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Reto Burrell – Konzertbericht, 12.04.2026, De Brauerij, Kranenburg-Niel

Am 12. April 2026 gastierte der Schweizer Musiker Reto Burrell in De Brauerij, Kranenburg-Niel.
Mitte Januar 2025 brachte er sein zwölftes Album, schlicht "XII" betitelt, auf den Markt.
Wie aus Internet-Recherchen hervor geht, war Reto Burrell Gründungsmitglied von Profax, einer Hardcore-Punkband. Es folgte ein Mitwirken in der Alternative Rock-Band Släm, »[…] entschied sich aber Ende der 90er Jahre für eine Solokarriere. […]«
1997 veröffentlichte er "Eleven Songs". 2001 folgte "Echopark" und 2002 stand Shaking Off Monkeys in den Regalen.
Nach "Roses Fade Blue" oder "Hello Hello Hello" folgte Go, ein Album, das Reto Burrell 2010 auf seinem eigenen Label Echopark auf den Markt brachte.
Weitere Veröffentlichungen waren Sunshine And Snow (2012), Lucky Charm beziehungsweise Shampoo Or Gasoline (2018).
Vor "XII" konnten man sich unter anderem noch für "Never Too Late" (2020) und "Devil On My Tongue" entscheiden.
Wie in der De Brauerij-Konzertankündigung zu lesen ist, »[…] mischt […]« er »[…] Americana, Rock, Folk, Country und Blues zu wunderschönen, ausgewogenen Songs. […]«

Reto Burrell (vocals, acoustic guitar, harmonica, kazoo, stompboard)

Reto Burrell (vocals, acoustic guitar, harmonica, kazoo, stompboard)

Reto Burrell, ein Sympathieträger, ein Singer/Songwriter mit dem Herz auf dem richtigen Fleck.
Das sehr viel im Chor – auch a cappella – singende und Rhythmus klatschende Publikum beeindruckte den Protagonist auf der De Brauerij-Bühne. »[…] Euch nehme ich mit zum nächsten Konzert. […]«
Beeindruckend war auch sein fünfundneunzigminütiges Konzert.
Standing Ovations nach der 2-Songs-Zugabe.

Zueinander passend, griffen die Song-Zahnräder beim Schweizer Musiker perfekt ineinander.
Während des Auftritts verdeutlichte Reto Burrell durch seine Informationen zu den einzelnen Liedern, wie eng sie textlich mit seinen vielen Lebenserfahrungen und durchaus auch denen des Publikums verbunden waren.
Mit dem Titelsong des Albums "Lucky Charm" stieg Reto Burrell flott rockend in den Auftritt ein. Energetisch brachte er seine akustische Gibson zum Klingen und nicht nur in dieser Nummer setzte er gekonnt eine Harp ein. Gesanglich gab es nicht ein Fünkchen an Kritik. Eine ganz tolle Stimme.
Als "Forever Is A Long Time" die Rund in der angesagten Location machte, begab sich der Künstler tief in den Blues. Den Gitarren-Groove verstärkte er durch das Stompboard und dieses Stück näherte sich perfekt dem Boogie-Modus im Zwölftakter.

Bei dem ausverkauften Gig klatschte das Publikum den Rhythmus, als der Riff-Rocker "When The Sky Falls Down" angesagt war und "This Is It" kam als Song aus der ruhigeren Abteilung rüber.
Ein Lied mit vielen Fragen. Die zauberhafte Ballade "Tell Me Why" schrieb Reto Burrell zusammen mit seinem Sohn und doch konnte der Vater kaum Antworten finden. Zwischendrin meldete Reto Burrells Handy einen eingehenden Anruf. Sein Sohn. Nach einem Song rief der Musiker bei seinem Sohn zurück und das Publikum hörte mit

Auch durch weitere balladeske Momente setzte der Singer/Songwriter Ausrufezeichen. So zum Beispiel mit der Harp-Ballade "What Do You Do". Als eine Beziehung von einem Tag auf den anderen zerbrach, schrieb er "What Am I Missing".
Ja, Reto Burrell konnte auch sehr gut pfeifen. "Find Love", eine dynamische Ballade, die er im energetischen Teil durch den warmen Basston des Stompboards intensivierte.
Ein Lied befasste sich mit dem Altern. Man kann die Zeit nicht zurück drehen und dennoch gibt es gute Erinnerungen: "Long Time Long Gone".

Gemeinsam schrieb er Songs mit Kollegen oder Freuden. Bei diesem Konzert griff Reto Burrell nur einmal in die Coversong-Kiste. Gekonnt interpretierte er Tom Pettys "Yer So Bad". das Publikum war schon längere Zeit quasi im Dauereinsatz. Sehr schön!

Ich packe meinen Koffer. "Suitcase", die Geschichte der weiten Welt. Rockig, riffig. Ein Refrain, der in den Ohren hängen blieb.
"Swimming In Stars", ein Liebeslied, sang er ohne Mikrofon und beim Rock-Song "Country Miles" spulte Reto Burrell sozusagen Kilometer auf dem Highway ab. Speziell war das Stück "When Roses Fade Blue" und komplett akustisch trug er "When It Comes To Town Tonight" vor.
Dann die Zugabe. Ein neues Album im Oktober 2026. Ein neuer Song mit dem Titel "Hey Hey". Es rockte mit Groove, Kazoo und ganz klar, dem Publikum im »[…] hey hey […]«-Modus.
Am Bühnenrand und auf der Bassbox stehend gab es zum Schluss, abermals rein akustisch, "Let The Good Times Sing".
Der Gig in De Brauerij, Kranenburg-Niel war rundum ein Genuss.
Wer Reto Burrell live erleben möchte, sollte sich stets bei seinen Tourterminen auf dem Laufenden halten. Es lohnt sich definitiv.
RockTimes schließt sich dem Dank von Reto Burrell an Nikki Rutten für den tollen Sound an.

RockTimes bedankt sich bei Joost Brauer für den Platz auf der Gästeliste.
Am 17. Mai werden Tom Neven & The Side Effect in De Brauerij, Kranenburg-Niel erwartet.

Bildnachweis für alle Bilder des Events: © 2026 | Joachim Brookes | RockTimes


Line-up Reto Burrell:

Reto Burrell (vocals, acoustic guitar, harmonica, kazoo)

Über den Autor

Joachim 'Joe' Brookes

Genres: Blues, Blues Rock, Alternative Music, Space Rock, Psychedelic Music, Stoner Rock, Jazz ...
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