songs geschrieben, sondern auch gespielt hat, dann kann man ihn spätestens nach dem gerade erwähnten Stück nicht nur als hervorragenden Mann auf den Saiten, sondern auch als Multiinstrumentalist bezeichnen. Respekt, Chris!
Über ein weiteres, herrlich luftiges Instrumental mit den Titel "Endurance" sowie dem Country Blues "Blue Highways" ist es bei "Into The Distance" Zeit für eine wunderschöne zeitlose Ballade. Dieses Stück kommt einem vor dem geistigen Auge so vor, wie aus einem Film, der herrliche Landschaften präsentiert. Highlight!
"Ramblin' Man" von Chris May bietet hochklassige Gitarrenkünste, gepaart mit rauem Gesang und feinen Harp-Klängen.
"Ramblin' Man" von Chris May bietet darüber hinaus zum Blues passende Sounds eines Didgeridoos.
Bleibt gesund und nehmt euch zur Ablenkung Zeit für gute Musik.
Line-up Chris May:
Chris May (vocals, acoustic guitar, electric guitar, slide guitar, banjo, harmonica, didgeridoo)
Tracklist "Ramblin' Man":
- Ramblin' Man
- The Road Is My Home
- The Wayfaring Stranger
- Living The Blues
- Skara Brae
- Vicious Circle
- Endurance
- Farewell
- Blue Highways
- Into The Distance
- Valleys Of Blue
Gesamtspielzeit: 40:57, Erscheinungsjahr: 2024


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