Am 18. April 2026 gastierte Martin Engeliens Go Music in der Culucu Bar, Kleve.
Die Konzertreise im April 2026 stand unter dem Motto: »[…] Zurück in die 70er. Zurück ins Gefühl. […]«
Aus dem Go Music-Newsletter erfahren wir unter anderem:
»[…] Mit Katharina Kirschsiefen steht erstmals eine neue Schlagzeugerin auf der Go Music Bühne. Die Kölnerin, bekannt durch ihre Energie in der BAP-Tribute-Band MAM, bringt Power, Präzision und eine ordentliche Portion Spielfreude mit. Ihr Groove ist direkt, ehrlich und absolut tanzbar. […]
Jens Skwirblies reist mit einer echten Hammond-Orgel samt Leslie-Cabinet an – ja, genau so, wie man es aus den großen 70er Produktionen kennt. […] Jens ist unter anderem als Organist bei Barclay James Harvest sowie bei der Magic Of Santana Show aktiv und weiß genau, wie man diesen legendären Sound zelebriert.
Für internationales Flair sorgt Bryn Jones. Der Brite, der in Finnland lebt und dort mit seiner Band Ban Drink Floyd große Erfolge feiert, bringt genau die Mischung aus britischem Rock-Charme und emotionaler Intensität mit, die dieses Programm braucht. Seine Stimme trägt – kraftvoll, warm und authentisch. […]
Und wenn es jemanden gibt, der weiß, wie man Live-Musik zum Erlebnis macht, dann ist es Martin Engelien – Bassist, Initiator, Moderator und seit Jahrzehnten leidenschaftlicher Missionar der Live-Musik. Mit Go Music schafft er Räume, in denen Musik nicht einfach gespielt wird – sie passiert. Direkt. Ungefiltert. Echt. […]«
Beginnen soll dieser Go Music-Bericht so ziemlich am Ende der stimmungsvollen Show.
Sander Heijnen, gemeinsam mit seiner Frau Cherine, verantwortlich für die Culucu Bar in Kleve, hatte an diesem Tag Geburtstag. Die Band und das Publikum sangen "Happy Birthday" und dann kam es zu einer echten Überraschung, denn Martin Engelien bat Sander ans Schlagzeug und mit seinen Beats spielte man eine klasse Version von Bruce Springsteens "Dancing In The Dark" inklusive eines hinlangenden Drum-Solos des Club-Betreibers. Gelernt ist gelernt. Es war schon imponierend, was Sander da auf seinem Schlagzeug trommelte. Daumen hoch für Sander! Fotos dazu gibt es in der Bildergalerie.
Für die finale Zugabe kehrte Katharina Kirschsiefen zurück an die Drums und wenn man schon den Barclay James Harvest-Tastenmann im Line-up hatte, wurde "Hymn" zum abschießenden Ausrufezeichen hinter einem einhundertvierzigminütigen Gig, der für sehr viel Freude sorgte.
- Martin Engelien (bass, backing vocals)
- Bryn Jones (vocals, guitar)
- Jens Skwirblies (Hammond organ)
- Katharina Kirschsiefen (drums)
Der instrumentale Opener mit dem Titel "Footprint" vereinigte die Vorstellungs-Soli des Quartetts.
Nach Bryn Jones' Alleingang durfte man gespannt darauf sein, was der in Finnland lebende Engländer nach auf seiner E-Gitarre zauberte. Jens Skwirblies ließ die Finger über die schwarzen und weißen Tasten seiner Hammond (Baujahr 1957) fliegen. Kurz und knackig stellte Katharina Kirschsiefen ihre Trommel-Künste unter Beweis und Martin Engelien ließ es sich nicht nehmen, sein Solo gelassen-melancholisch zu beginnen und furios auf die Zielgrade zu biegen. Das Stück wurde von einem tollen Rhythmuswechsel seitens Katharina Kirschsiefen verfeinert.
Beim folgenden "Lonely Boy" schaltete sich der Go Music-Gründer mit schönen Backing Vocals ein und bei der Siebzigerjahre-Song-Reise ging es dann auf die britische Insel. Einer der Rod Stewart-Hits machte die Runde durch die sehr gut gefüllte Location und eine Gänsehaut war angesagt, als Bryn Jones die ersten Worte von "Maggie May" sang. Passgenau, seine raue Stimme. Sein Gesang sollte später nochmals für Aufhorchen sorgen.
