Aus den englischsprachigen "Floatospherofonica"-Album-Informationen von Grace And Space geht unter anderem hervor, dass diese CD hauptsächlich auf Synthesizer-Improvisationen von Dr Space, auch bekannt vom Øresund Space Collectiv, Doctors Of Space oder Black Moon Circle, handelt, die er Amritakripa (3rd Ear Experience) zu Verfügung gestellt hat. Sie spielte noch weitere Synthsizer-Teile und andere Parts ein.
»[…] Robbi (3rd Ear Experience) was their spiritual supervisor and also added new layers & ideas and acted as a producer. […]«
Der Prozess dauerte seine Zeit, war allerdings sehr lohnend. Mit diesem musikalischen Abenteuer erreichte man eine neue 'Space'.
Das Artwork stammt von David Graham.
Das Album ist auf einhundertfünfzig handnummerierte Exemplare limitiert. Zur Rezension lag RockTimes die Nummer siebenunddreißig vor.
Man hätte wohl kaum einen besseren Albumtitel wählen können. "Floatospherofonica" ist ein über einstündiges Gleiten in Fantasiewelten, die sich in einem Kosmos befinden, den man mit einem Teleskop durch seinen vielen unterschiedlichen Farben, die von Pastelltönen bis zu kräftigen Färbungen reichen, erkennen kann.
Das über sechsminütige "Time Disappears" beeindruckt eher mit seinen verwaschenen Kolorierungen. Durch einen herrlichen Flow lassen sich die Leute vor den Lautsprechern zurückfallen und finden Entspannung pur.
Das Titelstück des Albums "Floatospherofonica" ist eine Improvisation, die für die ersten fast sechs Minuten so etwas wie atmosphärisches Rauschen inszeniert. Da ist ein gewisser Anschluss an die Stimmungen des Openers zu erkennen. Die Synthesizer-Sounds mäandern und verweilen fast unmerklich in einer relaxten Atmosphäre. Die Klänge aus einer fernen Galaxie sind verklärt, geben abermals Anlass zum Träumen. In der Ruhe liegt hier die Kraft.
"Not Ever Nowhere" ist anders. Rhythmus kommt auf und die Hammond serviert uns, gemeinsam mit den Synthesizern einen Hauch von Melodie. Dreht man den Lautstärkeregler nach rechts, dann kommt man bei diesen infizierenden Klängen unweigerlich in die Situation, die Fußwippe zu aktivieren. Mit den ersten beiden Songs erreicht die Combo tatsächlich einen anderen musikalischen Raum im Universum der Wohlklänge. "Not Ever Nowhere" ist wie ein Trip durch ein sphärisches Labyrinth, in dem ganz unterschiedliche Sounds durch die verwinkelten Gänge leiten.
Ein weiterer Longtrack ist "Rabjut". Mit ganz anderen Klängen schließt sich diese Improvisation an die ersten beiden Stücke an. Wir genießen schwebend-sphärische Sounds und erfreuen uns an einer weiteren Nummer, die sehr gelungen daher kommt.
Bei "Hydro Blap" steht in besonderer Weise die Robbi Robb–Gitarre im Vordergrund. Hypnotisch rifft der Musiker und er geleitet uns durch dieses relativ kurze Lied, das mit seinem spacigen Umfeld ebenfalls sehr gut ankommt.
Am Ende der Veröffentlichung steht "Overture" an. Auch hier werden wir Zeuge einer tollen Improvisation, die sich durch viele unterschiedliche Synthesizer-Klänge auszeichnet.
Die Musik auf "Floatospherofonica" von Grace And Space verbindet den Albumtitel mit dem Bandnamen.
Es ist alles in einem herrlichen Flow.
Bei Anmut (grace) und space vereinigen sich die unterschiedlichen Stimmungen in den sechs Improvisationen.
Eine gelungene Mischung, bei der man zugreifen sollte.
Bleibt gesund und nehmt euch zur Ablenkung Zeit für gute Musik.
Line-up Grace And Space:
Amritakripa (synthesizer, banjo, percussion, vocals)
Dr Space (synthesizer, mellotron, Hammond)
Robbi Robb (guitars, bass)
Sam Wilmore (drums)
Tracklist "Floatospherofonica":
- Time Disappears (6:29)
- Floatospherofonica (19:30)
- Not Ever Nowhere (9:13)
- Rabjut (13:14)
- Hydro Blap (4:38)
- Overture (8:53)
Gesamtspielzeit: 62:00, Erscheinungsjahr: 2023



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