Nicht nur der Gitarrist war ein bekennender Neil Young-Fan. Es gab über den Gig hinweg ein Potpourri aus "Cinnamon Girl", in dem der Gitarrist mit dem roten Sechssaiter zum Katharina Kirschsiefen-Rhythmus hüpfte, "Like A Hurricane" in einer XXL-Version, ausgeschmückt mit kathedralen Hammond-Klängen von Jens Skwirblies sowie "Harvest Moon", einer wunderschönen Ballade zum Schwofen oder genießerisch zuhören. Katharina Kirschsiefen aktivierte die Jazzbesen.
Vor dem Konzert brauchte es einige helfende Hände, um die betagte Hammond sowie den Leslie-Lautsprecher aus dem Anhänger in die Location zu bringen und schließlich auf die Bühne zu wuchten.
Die Soli kullerten wie farbenfrohe Murmeln in die Songs.
So hatte der Hammond-Mann Jens Skwirblies bei seinen Alleingängen verdammt viel zu bieten.
Für ihn öffnete sich bei David Bowies "The Jean Genie" der Solo-Vorhang für einen Alleingang, in dem es förmlich Funkenflug auf den Tasten gab.
Rock’n’Roll. Thin Lizzy und "Rosalie". Wow! Die Kirsche auf dem Sahne-Dressing war eine Frage/Antwort-Aktion zwischen Martin Engelien und Jens Skwirblies."Smoke On The Water" wurde angespielt und die Antwort des Hammond-Mannes erinnerte stante pede an Jon Lord. Zusätzlich sang das Publikum den Thin Lizzy-Songtitel im Chor. Highlight!
In Bruce Springsteens "Born To Run" wirbelte Martin Engelien seinen rechten Arm im Windmühlen-Modus, so wie es Pete Townshend rauf hat und bei ZZ Tops "Jesus Left Chicago" feuerten Bryn Jones sowie Jens Skwirblies ihre Solo-Läufe wie Blitze durch die Culucu Bar. Zusätzliche Action gab es am Bühnenrand, als sich der Gitarrist und Martin Engelien nebeneinander positionierten und ihre Instrumente mit gegenseitig eingehakten Armen spielten.
Die musikalische Reise ging auch über den großen Teich. "Dixie Chicken" von Little Feat war Bryn Jones' Terrain und er beeindruckte durch Gesang unisono zur Gitarren-Begleitung.
Nach vielen verschiedenen Gänsehaut-Momenten dann ein weiterer Anlass, dass sich die Härchen auf den Armen hoben. "With A Little Help For My Friends" in der Joe Cocker-Version. Hammer! Diese raue Bryn Jones-Stimme. Eine Urgewalt am Mikrofon und auf der E-Gitarre. Super!
Wieder war Martin Engeliens Go Music ein Garant für tolle Musik, beste Interpretationen und sehr gute Laune beim Publikum.
Zu einem tollen Konzert gehört auch ein klasse Sound. Dafür geht ein Dank, auch für die Lightshow, an Sander von der Culucu Bar.
RockTimes schließt sich dem Dank von Martin Engelien an das Culucu Bar-Theken-Team (Irene, Cherine & Co.) an. Es sorgte auf freundliche Weise immer wieder für den Getränkenachschub an den Tischen in der Location.
RockTimes bedanken uns bei Cherine und Sander für den Platz auf der Gästeliste.
Für die Go Music im Mai werden von Martin Engelien für den 03.-13. Mai Zeeteah Massiah (Vocals), Ben Granfelt (Vocals, Guitar) sowie Carina Zimmert (Drums) angekündigt.
Weiter geht es bei der Tour zum dreißigjährigen Go Music-Bestehen vom 22.-30. Mai mit Svenja Schmidt (Vocals, Keyboards), Dirk Edelhoff (Guitar) und Charly T. (Drums).
In der Culucu Bar treten am 24. April Dogs Allowed auf.
Bildnachweis für alle Bilder des Events: © 2026 | Joachim Brookes | RockTimes
Line-up Martin Engeliens Go Music im April 2026:
Bryn Jones (vocals, guitar)
Jens Skwirblies (Hammond organ)
Martin Engelien (bass, backing vocals)
Katharina Kirschsiefen (drums)
- "Happy Birthday", Sander
- Sander trommelt "Dancing In The Dark"
- Sander mit Familie und Freunden





























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